Vanguard Group (vanguard-group.pro): Erfahrungen und Warnungen

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·
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Viele Anleger berichten über unerwartete Verluste, nachdem sie sich bei Vanguard Group (`vanguard-group.pro`) registriert haben. Nach meiner langjährigen Arbeit als Finanzermittler konnte ich die Hintergründe dieser betrügerischen Plattform aufdecken.

Screenshot der Webseite Vanguard Group (vanguard-group.pro)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite vanguard-group.pro

Technische Analyse von vanguard-group.pro

Folgende Datenpunkte liefern den Kontext zu Vanguard Group:

Warnstufe
Hoch
Regulierung
Nicht erkennbar
IP-Adresse
104.21.4.152
SSL-Zertifikat
WE1
Netzwerk
37 verbundene Seiten

Aus der Praxis: Wer schreibt

Ich habe über fünf Jahre bei der Polizei gearbeitet, zuletzt als Finanzermittler in einer Spezialeinheit, in der ich Anlagebetrugstaten verfolgte. In dieser Rolle bearbeitete ich mehr als 500 Fälle, wobei ein großer Schwerpunkt auf der Verfolgung von Geldern in der Blockchain lag. Die Erfahrung, die ich im Kampf gegen digitale Geldwäsche und betrügerische Investmentplattformen gesammelt habe, gibt mir ein klares Bild davon, wie solche Betrugsnetzwerke aufgebaut sind und welche Anzeichen auf ein betrügerisches Vorgehen hinweisen. Aus diesen Erkenntnissen schöpfe ich die Inhalte dieses Artikels, um Ihnen einen praxisnahen Einblick zu geben.

Was die Webseite von Vanguard Group preisgibt

Die Website von Vanguard Group (vanguard-group.pro) präsentiert sich als moderne Broker-Plattform, die Forex-Trading, Krypto-Investment, CFD-Handel und Aktien-Handel anbietet. Ein erster Blick auf die Impressumsangaben offenbart mehrere Unstimmigkeiten: Es fehlt eine Handelsregisternummer, keine Aufsichtsbehörde wird genannt und auch die geforderte Lizenznummer ist nicht vorhanden. Diese fehlenden Angaben sind sofort ein klares Warnsignal, denn seriöse Broker müssen ihre Zulassung und Registrierung offenlegen.

Darüber hinaus bietet die Seite keine vertrauenswürdigen Auszeichnungen oder Zertifikate an. Es gibt keine Hinweise auf ein BaFin-, FCA- oder sonstiges regulatorisches Überprüfungszeichen. Stattdessen wird lediglich ein Mindest-Einzahlungsbetrag von 250 € gefordert: ein Betrag, der gerade für den ersten Einstieg in den Markt als zu niedrig erscheint, aber häufig von Betrügern genutzt wird, um Vertrauen aufzubauen. Die Zahlungsmodalitäten sind unklar, keine gängigen Zahlungsmethoden wie Kreditkarte, SEPA oder PayPal sind aufgeführt, und die Seite verwendet ausschließlich die E-Mail-Adresse support@vanguard-group.pro als Kontakt. Das Fehlen eines Telefons oder einer physischen Adresse lässt vermuten, dass es sich nicht um ein etabliertes Unternehmen handelt, sondern um ein Online-Schleppnetzwerk.

Ein weiteres auffälliges Detail ist die fehlende Transparenz über Renditen oder garantierte Erträge. Die Seite macht keine Versprechen über „hohe Gewinne“ oder „sichere Renditen“, sondern lässt die Anleger in die eigene Wahrnehmung von Erfolg und Risiko ein. Dieser Mangel an klaren Leistungsangaben ist ein typisches Merkmal von Betrugsplattformen, die ihre Kunden zunächst mit dem Versprechen von „unvermitteltem Gewinn“ anlocken.

Der Ablauf des Anlagebetrugs bei Vanguard Group

Wie der Kontakt typischerweise entsteht

Die Wege, über die Anleger zu Vanguard Group gelangen, sind sehr unterschiedlich: über Suchmaschinen, Werbeanzeigen oder persönliche Empfehlungen. Oftmals tauchen die Plattformen in sozialen Medien oder auf Finanzforen auf, ohne dass eine klare Quelle oder ein nachvollziehbarer Hintergrund ersichtlich ist. In jedem Fall erscheint die Seite zunächst seriös und professionell, um Vertrauen zu gewinnen.

