Warnung vor astrelwick (astrelwick.de): Seien Sie vorsichtig

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·
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astrelwick.de hat sich als vermeintliche Investmentplattform präsentiert, ist aber ein klarer Betrug. Anleger sollten sofort Abstand nehmen. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt seit dem 10. Oktober 2025 ausdrücklich vor Astrelwick unter dem Titel „BaFin warnt vor Plattformreihe – “[Name] Willkommen auf unserer offiziellen Website““. Die vollständige BaFin-Warnung zu Astrelwick steht auf der offiziellen Seite der BaFin zur Verfügung.

Screenshot der Webseite Astrelwick (astrelwick.de)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite astrelwick.de

Was die Daten über astrelwick zeigen

Folgende Datenpunkte liefern den Kontext zu astrelwick:

Warnstufe
Hoch
Regulierung
BaFin-Warnung
Offizielle Quelle
BaFin (offiziell)
Domain-Alter
52 Tage
IP-Adresse
185.191.124.115
SSL-Zertifikat
E8
Netzwerk
112 verbundene Seiten

Aus der Sicht des Ermittlers

Als ehemaliger Polizist und Finanzermittler in einer Spezialeinheit habe ich mehr als 500 Anlagebetrugsfälle untersucht. Dabei war ich verantwortlich für die Verfolgung von Geldern in der Blockchain und habe die Täter immer wieder an die Schwachstellen ihrer Online-Plattformen herangeführt. Bei astrelwick sehe ich sofort die typische Kombination aus fehlenden Registernummern, unklarer Rechtsform und fehlender Kontaktdaten. Ich war stets darauf bedacht, die Hintergründe zu entschlüsseln, und bei astrelwick war das Ergebnis eindeutig: ein reiner Betrugsmechanismus, der nur darauf ausgelegt ist, Geld zu sammeln und dann zu verschwinden.

astrelwick: Belege und Unstimmigkeiten

Die Plattform gibt keine Handelsregisternummer an, weder einen Firmennamen noch ein Gründungsjahr. Auch die Kontaktinformationen fehlen komplett: weder E-Mail noch Telefon oder physische Adresse. Die Seite listet keine Sprachen, keine angebotenen Dienstleistungen und keine Zahlungswege auf. Im Bereich Marketing finden sich keinerlei Angaben zu Mindesteinzahlungen, versprochenen Renditen oder Bonusprogrammen. Ebenso fehlen sämtliche Trust-Signals wie Kundenmeinungen, Auszeichnungen oder Referenzen zu Aufsichtsbehörden. Das Fehlen all dieser Grunddaten ist ein starker Hinweis darauf, dass astrelwick nicht als regulärer Broker betrieben wird. Ohne klare Angaben zu Lizenzen, Regulierungsbehörden oder einem registrierten Sitz kann keine rechtliche Verantwortung nachgewiesen werden. Diese Lücken sind bei legitimen Anbietern normalerweise nicht vorhanden und stellen in der Praxis einen unmittelbaren Warnsignal dar.

Wie der Betrug bei astrelwick abläuft

Wie der Kontakt typischerweise entsteht

Die Erstkontakt-Wege sind unterschiedlich: über Werbeanzeigen, Suchmaschinen, persönliche Empfehlungen oder kalte Anrufe. Das Vorgehen dahinter ist immer dasselbe: die Plattform präsentiert sich seriös und professionell, um Vertrauen zu wecken. Sobald ein Interessent den ersten Eindruck gewonnen hat, wird er durch ansprechende Grafiken und vermeintliche Erfolgsstories überzeugt.

Die erste Einzahlung und das gezeigte Wachstum

In der Regel wird zunächst eine kleine Einzahlung von 200 bis 500 € gefordert. Nach dem Transfer erhält der Anleger Zugang zu einer angeblichen Handelsplattform, auf der sofort hohe Gewinne angezeigt werden. Diese Zahlen sind jedoch reine Simulationen, die von der Software erzeugt werden, um weitere Investitionen zu ermutigen.

Der persönliche Berater

Der Anleger bekommt einen eigenen „Berater“, der per E-Mail, Telefon oder WhatsApp kommuniziert. Dieser drängt ständig zu höheren Einzahlungen, um die angeblichen Renditen zu sichern. Die persönliche Bindung reduziert die Hemmschwelle, mehr Geld zu transferieren, und schafft eine Abhängigkeit vom vermeintlichen Experten.

Die Gebühren-Falle bei der Auszahlung

Erst beim Auszahlungsversuch wird dem Anleger klar, dass Gebühren erhoben werden. Diese werden als Transaktionsgebühr, Versicherungsgebühr oder Kosten wegen angeblichem Geldwäscheverdacht ausgegeben. Selbst nach der Zahlung folgen weitere Forderungen. Kein seriöser Anbieter verlangt solche Gebühren, die das Geld der Kunden verfeinern und letztlich verschleifen.

Der Recovery-Scam im Nachhinein

Nach dem Verlust melden sich Dritte und behaupten, sie könnten das Geld zurückholen. Sie geben sich als BaFin, FCA, Polizei oder als Blockchain-Dienstleister aus. Tatsächlich handeln sie jedoch weiter die gleiche Täter, die weiterhin Geld von den Geschädigten einnehmen wollen. Die Plattform ist von den Tätern selbst betrieben, die Gewinne sind Fake, das Geld wurde nie investiert sondern direkt abgezogen.

Erste Schritte für Geschädigte

Wenn Sie bei Astrelwick Geld verloren haben oder Sie sich aktuell in einer der oben beschriebenen Phasen befinden, handeln Sie sofort. Die folgenden Schritte sind in meiner Erfahrung die wirksamsten Sofort-Maßnahmen:

  1. Keine weiteren Zahlungen leisten. Sobald Sie Verdacht schöpfen, stoppen Sie sofort jede Transaktion. Auch wenn die Plattform mit dem Verlust der „Gewinne" droht: jede weitere Zahlung verschwindet im selben Topf.
  2. Beweise sichern. Screenshots aller Plattform-Seiten, Chat-Verläufe (WhatsApp, Telegram, E-Mail), Zahlungsbestätigungen, IBANs, Wallet-Adressen, Transaktions-IDs. Sichern Sie alles, bevor die Plattform Ihren Account sperrt.
  3. Bank, Kartenanbieter oder Krypto-Börse kontaktieren. Informieren Sie sofort über den Betrug. Fordern Sie eine Rücknahme bzw. Sperrung der Empfänger-Konten an.
  4. Strafanzeige erstatten. Reichen Sie eine Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder online über die Internetwache des LKA ein. Legen Sie die gesammelten Beweise bei.
  5. Recovery-Scam-Versuche ignorieren. Wenn sich angebliche Anwälte, Behörden oder „Krypto-Forensiker" unaufgefordert melden und Vorauszahlungen verlangen, ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit der nächste Betrugsversuch. Echte Anwälte und Behörden kontaktieren Opfer niemals per WhatsApp oder Telegram.

Geldverfolgung und Sperrung

Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen an Astrelwick

Das Netzwerk hinter astrelwick

astrelwick ist Teil eines Netzwerks von 112 Plattformen, was darauf hindeutet, dass die Betreiber hinter mehreren Marken operieren und Ressourcen sowie falsche Referenzen teilen.

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