passivesmartinvestmentllc.io: Auszahlungen verweigert
Wir haben passivesmartinvestmentllc.io eingehend geprüft. Das Ergebnis ist eindeutig: Passivesmartinvestmentllc weist alle Merkmale eines unseriösen Brokers auf – ohne Lizenz und ohne nachweisbare Regulierung.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum passivesmartinvestmentllc.io unseriös ist
Passivesmart Investment LLC präsentiert sich online als „professioneller Broker“, der Forex, Krypto, Aktien und andere Finanzprodukte anbietet. Bei genauerer Betrachtung ergeben sich jedoch gravierende Inkonsistenzen. Erstens fehlt jede Angabe einer Registrierungs- oder Lizenznummer: ein entscheidendes Merkmal für seriöse Broker, die von einer Aufsichtsbehörde geprüft werden. Zweitens gibt es keine Hinweise auf eine behördliche Zulassung, weder im Impressum noch in der Datenschutzerklärung. Drittens ist die Mindestanlage von 200 € sehr niedrig und wird von der Plattform als „passives“ Investment beworben, obwohl die angebotenen Produkte sehr spekulativ und risikoreich sind.
Ein weiteres Warnsignal ist die fehlende Transparenz bei den Kontaktmöglichkeiten: Es gibt nur eine Support-Email, keine Telefonnummer oder einen physischen Firmensitz. Seriöse Broker stellen mehrere Kontaktkanäle bereit und verifizieren ihre Identität durch ein Impressum mit Adresse und Handelsregisternummer. Passivesmart Investment LLC liefert diese Informationen nicht. Diese Kombination aus fehlender Lizenz, fehlender Adresse und fehlender Kontaktinformation weist eindeutig darauf hin, dass die Plattform nicht reguliert ist und betrügerische Absichten verfolgt.
Wie der Betrug bei passivesmartinvestmentllc.io abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot
Die meisten Opfer werden zunächst durch gezielte Werbung auf Social-Media-Plattformen erreicht. Passivesmart Investment LLC nutzt dabei häufig kurze Videos, in denen angeblich erfolgreiche Trader ihre Renditen zeigen. Die Videos enthalten keine konkreten Belege, sondern nur generische Aussagen wie „Mit minimalem Einsatz große Gewinne“. Anschließend werden potenzielle Kunden über Direktnachrichten oder E-Mails zu einer Landing-Page geleitet, wo ein „erste Einzahlung“ von 200 € angeboten wird. Diese niedrige Summe soll den psychologischen Einstieg erleichtern, sodass der Anleger das Gefühl hat, nur ein kleines Risiko einzugehen. Gleichzeitig wird die Plattform als „passives“ Investment dargestellt, um die Angst vor aktivem Handeln zu minimieren.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Web-App der Plattform sofort scheinbar hohe Gewinne, zum Beispiel eine Verdoppelung innerhalb weniger Tage. Diese Zahlen stammen aus einer Datenbank, die von der Plattform selbst gefüllt wird: keine echten Markttransaktionen. Der Anleger sieht ein Dashboard mit steigenden Zahlen, das Vertrauen erzeugt. Da die Plattform keine echte Order-Ausführung an einer Börse durchführt, gibt es keine nachvollziehbare Handelsbasis. Der Investor glaubt, sein Geld habe sich selbstständig vermehrt, was die weitere Geldanlage motiviert.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Sobald ein Kunde erste Gewinne sieht, beginnt die Plattform, ihn mit „VIP-Konten“, hohen Hebeln und exklusiven Zugängen zu locken. Ein persönlicher „Account-Manager“ wird zugewiesen, der regelmäßig Nachrichten sendet und ihm das Gefühl gibt, ein Insider zu sein. Oft werden Zeitlimits gesetzt, etwa „Nur heute noch 3-facher Hebel“. Diese Taktiken erzeugen einen Druck, mehr Geld einzuzahlen, bevor die angeblichen Gewinne „verfallen“. In der Praxis steigen die Kontostände der Opfer, oft bis zu mehreren tausend Euro, ohne dass tatsächlich Trades stattfinden.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn ein Anleger nun sein Geld abheben möchte, wird er mit einer Reihe von angeblichen Gebühren konfrontiert. Typische Forderungen sind:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Diese Phase ist die letzte Melkphase des Scams, in der die Täter das restliche Geld ergaunern, bevor die Plattform endgültig verschwindet.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen häufig angebliche „Rechtsanwälte“, „Behörden-Mitarbeiter“ oder „Krypto-Forensiker“ auf und behaupten, das Geld könne wiederhergestellt werden. Sie verlangen Vorauszahlungen für „Reparatur- und Analyse-Kosten“. Dabei nutzen sie oft die Angst des Opfers aus und versprechen schnelle Ergebnisse. In Wirklichkeit handeln sie im gleichen Netzwerk wie die ursprüngliche Plattform und verkaufen die Daten weiter. Die Opfer verlieren zusätzlich zu den ursprünglichen Beträgen noch mehr Geld, während die Täter weiterhin ungestraft agieren.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede weitere Einzahlung erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihr Geld verlieren.
- Alle Belege sichern: Screenshot von Kontobewegungen, E-Mails, Verträge und Transaktionsdaten. Diese können später als Beweismaterial dienen.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihre Kryptowährungsbörse: Informieren Sie sie über den Verdacht, dass Ihr Konto kompromittiert wurde, und fordern Sie eine Sperrung des Kontos an.
- Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei: Melden Sie den Vorfall bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder bei der Kriminalpolizei. Geben Sie alle gesammelten Unterlagen an.
- Ignorieren Sie „Recovery-Scam-Anbieter“: Seriöse Anwälte oder Behörden melden sich nie per WhatsApp oder Telegram. Jede Forderung nach Vorauszahlung ist ein klarer Hinweis auf Betrug.
Durch diese Schritte können Sie zumindest die weiteren Verluste begrenzen und den Behörden wichtige Hinweise liefern.
Wenn Sie selbst betroffen sind oder jemanden kennen, der Opfer geworden ist, zögern Sie nicht. Sprechen Sie mit Ihrer Bank, melden Sie den Betrug bei der Polizei und sichern Sie alle relevanten Daten. Gemeinsam können wir die Täter zur Rechenschaft ziehen.
Verdächtige Verbindungen: Seiten mit Gemeinsamkeiten zu Passivesmartinvestmentllc
Unsere Auswertung zeigt, dass Passivesmartinvestmentllc technische und strukturelle Verbindungen zu weiteren Seiten aufweist. Alle Seiten sind ähnlich aufgebaut und werden offenbar von denselben Verantwortlichen betrieben:

369tradex
369tradex.com

Affilinkshub
affilinkshub.com

Aitradinghub
aitradinghub.capital

Otlnance
alphahashtips.com.otlnance.com

Apexblueprime
apexblueprime.com

Archline Trade
archline-trade.com
und 165 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei passivesmartinvestmentllc.io gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.