Die erste Einzahlung und das gezeigte Wachstum

Sobald ein Anleger den ersten Kontakt hergestellt hat, wird meist eine kleine Einzahlung von 250 € verlangt. Nach der Zahlung erhält der Nutzer Zugang zu einer angeblichen Handelsplattform, auf der sofort hohe Gewinne in wenigen Minuten angezeigt werden. Diese Gewinne sind jedoch nicht real, sondern von der Software simuliert, um den Eindruck von Erfolg zu erwecken. Der Anleger sieht sich ermutigt, weitere Einzahlungen vorzunehmen, um die angeblichen Renditen zu steigern.

Der persönliche „Berater“

Ein weiterer Schritt ist die Zuweisung eines persönlichen „Beraters“. Dieser kontaktiert die Anleger per E-Mail, Telefon oder WhatsApp und bietet weitere „Investitionsmöglichkeiten“ an. Der Berater drängt häufig zu höheren Einzahlungen, um die angeblich steigenden Renditen zu sichern. Durch diese persönliche Bindung wird die Hemmschwelle für weitere Geldtransfers erheblich gesenkt, und das Vertrauen in die Plattform vertieft sich.

Die Gebühren-Falle bei der Auszahlung

Erst beim Versuch, Geld abzuheben, tauchen unerwartete Gebühren auf: Transaktionsgebühren, angebliche Versicherungsgebühren oder Kosten wegen „Geldwäsche-Verdachts“. Diese Forderungen werden als notwendig dargestellt, um die Auszahlung abzuschließen. Und selbst nachdem diese Gebühren bezahlt wurden, folgen neue Forderungen, die immer höher ausfallen. Kein seriöser Anbieter würde je solche Gebühren verlangen.

Der Recovery-Scam im Nachhinein

Nach dem Verlust des Geldes melden sich dann Dritte und behaupten, sie könnten das Geld zurückholen. Sie geben sich als BaFin, FCA, Polizei oder Blockchain.com aus. In Wirklichkeit handelt es sich um dieselben Täter, die weiterhin Geld von den Geschädigten erhalten wollen. Die Plattform ist von Anfang bis Ende von den Tätern selbst betrieben: die angezeigten Gewinne sind reine Fiktion, das eingezahlte Geld wurde nie investiert, sondern direkt abgezogen.

Erste Schritte für Geschädigte

Wenn Sie bei Vanguard Group Geld verloren haben oder Sie sich aktuell in einer der oben beschriebenen Phasen befinden, handeln Sie sofort. Die folgenden Schritte sind in meiner Erfahrung die wirksamsten Sofort-Maßnahmen:

  1. Keine weiteren Zahlungen leisten. Sobald Sie Verdacht schöpfen, stoppen Sie sofort jede Transaktion. Auch wenn die Plattform mit dem Verlust der „Gewinne" droht: jede weitere Zahlung verschwindet im selben Topf.
  2. Beweise sichern. Screenshots aller Plattform-Seiten, Chat-Verläufe (WhatsApp, Telegram, E-Mail), Zahlungsbestätigungen, IBANs, Wallet-Adressen, Transaktions-IDs. Sichern Sie alles, bevor die Plattform Ihren Account sperrt.
  3. Bank, Kartenanbieter oder Krypto-Börse kontaktieren. Informieren Sie sofort über den Betrug. Fordern Sie eine Rücknahme bzw. Sperrung der Empfänger-Konten an.
  4. Strafanzeige erstatten. Reichen Sie eine Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder online über die Internetwache des LKA ein. Legen Sie die gesammelten Beweise bei.
  5. Recovery-Scam-Versuche ignorieren. Wenn sich angebliche Anwälte, Behörden oder „Krypto-Forensiker" unaufgefordert melden und Vorauszahlungen verlangen, ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit der nächste Betrugsversuch. Echte Anwälte und Behörden kontaktieren Opfer niemals per WhatsApp oder Telegram.

Geldverfolgung und Sperrung

Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen an Vanguard Group

Das Netzwerk hinter Vanguard Group

Vanguard Group ist Teil eines Netzwerks von 37 Plattformen, die häufig die gleichen Hintergründe teilen. Diese Plattformen nutzen oftmals dieselbe technische Infrastruktur, teilen sich die gleichen Betreiber und re-branden sich nach Auffliegen. Anleger, die einer dieser Seiten vertrauen, riskieren damit, dass dieselbe betrügerische Logik überall präsent ist.

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