AlpexRich (alpex-rich.de): Betrug oder seriöse Investmentplattform?
Sie haben sich bei AlpexRich registriert und erwarten Gewinne aus Krypto-Investitionen? Die Realität ist anders: AlpexRich ist ein betrügerisches System, das Ihre Gelder verschleiert und Ihnen unrealistische Versprechen macht, um Sie zum Weiterzahlen zu bewegen. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt seit dem 10. Oktober 2025 ausdrücklich vor Alpex Rich unter dem Titel „BaFin warnt vor Plattformreihe – “[Name] Willkommen auf unserer offiziellen Website““. Die vollständige BaFin-Warnung zu Alpex Rich steht auf der offiziellen Seite der BaFin zur Verfügung.

Achtung
Betrugsverdacht
Über Anton Haverkamp
Mein Name ist Anton Haverkamp. In den letzten fünf Jahren war ich bei der Polizei tätig, zuletzt als Finanzermittler in einer Spezialeinheit, in der ich Anlagebetrugstaten verfolgte. Dabei habe ich über 500 Fälle bearbeitet, die sich auf Geldwäsche in der Blockchain, Falschdarstellungen von Handelskonten und die Abwicklung von Krypto-Betrügereien bezogen. Ich kenne die Taktiken, die hinter solchen Plattformen stecken, und ich möchte Ihnen helfen, sie zu erkennen, bevor Sie Opfer werden.
Warum alpex-rich.de unseriös ist
AlpexRich präsentiert sich als „Investmentplattform“, die Krypto-Investition, automatisiertes Trading und Portfolio-Management anbietet. Doch ein genauer Blick auf die verfügbaren Informationen offenbart mehrere gravierende Mängel.
Erstens gibt es keine Angabe einer Handelsregisternummer oder eines Aufsichtsbehördlichen Lizenzstatus. Auf der Website finden Sie keinerlei Hinweis auf eine regulatorische Zulassung, und weder die Angabe einer Lizenznummer noch die Nennung einer Aufsichtsbehörde sind vorhanden. In der Finanzwelt ist die Angabe eines Lizenzstatus ein Muss, wenn ein Broker seriös sein soll.
Zweitens wurde AlpexRich erst im Jahr 2025 gegründet. Für eine Plattform, die sich angeblich auf professionelle Krypto- und Trading-Strategien stützt, ist ein solch kurzer Zeitraum ungewöhnlich. Die meisten seriösen Broker haben Jahre Erfahrung und ein etabliertes Kunden- und Referenzsystem.
Drittens werden alle Zahlungsmethoden: Kreditkarte, Sofortüberweisung, PayPal, E-Wallets und Stablecoins: ohne jegliche Sicherheitszertifizierung oder Transparenz angeboten. Das Fehlen von Verifizierungsinformationen und die breite Palette an Zahlungsmöglichkeiten sind typische Anzeichen für Betrug, weil sie es den Tätern ermöglichen, Gelder schnell zu transferieren und anschließend zu verschleiern.
Viertens sind die Testimonials, die auf der Seite aufgeführt sind: Matthew Davis, Rachel Evans, Maria Gonzalez, Chris Lee, Olivia Turner: nicht mit echten Personen verknüpft. Es gibt keine öffentlichen Referenzen oder verifizierten Bewertungen. Solche Namen werden häufig von Betrügern generiert, um Glaubwürdigkeit vorzutäuschen.
Schließlich zeigen die gesammelten Daten keine garantierten Renditen, keine Urlaubs- oder Bonus-Programme und keine klaren Angaben zu den Handelsstrategien. Das Fehlen konkreter Informationen zusammen mit der Betonung von „automatisiert“ und „Portfolio-Management“ lässt vermuten, dass die Plattform lediglich vorgibt, einen Handel zu betreiben, ohne tatsächlich Orders auszuführen.
All diese Inkonsistenzen zusammen deuten eindeutig darauf hin, dass alpex-rich.de kein regulierter Broker ist und die Versprechen, die dort gemacht werden, nicht auf realen Handelsaktivitäten beruhen.
Wie der Betrug bei alpex-rich.de abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
AlpexRich nutzt gezielte Marketingkampagnen, um potenzielle Investoren anzusprechen. Häufig starten die Betrüger mit scheinbar legitimen Werbeanzeigen auf Social-Media-Plattformen wie Facebook oder TikTok, in denen sie angeblich „professionelle Trading-Ergebnisse“ zeigen. In vielen Fällen werden sogar gefälschte Video-Testimonials von Personen wie Matthew Davis oder Chris Lee eingebettet, die in einem glänzenden Büro sitzen und behaupten, das Portfolio von AlpexRich zu verwalten.
Nach dem ersten Klick auf die Anzeige erhalten Interessenten ein kostenloses E-Book oder einen Live-Webinar-Link, in dem ein „Anlageberater“: meist ein geschickter Schauspieler: ihre Aufmerksamkeit gewinnt. Durch geschickte Gesprächsführung wird der potenzielle Kunde dazu gebracht, eine kleine Anfangsinvestition zu tätigen: üblicherweise zwischen 200 und 500 €, um die psychologische Hemmschwelle zu senken.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Sobald die erste Einzahlung erfolgt, öffnet sich der Zugang zu einer Web-App, die angeblich Live-Marktdaten anzeigt. In wenigen Tagen zeigen die simulierten Grafiken enorme Gewinne: z. B. 800 € aus einer ursprünglichen Einzahlung von 250 €. Diese „Gewinne“ entstehen jedoch nicht durch echte Trades, sondern durch ein internes System, das zufällige Zahlen generiert und dem Nutzer eine Erfolgsgeschichte vortäuscht.
