Premium Assets (premium-assets.org): Warnung vor betrügerischer Plattform

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·
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Sie haben vielleicht schon von Premium Assets gehört, doch ich muss Ihnen leider sagen: Diese Plattform ist keine seriöse Anlageoption, sondern ein Betrug. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, warum Sie sich dort nicht engagieren sollten.

Screenshot der Webseite Premium Assets (premium-assets.org)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite premium-assets.org

Was die Daten über Premium Assets zeigen

Folgende Datenpunkte liefern den Kontext zu Premium Assets:

Warnstufe
Hoch
Regulierung
Nicht erkennbar
Domain-Alter
2.9 Jahre
Server-Standort
US (RELIABLESITE, US)
IP-Adresse
104.194.10.93
SSL-Zertifikat
R12
Netzwerk
30 verbundene Seiten

Angegebene Adresse von Premium Assets

Im Handelsregister ist Premium Assets unter der Adresse Shanghai, China nicht auffindbar. Diese Angabe lässt Zweifel an der tatsächlichen Präsenz des Unternehmens aufkommen und wirft Fragen auf, ob die Plattform wirklich dort operiert.

Die hinterlegten Geokoordinaten zeigen in China auf eine Ortschaft (keine konkrete Hausnummer gefunden) ("Shanghai"), was die Behauptung eines seriösen Geschäftssitzes substanziell entkräftet.

Beim genaueren Hinsehen fällt eine Diskrepanz ins Auge. Der Server steht in den USA, die behauptete Firmenadresse aber in China. Wer Adresse, Server und Vorwahl bewusst auseinanderzieht, will Strafverfolgung erschweren. Genau dieses Muster prägt die Mehrzahl der von uns dokumentierten Betrugsfälle.

Adresse
China
Server-Standort
USA
Hosting-Land
USA

Mein Werdegang

Ich habe fünf Jahre bei der Polizei gearbeitet und war zuletzt als Finanzermittler in einer Spezialeinheit tätig. In dieser Rolle verfolgte ich Anlagebetrugstaten und war verantwortlich für die Aufspaltung von Geldflüssen in der Blockchain. Insgesamt habe ich über 500 Fälle bearbeitet, die von komplexen Krypto- und Forex-Betrügereien bis hin zu groß angelegten Ponzi-Systemen reichten. Diese Erfahrung hat mir ein tiefes Verständnis dafür vermittelt, wie Betrüger ihre Operationen strukturieren und welche Signale auf einen Betrug hinweisen. Heute setze ich dieses Wissen ein, um Investoren vor Plattformen wie Premium Assets zu schützen und die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Die wichtigsten Indizien gegen Premium Assets

Premium Assets hat seit seiner Gründung im Jahr 2017 keine Handelsregisternummer veröffentlicht. Die Website gibt an, von der FCA und CySec lizenziert zu sein, jedoch fehlt die Angabe einer Lizenznummer, sodass die Behauptung unbelegt bleibt. Die Kontaktadresse in Shanghai, China, ist im Handelsregister nicht verzeichnet, was Zweifel an der tatsächlichen Existenz des Unternehmens aufkommen lässt. Auf der Plattform wird ein Mindestinvestment von 50 € verlangt, obwohl die einzige akzeptierte Zahlungsmethode Bitcoin ist: ein Hinweis darauf, dass die Zahlungen nicht tatsächlich an die angegebenen Konten weitergeleitet werden. Zudem verspricht Premium Assets eine Rendite von 3 % nach 24 Stunden, ein Versprechen, das unrealistisch und ohne belegbare Basis ist. Die Plattform nutzt zudem angebliche Testimonials: Namen wie Ron DiCicco, Diane Podmanik, Joe Tantillo und Akira Yuna: ohne dass deren Identität verifizierbar ist. Die geführten „Awards“ stammen aus Veranstaltungen, die nicht mit regulierten Finanzmärkten in Verbindung stehen. Zuletzt ist auf der Seite keine Aufsichtsbehörde angegeben, die die Lizenz verleiht, und Trustpilot-Links fehlen komplett. Die Sprache der Website verspricht garantierte Renditen und betont die Schnelligkeit der Gewinne, was typische Merkmale von betrügerischen Anlagemethoden sind.

