Pedros Zeklant (pedroszeklant.net) im Faktencheck: Betrugsmasche enthüllt
Pedros Zeklant (pedroszeklant.net) ist ein betrügerisches Investment-Plattform, das Anleger durch falsche Renditeversprechen und manipulierte Gewinne in die Falle lockt.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum pedroszeklant.net unseriös ist
Die Analyse der öffentlich zugänglichen Informationen zeigt mehrere klare Inkonsistenzen. Erstens fehlt jede Form von Registrierung, Lizenz oder Aufsichtsbehörde auf der Website: ein entscheidendes Merkmal seriöser Broker, das hier nicht vorhanden ist. Zweitens gibt es keine Handelsregisternummer, weder auf der Seite noch in den dazugehörigen Unterlagen. Drittens werden täglich 975 € als „Profit“ versprochen, ohne dass die Plattform einen nachvollziehbaren Handelsmechanismus oder echte Orderbuchdaten offenlegt. Diese Zahl ist unrealistisch hoch und lässt keine plausiblen Handelsstrategien zu.
Viertens nutzt pedroszeklant.net Banküberweisung und Kreditkarte als Zahlungsmethoden, doch die Telefonnummer beginnt lediglich mit dem Ländervorwahl-Code „+49“ und enthält keine weitere Ziffernfolge, was auf ein unvollständiges oder gefälschtes Kontaktformat hindeutet. Fünftens werden zahlreiche Testimonials mit Namen wie „HASSO PLATTNER“ oder „NIKLAS MAURER“ zitiert, ohne dass ihre Identität verifiziert oder ihre Beziehung zur Plattform geklärt wurde. Diese Namen erscheinen ausschließlich in Werbematerialien, wodurch sie leicht manipuliert oder fiktiv sein können.
Schließlich erzeugt die Plattform durch gezielte Urgency-Botschaften („Jetzt handeln!“) und die Behauptung von garantierten Renditen eine psychologische Drucklage, die typischerweise bei betrügerischen Investmentplattformen zu beobachten ist. All diese Faktoren zusammen liefern ein starkes Indiz dafür, dass pedroszeklant.net keine legitime Finanzinstitution ist.
Wie der Betrug bei pedroszeklant.net abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot
Die Masche beginnt meist mit einer gezielten Ansprache über Social-Media-Kanäle wie Instagram, TikTok oder Telegram, wo angebliche „Anlageberater“ potenzielle Anleger ansprechen. Oft werden dabei gefälschte Promi-Testimonials verwendet, um Glaubwürdigkeit zu erwecken. Der erste Eindruck wird durch ein ansprechendes Design und die Versprechung täglicher Gewinne von 975 € gestaltet. Die Plattform setzt dabei auf einen niedrigen Mindesteinsatz von 250 €, um die Hemmschwelle zu senken und das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen.
In den ersten Interaktionen werden die Kunden über E-Mails oder Direktnachrichten kontaktiert, die keine verifizierbare E-Mail-Adresse enthalten, sondern lediglich einen generischen Link zu einer Anmeldeseite. Sobald der potenzielle Anleger ein Konto eröffnet und die erste Einzahlung tätigt, erhält er Zugang zu einer Web-Anwendung, die angeblich Live-Marktdaten anzeigt. Die Plattform nutzt dabei keine echten Börsen-Feeds, sondern generiert statische Charts, die nur den Eindruck von Aktivität erwecken.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der Einzahlung präsentiert die Plattform sofort „Gewinne“. Diese Zahlen stammen ausschließlich aus der internen Datenbank und spiegeln keine echten Transaktionen wider. Die Kunden sehen, wie ihr Kontostand innerhalb weniger Tage um mehrere Hundert Euro wächst, was die Illusion eines profitablen Geschäftsmodells erzeugt. Dabei werden keine Handelsaufträge an regulierte Börsen gesendet und keine Gebühren an Börsenbetreiber gezahlt. Stattdessen wird das Geld lediglich in der virtuellen Kasse der Plattform „verzahlt“.
Die Plattform verwendet dabei ein „Pseudonym“-System, bei dem jeder Nutzer ein identisches Kontokonto erhält, das nur für die Darstellung von Gewinnen verwendet wird. Dadurch können mehrere Nutzer gleichzeitig die gleichen Gewinne sehen, obwohl keine realen Handelspositionen existieren. Diese Technik ist typisch für Betrugsplattformen, die den Anschein von Profitabilität erwecken wollen, ohne tatsächlich Geld zu verdienen.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Sobald der Nutzer den Eindruck gewonnen hat, dass die Plattform funktioniert, beginnt ein persönlicher „Account-Manager“, der den Anleger mit individuellen Angeboten lockt. Dabei werden oft exklusive Boni wie „VIP-Konto“, Hebel-Boni von 1:500 oder angeblich garantierte Profite versprochen. Die Kommunikation erfolgt häufig über private Chats oder E-Mails, die auf Dringlichkeit ausgelegt sind: „Nur heute noch verfügbar“, „Begrenzte Plätze“.
