Apex ProFund (apexprofund.online): Wie Sie sich vor dem Betrug schützen
Apex ProFund (apexprofund.online) hat sich als vermeintliche Investmentplattform präsentiert, aber die Fakten zeigen eindeutig, dass es sich um einen betrügerischen Vorfall handelt. Wer bereits Geld investiert hat, sollte jetzt handeln, bevor weitere Verluste entstehen.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum apexprofund.online unseriös ist
Apex ProFund präsentiert sich seit seiner Gründung im Jahr 2018 als „Investment-Plattform“, die in Kryptowährungen, Gold, Immobilien und sogar medizinischem Cannabis investieren will. Auf der Website tauchen jedoch mehrere Inkonsistenzen auf, die sofort ein klares Warnsignal aussenden:
- Keine Registrierung oder Lizenz: Auf der Seite wird weder eine Handelsregisternummer noch eine Lizenznummer angegeben, obwohl der Betreiber die „Payment Systems Regulation (PSR)“ als Aufsichtsbehörde nennt. Seriöse Plattformen müssen ihre Zulassungsdaten offenlegen und diese können bei den zuständigen Regulierungsstellen überprüft werden.
- Fehlende Kontaktdaten: Es gibt weder eine E-Mail-Adresse, Telefonnummer noch einen physischen Standort. Ohne einen nachvollziehbaren Ansprechpartner kann man die Firma nicht kontaktieren, falls Unklarheiten auftreten.
- Verschwindend wenige Marketing-Details: Es werden keinerlei Mindest- oder Höchstbeträge für Einzahlungen genannt, noch werden Zahlungsmethoden angegeben. Eine legitime Plattform muss transparent über Ein- und Auszahlungsprozesse informieren.
- Keine Erfolgsstatistiken, keine Kundenbewertungen: Auf der Website finden sich weder Erfahrungsberichte noch Erfolgsquoten. Stattdessen werden potenziellen Kunden allgemeine Aussagen über „Investitionsmöglichkeiten“ gemacht, ohne dass eine nachvollziehbare Basis existiert.
- Unklare Aussagen zur „Payment Systems Regulation“: PSR ist keine bekannte Finanzaufsichtsbehörde. Das Fehlen einer bekannten Regulierungsbehörde ist ein häufiges Merkmal von Betrugsplattformen, die sich als legitim ausgeben wollen.
Diese Punkte zeigen eindeutig, dass apexprofund.online nicht den Standards einer regulierten Investmentplattform entspricht. Wer die oben genannten Warnsignale ignoriert, setzt sich einem hohen Risiko aus, sein investiertes Kapital zu verlieren.
Wie der Betrug bei apexprofund.online abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Der Betrug beginnt oft mit gezielten Werbemaßnahmen. Apex ProFund nutzt soziale Medien wie Instagram, Facebook und TikTok, um potenzielle Anleger anzusprechen. Dort finden sich oft gefälschte Testimonials, in denen angeblich erfolgreiche Anleger von schnellen Gewinnen berichten. Die ersten Einzahlungen werden bewusst niedrig gehalten: meistens um die 250 €: um die Hemmschwelle zu senken und das Vertrauen zu gewinnen. Sobald der Nutzer das Konto eröffnet hat, wird er in eine „VIP“-Gruppe aufgenommen, in der ihm ein persönlicher „Account-Manager“ zugesagt wird, der ihm angeblich exklusive Marktanalysen liefert.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigen die Plattform-Interfaces bei Apex ProFund plötzlich hohe Buchgewinne. So kann aus 250 € in wenigen Wochen angeblich 800 € werden. In Wahrheit gibt es keine echten Börsenorders: die Zahlen werden in einer Software generiert, die lediglich hübsche Charts anzeigt. Das Ziel ist klar: Das Vertrauen des Nutzers zu stärken, indem er glaubt, dass die Plattform tatsächlich Geld generiert.