Der Betrüger nutzt diese scheinbare Performance, um Vertrauen aufzubauen. Er betont, dass die Strategie auf einem „nachgewiesenen“ Algorithmus basiert, der die Märkte vorhersagen kann. Die Nutzer glauben, dass ihre Gelder sicher sind, weil die Plattform aussichtliche Renditen zeigt, die nicht von echten Handelsaktivitäten abhängen.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Nach dem ersten erfolgreichen Test wird ein persönlicher „Berater“ zugewiesen, der regelmäßig Kontakt hält. Dieser Account-Manager verspricht VIP-Konten, Hebelboni von bis zu 1:500, garantierte Profite und exklusive Zugänge zu IPOs. Die Sprache ist übermäßig positiv, und es wird betont, dass diese Angebote nur für „vermittelte“ Anleger gelten.
Die Manager nutzen Zeitdruck: „Nur heute verfügbar“, „Limitierte Plätze“, „Exklusives Angebot“: um die Angst des Kunden vor verpassten Chancen zu schüren. Gleichzeitig zeigen sie gefälschte Erfolgsstories von anderen Anlegern, die angeblich Millionen verdient haben. Durch diese Kombination aus psychologischem Druck und scheinbarer Exklusivität wird das Opfer dazu verleitet, weitere Beträge in den Betrag von 5.000 bis 50.000 € oder sogar mehr zu investieren.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Der kritische Moment kommt, wenn der Anleger seine Gewinne auszahlen möchte. Statt einer reibungslosen Auszahlung wird die Plattform plötzlich mit einer Reihe von Gebühren konfrontiert:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
Die Forderung, diese Gebühren zu entrichten, wird als „Notwendigkeit für die Sicherung des Geldes“ dargestellt. Die Nutzer werden darauf hingewiesen, dass diese Gebühren erstattet werden, wenn das Konto verifiziert ist, was aber niemals passiert.
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Der Verlust des Geldes wird hier zur „Letzten Melkphase“ des Scams. Sobald das Opfer die angeblichen Gebühren bezahlt, verschwinden die Gelder, und die Plattform verschwindet.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach dem ersten Verlust werden häufig Dritte als „Anwälte“, „Behördenmitarbeiter“ oder „Krypto-Forensiker“ kontaktiert. Diese Personen versprechen, das Geld zurückzuholen, und fordern dafür Vorauszahlungen für „Rechtsberatung“, „Übersetzungen“, „Server-Zugriffe“ oder „Zeugenaufklärung“.
Diese Versuche sind meist ein weiterer Schachzug des gleichen Betrügers, der seine Opfer weiterhin ausnutzt. Die Forderungen sind ohne Grundlage, und die angeblichen „Rechtsvertreter“ sind oft selbst Teil der betrügerischen Operation.
Das Netzwerk hinter alpex-rich.de
AlpexRich ist Teil eines Netzwerks von 112 Plattformen, die dieselbe Geschäftsstrategie verfolgen. Diese Plattformen tauschen oft Branding-Elemente und Backend-Infrastruktur aus, sodass ein Fall einer Plattform sofort auf andere wirkt. Wenn eine der 112 Seiten auffliegt, wird die gesamte Gruppe unter das Radar der Aufsichtsbehörden gerückt.
Das bedeutet, dass die Täter nicht nur bei AlpexRich operieren, sondern bei zahlreichen anderen Webseiten aktiv sind, die unter unterschiedlichen Namen und Domain-Endungen auftreten. Für den Betroffenen ist das besonders gefährlich: Selbst wenn Sie die Plattform wechseln, könnten Sie auf eine weitere Variante der gleichen Masche stoßen.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede neue Einzahlung erhöht die Chance, dass Sie mehr Geld verlieren.
- Beweise sichern: Speichern Sie alle E-Mails, Transaktionsnachweise, Bildschirm-Screenshots und Kontobewegungen. Diese Dokumente sind entscheidend, falls Sie rechtliche Schritte einleiten.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihren Zahlungsanbieter: Informieren Sie sie über die verdächtigen Transaktionen und lassen Sie Ihre Konten prüfen.
- Rechtliche Schritte einleiten: Melden Sie den Vorfall bei der örtlichen Polizeidienststelle oder der Finanzmarktaufsicht. Sie können auch eine Anzeige bei der Polizei wegen Betrugs erstatten.
- Ignorieren Sie „Recovery-Scammer“: Jede Person, die Ihnen telefonisch, per WhatsApp oder Telegram kontaktiert und vorgibt, Ihnen das Geld zurückzugewinnen, ist höchstwahrscheinlich ein weiterer Betrüger.
Wenn Sie sich in einer dieser Situationen befinden, handeln Sie rasch, sichern Sie Ihre Beweise und melden Sie den Vorfall an die zuständigen Behörden.
Sie müssen nicht allein kämpfen. Mit den richtigen Schritten können Sie Ihre Rechte wahren und die Betrüger zur Rechenschaft ziehen.
Das Netzwerk hinter AlpexRich
AlpexRich ist Teil eines Netzwerks von 112 Plattformen, die alle dieselben betrügerischen Praktiken nutzen und häufig unter unterschiedlichen Namen operieren.

Aevenirox Ai
aevenirox-ai.de

Astrelwick
astrelwick.de

Aureviatradex
aureviatradex.de

Avexpro20
avexpro20.de

Axi Wert
axi-wert.de

Axiron
axiron.net
und 106 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei alpex-rich.de gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.