In dieser Phase steigt der Einsatz des Anlegers deutlich an. Die Plattform nutzt psychologische Techniken wie „Social Proof“, indem sie Erfolgsgeschichten von angeblichen Kunden teilt, die angeblich große Beträge verdient haben. Diese Geschichten sind jedoch unverifizierbar und oft komplett fiktiv. Die Anleger zahlen dann in der Regel zwischen 5.000 und 50.000 €: in einigen Fällen sogar über 500.000 €, wenn sie sich von der „garantierten Rendite“ verlockt fühlen.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn ein Anleger seine Gewinne auszahlen möchte, wird ihm plötzlich eine Reihe von Gebühren aufgezwungen. Dazu gehören:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zu seinem ursprünglichen Einsatz noch das Geld, das er für die Gebühr ausgegeben hat. Gleichzeitig wird die Auszahlung blockiert, sodass der Anleger kein echtes Geld erhält. Diese letzte Phase der „Melkphase“ ist das Kernziel des Betrugs: Die Opfer zu belasten, bevor sie überhaupt eine Rückzahlung bekommen.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach dem ersten Verlust melden sich häufig Dritte: angebliche Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“, die eine „Wiederherstellungs-Software“ anbieten. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen und verlangen dafür Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Forderungen sind ebenfalls komplett erfunden. In der Regel handelt es sich um dieselben Täter, die die ursprüngliche Plattform betrieben, die ihre Opferdaten weiterverkaufen oder weitere Betrugsaktionen starten.
Reale Anwälte und Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Diese „Recovery-Scam“-Mäuse sind ein weiteres Element der Masche, die darauf abzielt, den Verlust zu vertuschen und zusätzliche Einnahmen zu generieren.
Das Netzwerk hinter pedroszeklant.net
pedroszeklant.net ist Teil eines Netzwerks von 66 gleichartigen Plattformen. Diese Verbindungen deuten auf ein gemeinsames Betreiberteam hin, das seine Marken regelmäßig neu positioniert und so die Aufdeckung durch Aufsichtsbehörden erschwert. Die Plattformen nutzen dieselbe Domain-Hosting-Infrastruktur, teilen sich ähnliche Logos und verwenden identische Werbeformate, was auf eine koordinierte Betrugsstrategie hinweist.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofortige Kontaktiert nicht: Setzen Sie keinen weiteren Kontakt zu der Plattform oder deren angeblichen „Beratern“. Jede weitere Kommunikation erhöht das Risiko, mehr Geld zu verlieren.
- Beweise sichern: Speichern Sie sämtliche E-Mails, Screenshots und Transaktionsnachweise. Diese Unterlagen sind entscheidend, wenn Sie die Plattform der Polizei melden oder rechtliche Schritte einleiten.
- Bank und Krypto-Börsen informieren: Teilen Sie Ihrem Bankinstitut und ggf. der Krypto-Börse, auf der Sie Geld transferiert haben, die Situation mit. Bitten Sie um Sperrung der Konten, um weitere Abhebungen zu verhindern.
- Strafanzeige erstatten: Reichen Sie bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder dem Bundeskriminalamt eine Strafanzeige ein. Geben Sie dabei alle gesammelten Beweise an. Die Ermittlungen können dazu beitragen, weitere Opfer zu verhindern.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Vermeiden Sie jegliche Zahlungen an angebliche „Forensiker“ oder Anwälte. Seriöse Rechtsanwälte kontaktieren Sie nicht per WhatsApp, und echte Behörden werden nicht unaufgefordert verlangen, dass Sie Geld überwiesen.
Wenn Sie glauben, Opfer von pedroszeklant.net geworden zu sein, handeln Sie jetzt. Die Polizei kann Sie schützen und weitere Betrugsversuche verhindern.
Das Netzwerk hinter pedroszeklant.net
pedroszeklant.net ist Teil eines Netzwerks von 66 gleichartigen Plattformen. Diese Verbindungen deuten auf ein gemeinsames Betreiberteam hin, das seine Marken regelmäßig neu positioniert und so die Aufdeckung durch Aufsichtsbehörden erschwert.

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und 60 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei pedroszeklant.net gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.