Springetrade (springetrade.org): Beteiligen Sie sich nicht an diesem Betrugsnetzwerk
Springetrade ist ein klar erkennbarer Betrug. Anleger werden manipuliert, ihr Geld gefangen gehalten und erst später mit fiktiven Gebühren belästigt. Handeln Sie jetzt und schützen Sie sich vor diesem schädlichen System.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum springetrade.org unseriös ist
Springetrade präsentiert sich als moderne Investmentplattform, die Kryptowährungshandel, Binäroptionen und Futures anbietet. Doch die Daten sprechen deutlich dagegen. Es fehlt jede Form von Registrierung oder Lizenznummer, und die Website nennt keine Aufsichtsbehörde. Der Betreiber gibt keine klare Unternehmensadresse an, sondern nutzt eine Adresse in London, die im Handelsregister nicht verzeichnet ist. Die minimalen Einzahlungen beginnen bei lediglich 200 Euro: ein Hinweis darauf, dass die Betreiber versuchen, potenzielle Opfer mit niedrigen Beträgen anzulocken. Weiterhin wird auf der Plattform eine „hohe Gewinnmarge“ versprochen, ohne dass konkrete Quellen oder Statistiken angeführt werden. Die angebotene Zahlungsmethode ist ausschließlich Kryptowährung, was die Rückverfolgbarkeit erschwert. Zuletzt sind zahlreiche vermeintliche Testimonials aufgelistet, deren Identität nicht überprüfbar ist. Diese Kombination aus fehlender Transparenz, unrealistischen Versprechen und kryptografischen Zahlungswegen ist ein klassisches Signum für Betrug.
Angegebene Adresse von Springetrade
Springetrade gibt die Adresse 25 Old Broad St, London EC2N 1HQ, United Kingdom an. In öffentlichen Handelsregistern taucht das Unternehmen dort jedoch nicht auf. Es besteht der Verdacht, dass die Adresse nur als Tarnung dient, während die eigentliche Operation in einem anderen Land stattfindet.
Unter der angegebenen Anschrift im Vereinigten Königreich ist tatsächlich ein gastronomischer Betrieb ("Paul in Tower 42") verortet, kein für einen Broker geeignetes Büro oder Firmensitz.
Beim genaueren Hinsehen fällt eine Diskrepanz ins Auge. Der Hosting-Anbieter ist in den USA registriert, der behauptete Sitz liegt dagegen im Vereinigten Königreich. Solche Diskrepanzen sind ein typisches Merkmal betrügerischer Plattformen, die hinter ausländischer Hosting-Infrastruktur eine seriöse Adresse vortäuschen.
- Adresse
- Vereinigtes Königreich
- Server-Standort
- unbekannt
- Hosting-Land
- USA
Wie der Betrug bei springetrade.org abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot
Die meisten Opfer werden zuerst über gezielte Werbeanzeigen auf sozialen Medien wie Instagram oder Facebook angesprochen. Dort präsentiere Springetrade angebliche „Erfolgsstorys“ und verspricht schnelle Renditen. Die Plattform nutzt gefälschte Testimonials, die in der Regel keine öffentlichen Profile besitzen. Oft erhalten Interessenten einen kostenlosen Demo-Account mit einer kleinen Testeinlage von 200 Euro. Der Zweck ist klar: Das Vertrauen zu gewinnen, indem ein scheinbarer Gewinn von wenigen Tagen gezeigt wird. Durch diese psychologische Manipulation wird die Hemmschwelle für weitere Investitionen gesenkt.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Sobald die erste Einzahlung erfolgt ist, zeigt die Plattform dem Nutzer sofort hohe Gewinne an. Auf dem Dashboard von Springetrade werden Zahlen wie „Aus 200 Euro werden in 3 Tagen 800 Euro“ angezeigt. Dabei handelt es sich lediglich um generierte Daten, die in einer Software hinterlegt sind. Es gibt keine echten Börsenorders, keine Transparenz über Handelsplattformen und keine nachvollziehbaren Transaktionsprotokolle. Der Zweck besteht darin, das Vertrauen zu festigen und den Nutzer zu ermutigen, mehr Geld einzuzahlen.