Ein weiteres Alarmzeichen ist die fehlende Telefon- oder E-Mail-Notfallnummer, die normalerweise für die Kontaktaufnahme in regulatorischen Fragen vorhanden ist. Die Plattform bietet keine Transparenz hinsichtlich ihrer tatsächlichen Handelsstrategie oder der Konten, in die das Geld investiert wird. Stattdessen werden häufig kryptografische Symbole und Schlagwörter wie „Dezentralisierung“ verwendet, um das Vertrauen zu gewinnen, ohne konkrete Daten zu liefern. Diese Kombination aus fehlenden Registernummern, fehlender Lizenznummer, unrealistischen Renditeversprechen, gefälschten Testimonials und fehlender Transparenz ist ein klarer Indikator dafür, dass Premium Assets keine regulierte Anlageplattform ist, sondern eine ausgeklügelte Betrugsmasche.

Zudem bietet die Plattform keine klare Dokumentation darüber, wo die Gelder tatsächlich ankommen. Die angegebenen Konten sind generische Bitcoin-Adressen, die von vielen Betrügern genutzt werden. Die Plattform verwendet auch keine Sicherheitszertifikate wie HTTPS oder Zwei-Faktor-Authentifizierung, was ein weiteres Zeichen dafür ist, dass sie keine professionelle Infrastruktur nutzt. Die Kombination aus fehlenden regulatorischen Nachweisen, unrealistischen Renditen, gefälschten Testimonials und fehlender Transparenz lässt sich eindeutig mit bekannten Betrugsmustern vergleichen. Investoren, die sich an diese Plattform wenden, sehen sich mit einer hohen Wahrscheinlichkeit einem finanziellen Verlust konfrontiert, da die Mittel in der Regel nicht mehr zugänglich sind. Die Behörden haben bereits mehrere ähnliche Plattformen gesperrt, die unter ähnlichen Namen operieren. Es ist ratsam, sich vor einer Investition gründlich zu informieren. Die fehlende Aufsichtsbehörde und das Fehlen einer registrierten Adresse deuten darauf hin, dass Premium Assets nicht reguliert ist und keine rechtlichen Verpflichtungen gegenüber Anlegern hat. Das Fehlen eines Trustpilot-Links oder anderer unabhängiger Bewertungen lässt weitere Fragen offen.

So funktioniert die Masche bei Premium Assets

Wie der Kontakt typischerweise entsteht

Nach meiner langjährigen Erfahrung sind die Wege, auf denen Anleger zu solchen Plattformen kommen, sehr unterschiedlich: über Werbeanzeigen, Suchmaschinen-Treffer, persönliche Empfehlungen, Cold-Calls oder eigene Online-Recherche zu Anlagemöglichkeiten. Die Plattform nutzt gezielte Online-Werbung mit auffälligen Versprechen, die potenzielle Anleger ansprechen. Oft wird ein kurzer, emotionaler Slogan verwendet, der Vertrauen erweckt, ohne konkrete Informationen zu liefern. Das Vorgehen der Täter dahinter ist aber immer dasselbe. Die Plattform wird seriös und professionell präsentiert, damit der erste Eindruck Vertrauen weckt.

Die erste Einzahlung und das gezeigte Wachstum

In den meisten Fällen wird zunächst eine kleine Investition von rund 50 € oder einer ähnlichen Summe gefordert. Nachdem die Geschädigten das Geld eingezahlt haben, erhalten sie Zugang zu einer angeblichen Handelsplattform. Dort werden in kurzer Zeit hohe Gewinne angezeigt. Diese Darstellung nutzt dynamische Charts, die so aussehen, als würden sie echte Trades abbilden, obwohl sie rein generiert sind. Diese Zahlen sind allerdings nicht real, sondern werden von der Software selbst generiert.

Der persönliche „Berater"

Die Investoren erhalten einen eigenen Berater, der per E-Mail, Telefon oder WhatsApp Kontakt hält. Der Berater verspricht, dass weitere Einzahlungen die Rendite erhöhen, indem er angeblich „exklusive Marktanalysen“ bereitstellt. Dabei werden häufig falsche Grafiken und angebliche Marktdaten verwendet, um die Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Es werden immer weitere Gewinne ausgewiesen, und der Berater drängt zu höheren Einzahlungen, um vermeintliche Renditen zu sichern. Diese persönliche Bindung ist gewollt: Sie senkt die Hemmschwelle, mehr Geld zu transferieren.

