Avexpro20.de (avexpro20.de) als betrügerische Trading-Plattform?
Avexpro20.de hat sich als unseriöse Plattform entpuppt, die Anleger mit falschen Renditen lockt und anschließend Gebühren erhebt. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt seit dem 10. Oktober 2025 ausdrücklich vor Avexpro20 unter dem Titel „BaFin warnt vor Plattformreihe – “[Name] Willkommen auf unserer offiziellen Website““. Die vollständige BaFin-Warnung zu Avexpro20 steht auf der offiziellen Seite der BaFin zur Verfügung.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum avexpro20.de unseriös ist
Die ersten Anzeichen für die unseriöse Natur von avexpro20.de lassen sich bereits in den öffentlich zugänglichen Informationen erkennen. Auf der Website gibt es weder eine Handelsregisternummer noch einen Hinweis auf eine Aufsichtsbehörde. Die Angabe einer Lizenz ist komplett fehlend, was ein klares Signal ist: die Plattform operiert ohne regulatorische Genehmigung.
Weiterhin ist die Angabe von Kontaktinformationen, wie E-Mail, Telefon oder Adresse, nicht vorhanden. Dies erschwert es Anlegern, bei Problemen einen Ansprechpartner zu finden oder rechtliche Schritte einzuleiten. Die fehlende Transparenz erstreckt sich auch auf die angebotenen Dienstleistungen, die nicht klar definiert sind und lediglich als „other“ kategorisiert werden.
Ein weiteres wichtiges Detail ist das Fehlen jeglicher Vertrauenssignale: keine Testimonials, keine Zertifikate und kein Hinweis auf Erfahrungsberichte. Ohne unabhängige Bestätigung von Kunden oder Dritten fehlt die Basis für eine glaubwürdige Bewertung der Plattform.
All diese Punkte zusammengenommen zeigen ein Muster: fehlende regulatorische Bindung, fehlende Transparenz und das Fehlen von Verifizierungsmechanismen. Für eine seriöse Trading-Plattform sind diese Elemente jedoch unverzichtbar. Daher ist avexpro20.de eindeutig unseriös.
Wie der Betrug bei avexpro20.de abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Der erste Kontakt mit potenziellen Kunden erfolgt häufig über soziale Medien, insbesondere über Instagram, Facebook und TikTok. Dort werden gefälschte Testimonials von angeblichen „Erfolgsstorys“ gepostet, die scheinbar große Gewinne aus kleinen Einlagen versprechen. Oft werden auch Telegram-Gruppen mit angeblichen Trading-Gurus genutzt, um die Aufmerksamkeit von ungeduldigen Anlegern zu gewinnen. In vielen Fällen wird ein lockeres Gespräch mit einem sogenannten Anlageberater geführt, der das Vertrauen des Opfers gewinnt, indem er vermeintlich persönliche Finanzpläne anbietet. Der erste Geldtransfer ist in der Regel klein, etwa 250 €; dies senkt die psychologische Hemmschwelle und schafft einen „Beweis“ für die Funktionalität der Plattform.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Weboberfläche von avexpro20.de scheinbar hohe Buchgewinne. Beispielsweise kann ein Anleger sehen, dass sich seine 250 € in zwei Wochen in 800 € verwandelt haben. In Wirklichkeit handelt es sich jedoch um manipulierte Daten in einer internen Software, die lediglich hübsche Zahlen anzeigt. Es findet kein echter Handel statt, keine echten Aufträge an Börsen werden ausgeführt. Der Nutzer erkennt dadurch nicht sofort, dass die Gewinne fiktiv sind, weil die Darstellung der Plattform sehr professionell ist und die Zahlen sofort verlockend wirken.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Ein persönlicher „Berater“ oder „Account-Manager“ baut über Wochen oder Monate eine Beziehung auf. Dabei werden dem Anleger VIP-Konten, Hebelboni von bis zu 1:500, garantierte Profite und exklusive IPO-Zugänge versprochen. Durch Zeitlimits („nur heute“) und die Illusion von Verknappung sowie Social Proof: fiktive Mit-Anleger-Storys: wird der Anleger dazu gebracht, weitere Einzahlungen zu tätigen. Typische Betrugssummen liegen zwischen 5.000 € und 50.000 €, aber es gibt auch Fälle, in denen Opfer mehr als 500.000 € investiert haben.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Anleger nun seine Gewinne auszahlen möchte, wird ihm plötzlich eine Reihe von Gebühren auferlegt. Diese Gebührenliste kann wie folgt aussehen:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten melden sich häufig Dritte: angebliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“ mit eigener Wallet-Wiederherstellungs-Software. Diese versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen aber Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Dahinter stecken in der Regel dieselben Täter, die die Opferdaten weiterverkaufen. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.
Das Netzwerk hinter avexpro20.de
avexpro20.de ist Teil eines Netzwerks von 112 Plattformen, die häufig von denselben Hintermännern betrieben werden. Diese Plattformen teilen sich häufig Infrastruktur, Software und Marketingstrategien. Durch das Re-Branding nach einem Auffliegen einer Plattform kann das Netzwerk weiterhin Geschäfte abwickeln, ohne dass die Betreiber auffallen. Für Anleger bedeutet dies, dass der Betrug nicht nur bei einer einzelnen Website stattfindet, sondern Teil eines größeren, organisierten Netzwerks ist.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede weitere Einzahlung erhöht das Risiko, dass das Geld endgültig verloren geht.
- Beweise sichern: Bewahren Sie sämtliche Transaktionsnachweise, E-Mails, Chat-Logs und Zahlungsbestätigungen auf. Diese Unterlagen sind entscheidend für spätere Ermittlungen.
- Bank/Krypto-Börse informieren: Melden Sie den Vorfall Ihrer Bank oder der Krypto-Börse, über die Sie die Einzahlung vorgenommen haben. Sie können die Rückführung der Gelder anfordern und ein Verdachtsfall melden.
- Strafanzeige erstatten: Wenden Sie sich an Ihre örtliche Polizeidienststelle oder das Bundeskriminalamt. Die Ermittler können die Täter verfolgen und weitere Opfer schützen.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Jede Forderung nach Vorauszahlung für angebliche Rettungsmaßnahmen ist ein Zeichen dafür, dass die Betrüger die Opfer weiter ausnutzen wollen. Sagen Sie klar „Nein“ und melden Sie den Versuch sofort.
Fazit
Avexpro20.de ist eindeutig eine betrügerische Trading-Plattform, die Anleger durch falsche Gewinne und manipulierte Daten täuscht. Die fehlende regulatorische Legitimation, das Fehlen von Kontaktinformationen und die klare Struktur des Betrugs zeigen, dass die Plattform keine seriöse Basis hat. Indem Sie die beschriebenen Schritte erkennen und die empfohlenen Maßnahmen ergreifen, können Sie sich vor weiteren Schäden schützen.
Das Netzwerk hinter avexpro20.de
avexpro20.de ist Teil eines Netzwerks von 112 Plattformen, die ähnliche Merkmale aufweisen und häufig von denselben Hintermännern betrieben werden.

Aevenirox Ai
aevenirox-ai.de

Alpex Rich
alpex-rich.de

Astrelwick
astrelwick.de

Aureviatradex
aureviatradex.de

Axi Wert
axi-wert.de

Axiron
axiron.net
und 106 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei avexpro20.de gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.