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Ein Account-Manager baut über Wochen eine Beziehung auf, indem er dem Nutzer verspricht, dass er mit höheren Hebeln (bis zu 1:500) noch mehr Rendite erzielen kann. Es werden angeblich exklusive IPO-Zugänge und „Insider-Tipps“ versprochen, um die Angst vor verpassten Chancen zu schüren. Oft wird ein Zeitlimit gesetzt, z. B. „Nur heute“, um die Entscheidung zu beschleunigen. Wenn der Nutzer zahlt, wird er mit dem Slogan „Ihr Kapital wächst weiter“ belohnt. Die Betrugsgruppe versucht, ihn in einen Kreislauf aus Investitionen und überhöhten Renditeversprechen zu locken, der nur dazu dient, mehr Geld zu sammeln.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Nutzer schließlich sein Geld oder die angeblich erzielten Gewinne auszahlen will, tauchen plötzlich Gebühren auf, die in der Praxis niemals existieren. Zu den typischen Fake-Gebühren gehören:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde niemals Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und trotzdem kommt es zu keiner Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach dem ersten Verlust melden sich häufig „Dritte“: angebliche Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“, die mit einer eigenen Wallet-Wiederherstellungs-Software auftreten. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen aber Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Versprechen stecken in der Regel dieselben Täter, die die ursprüngliche Plattform betrieben haben. Echte Anwälte und Behörden kontaktieren Sie niemals per WhatsApp oder Telegram, um Ihnen bei einem angeblichen Verlust zu helfen. Ignorieren Sie solche Angebote.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Keine weiteren Zahlungen leisten: Sobald Sie den Verdacht haben, dass Apex ProFund nicht seriös ist, stoppen Sie sofort alle weiteren Transfers. Jeder weitere Beitrag erhöht das Risiko, dass Ihr Geld endgültig verloren geht.
- Beweise sichern: Speichern Sie alle E-Mails, Chat-Protokolle, Kontoauszüge und Screenshots der Plattform. Diese Dokumente sind wichtig, falls Sie rechtliche Schritte einleiten oder Ihre Bank informieren möchten.
- Bank oder Krypto-Börse informieren: Kontaktieren Sie Ihre Bank oder die Plattform, über die Sie die Einzahlungen getätigt haben, und melden Sie den Verdacht. Bitten Sie um eine Sperrung oder Rückverfolgung der Transaktionen, damit weitere Verluste verhindert werden.
- Polizeiliche Anzeige erstatten: Wenden Sie sich an Ihre örtliche Polizeidienststelle oder an das Bundeskriminalamt. Nutzen Sie Ihre gesicherten Beweise, um die Ermittlungen zu unterstützen. Die Polizei kann prüfen, ob bereits ähnliche Fälle vorliegen und ob weitere Personen gefährdet sind.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Seien Sie skeptisch gegenüber Personen, die behaupten, Ihr Geld zurückzuholen. Bieten Sie keine Vorauszahlungen an und prüfen Sie die Legitimität des Angebots sorgfältig. Oft handelt es sich um weitere Phasen des Betrugs.
Wenn Sie diese Schritte befolgen, erhöhen Sie Ihre Chancen, zumindest einen Teil Ihres Geldes zurückzubekommen und verhindern, dass weitere Opfer in die Falle tappen.
Sie haben jetzt die wichtigsten Fakten und Handlungsempfehlungen. Nutzen Sie das Wissen, um sich selbst zu schützen und handeln Sie schnell, bevor weitere Verluste entstehen.
Das Netzwerk hinter Apex ProFund
Apex ProFund ist Teil eines Netzwerks von 38 ähnlichen Plattformen, die dieselben Marketingstrategien nutzen und oft dieselben angeblichen „Experten“ beauftragen. Dieses Zusammenschlussmodell ist ein häufiges Kennzeichen für organisierte Betrugsgruppen.

Assetprofx
assetprofx.com

Axostrade
axostrade.com

Bigmilkyway
bigmilkyway.org

Bluecrestassets
bluecrestassets.com

Broadcapitals
broadcapitals.com

Castlestockinc
castlestockinc.com
und 32 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei apexprofund.online gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.