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Ein sogenannter „Account-Manager“: meist ein automatisierter Chatbot oder ein echter Mitarbeiter: spricht den Anleger an. Er verspricht exklusive Vorteile wie einen Hebel von 1:500, garantierte Profite oder Zugang zu „Insider-Tipps“. Häufig werden Zeitlimits gesetzt: „Nur heute können Sie Ihr Konto auf 50 000 Euro upgraden.“ Durch künstliche Verknappung und Social-Proof-Techniken wird der Eindruck vermittelt, dass das Angebot nur für kurze Zeit verfügbar ist. Viele Opfer zahlen anschließend zwischen 5 000 und 50 000 Euro, manche sogar mehr. Diese Summe wird auf ein nicht existierendes Brokerage-Konto eingezahlt, das lediglich zur Anzeige von fiktiven Gewinnen dient.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn ein Anleger versucht, seine Gewinne auszuzahlen, wird ihm plötzlich eine Reihe von Gebühren auferlegt. Diese Gebühren sind komplett fiktiv und dienen nur dazu, das Geld weiter zu halten. Die üblichen Forderungen umfassen:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine dieser Gebühren zahlt, verliert zusätzlich zu seinem ursprünglichen Einsatz noch mehr Geld und erhält trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten treten häufig angebliche Dritte in Kontakt. Diese geben sich als Anwälte, Behördenmitarbeiter oder Krypto-Forensiker aus. Sie behaupten, das Geld könne zurückgeholt werden, verlangen aber Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Forderungen sind ebenfalls fiktiv. Hinter dem Vorwand der Rechtsberatung stecken oft dieselben Täter, die die ursprünglichen Verluste weiter ausnutzen. Echte Anwälte und Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Ignorieren Sie solche Kontaktversuche: sie sind Teil der Betrugsmasche.
Das Netzwerk hinter springetrade.org
Springetrade ist Teil eines Netzwerks von fünf Plattformen, die dieselben Betreiber nutzen. Diese Plattformen teilen sich oft dieselbe technische Infrastruktur, das gleiche Front-End-Design und die gleiche Marketingstrategie. Wenn eine dieser Seiten auffliegt, übernehmen die Betreiber häufig die gleiche Domain mit leicht veränderten Namen, um ihre Operation weiterzuführen. Das Netzwerk erhöht die Auswegbarkeit der Täter, weil sie sich gegenseitig unterstützen und Ressourcen teilen. Es zeigt, dass Springetrade nicht eine Einzelaktion, sondern ein orchestriertes Betrugsnetzwerk ist.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Halten Sie sofort auf weitere Zahlungen. Sobald Sie erkennen, dass Ihre Einzahlungen nicht zurückgezahlt werden, stoppen Sie alle weiteren Transfers.
- Sichern Sie sämtliche Beweise. Speichern Sie E-Mails, Transaktionsbestätigungen, Screenshots der Plattform und alle Nachrichten. Diese Dokumente sind entscheidend, wenn Sie später Strafanzeige erstatten.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Krypto-Börse. Informieren Sie die Institution, über die Sie die Gelder transferiert haben, und fordern Sie eine Rückbuchung oder Sperrung der Transaktion an.
- Erstatten Sie Strafanzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder bei der Finanzaufsichtsbehörde. Nutzen Sie Ihre gesicherten Beweise, um den Fall zu belegen.
- Ignorieren Sie Recovery-Scams. Wer behauptet, Ihr Geld zurückzuholen, ist höchstwahrscheinlich Teil des Betrugs. Seien Sie skeptisch bei allen unaufgeforderten Kontaktaufnahmen.
Schützen Sie sich jetzt
Springetrade ist kein seriöser Broker. Ihre Investitionen sind gefährdet. Handeln Sie sofort und verhindern Sie, dass Sie Teil dieses Betrugsnetzwerks werden.
Das Netzwerk hinter Springetrade
Springetrade ist Teil eines Netzwerks von fünf Plattformen, die dieselben Betreiber nutzen und sich häufig rebrandieren. Solche Verbindungen deuten darauf hin, dass die Betreiber die gleiche Infrastruktur, dasselbe Marketing und dieselben Betrugsmechanismen verwenden.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei springetrade.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.