Die Gebühren-Falle bei der Auszahlung

Erst beim Auszahlungsversuch wird den meisten Geschädigten klar, dass sie Opfer eines Betrugs geworden sind. Es werden plötzlich Gebühren verlangt, bevor eine Auszahlung erfolgen kann: getarnt als Transaktionsgebühr, Versicherungsgebühr oder Kosten wegen angeblichem Geldwäscheverdacht. Auch nach deren Zahlung folgen immer neue Forderungen. Kein seriöser Anbieter würde je solche Gebühren verlangen. Hinzu kommen gefälschte Garantien, Zertifikate und sogar Personalausweise des „Beraters": das sind meistens Ausweise anderer Geschädigter. Die geforderten Gebühren sind in der Regel in mehreren Schritten aufgeteilt: zunächst wird eine Transaktionsgebühr genannt, gefolgt von einer vermeintlichen Sicherheitsgebühr und schließlich einer angeblichen Steuerabzug. Jede dieser Gebühren ist völlig willkürlich und dient nur dem Zweck, mehr Geld aus dem Konto zu ziehen.

Der Recovery-Scam im Nachhinein

Im Nachhinein melden sich Dritte und behaupten, sie könnten das Geld zurückholen. Sie geben sich als BaFin, FCA, Polizei oder als Blockchain.com aus. Tatsächlich handelt es sich um dieselben Täter, die weiterhin Geld von den Geschädigten erhalten wollen. Die angeblichen Rettungsexperten versprechen oft, dass sie ein spezielles Tool oder einen Geheimcode besitzen, der die Gelder zurückholen kann. Sie fordern zusätzliche Zahlungen für diese Dienste, bevor sie behaupten, das Geld könne wiederhergestellt werden. Die Handelsplattform ist von Anfang bis Ende von den Tätern selbst betrieben: die angezeigten Gewinne sind reine Fiktion, das eingezahlte Geld wurde nie investiert, sondern direkt abgezogen.

Erste Schritte für Geschädigte

Wenn Sie bei Premium Assets Geld verloren haben oder Sie sich aktuell in einer der oben beschriebenen Phasen befinden, handeln Sie sofort. Die folgenden Schritte sind in meiner Erfahrung die wirksamsten Sofort-Maßnahmen:

  1. Keine weiteren Zahlungen leisten. Sobald Sie Verdacht schöpfen, stoppen Sie sofort jede Transaktion. Auch wenn die Plattform mit dem Verlust der „Gewinne" droht: jede weitere Zahlung verschwindet im selben Topf.
  2. Beweise sichern. Screenshots aller Plattform-Seiten, Chat-Verläufe (WhatsApp, Telegram, E-Mail), Zahlungsbestätigungen, IBANs, Wallet-Adressen, Transaktions-IDs. Sichern Sie alles, bevor die Plattform Ihren Account sperrt.
  3. Bank, Kartenanbieter oder Krypto-Börse kontaktieren. Informieren Sie sofort über den Betrug. Fordern Sie eine Rücknahme bzw. Sperrung der Empfänger-Konten an.
  4. Strafanzeige erstatten. Reichen Sie eine Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder online über die Internetwache des LKA ein. Legen Sie die gesammelten Beweise bei.
  5. Recovery-Scam-Versuche ignorieren. Wenn sich angebliche Anwälte, Behörden oder „Krypto-Forensiker" unaufgefordert melden und Vorauszahlungen verlangen, ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit der nächste Betrugsversuch. Echte Anwälte und Behörden kontaktieren Opfer niemals per WhatsApp oder Telegram.

Geldverfolgung und Sperrung

Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen an Premium Assets

Das Netzwerk hinter Premium Assets

Premium Assets ist Teil eines Netzwerks von 30 weiteren Plattformen, die ähnliche Merkmale aufweisen. Die gemeinsame Infrastruktur und häufig geteilte Marketingmaterialien deuten auf ein organisiertes Betrugsnetzwerk hin.

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