Warnung vor BigMilkyWay (bigmilkyway.org): Erfahrungen zur Auszahlung
BigMilkyWay (bigmilkyway.org) ist keine seriöse Krypto-Plattform. Die Anmeldeseite und die angeblichen Renditen sind reine Schwindelmasche, die Anlegerinnen und Anleger betrügt.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum bigmilkyway.org unseriös ist
Die Analyse der öffentlichen Informationen zu BigMilkyWay (bigmilkyway.org) offenbart mehrere kritische Inkonsistenzen, die eindeutig auf eine betrügerische Absicht hinweisen.
Zunächst fehlt die Angabe einer Handelsregisternummer und einer Aufsichtsbehörde. In Deutschland und den meisten europäischen Ländern sind solche Angaben gesetzlich vorgeschrieben und ein verlässlicher Hinweis auf die Rechtmäßigkeit eines Unternehmens. Das Fehlen dieser Informationen ist ein starkes Warnsignal.
Zweitens listet die Plattform keine Lizenznummer oder Lizenzbehörde auf. Seriöse Krypto-Börsen müssen von einer anerkannten Regulierungsbehörde lizenziert sein: ein Dokument, das öffentlich zugänglich ist.
Drittens wird kein konkreter Referenzrahmen für die angebotenen Dienste genannt. Die Dienste „Token-Kauf“, „NFT-Handel“ und „Metaverse-Erfahrung“ sind sehr allgemein gehalten, ohne Angaben zu den genauen Handelsmechanismen oder zur Risikoverwaltung.
Viertens ist die Zahlungsabwicklung ausschließlich auf BNB und USDT beschränkt, ohne die Möglichkeit, Fiat-Währungen einzuzahlen oder abzuheben. Solche Einschränkungen sind bei seriösen Börsen ungewöhnlich und deuten auf ein limitiertes, kontrolliertes Umfeld hin.
Schließlich erzeugt die Plattform keine klare Erfolgsquote oder ein Referenzmodell für potenzielle Renditen. Stattdessen wird lediglich ein „Bonus“ versprochen, das jedoch nicht definiert ist. Zusammen zeigen diese Punkte ein deutliches Muster, das typisch für betrügerische Krypto-Plattformen ist.
Wie der Betrug bei bigmilkyway.org abläuft
Schritt 1: Der erste Kontakt und das Lockangebot
Die meisten Opfer werden zunächst durch gezielte Werbung auf sozialen Medien angesprochen: meist auf Instagram, Facebook oder TikTok. Dort finden sich ansprechende Anzeigen mit „Profit in wenigen Tagen“ und „Schnelle Gewinne“. Oftmals werden in den Werbebildern scheinbar zufriedene Nutzer gezeigt, die angeblich 100 % Rendite erzielt haben.
Ein weiterer Kanal ist der Einsatz von sogenannten „Trading-Gurus“ in Telegram-Gruppen. Diese Gruppen bieten scheinbar Insiderwissen und laden Interessenten ein, sich bei BigMilkyWay (bigmilkyway.org) anzumelden. Der erste Schritt ist dabei immer die Einzahlung eines niedrigen Betrags: häufig nur 50 €. Dieser Betrag ist bewusst gering, damit die psychologische Hemmschwelle niedrig bleibt und das Opfer überzeugt wird, dass alles „funktioniert“.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung präsentiert die Plattform dem neuen Nutzer ein Dashboard mit stark überhöhten Gewinnzahlen. Die Oberfläche zeigt, dass aus 50 € in wenigen Tagen 200 € geworden sind. Diese Zahlen entstehen jedoch ausschließlich durch die Software von BigMilkyWay (bigmilkyway.org), die die Kontostände manipuliert. Es gibt keine echten Handelsaufträge, keine Verbindung zu einer regulierten Börse und keine nachvollziehbare Marktbewegung.
Der Zweck dieser vorgetäuschten Gewinne ist klar: Vertrauen schaffen. Sobald ein Nutzer sieht, dass er scheinbar schnell Geld verdient, wird er in die nächste Phase der Masche hineingezogen.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
In dieser Phase baut der „Berater“: ein automatisierter Chatbot oder ein angeblich persönlicher Account-Manager: eine Beziehung auf. Durch wiederholte Nachrichten, die angeblich von „VIP-Konten“ und „exklusiven IPO-Zugängen“ erzählen, wird das Opfer dazu motiviert, mehr Geld einzuzahlen.
Typische Taktiken sind Zeitlimits („Nur heute verfügbar“), künstliche Verknappung („Nur noch wenige Plätze frei“) und soziale Beweise, die vorgaukeln, dass andere bereits große Gewinne erzielt haben. Die Betrüger fordern häufig Beträge zwischen 500 € und 5 000 €, wobei einige Opfer sogar über 50 000 € einzahlen.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn ein Anleger seine Gewinne oder das ursprüngliche Kapital zurückzahlen lassen möchte, trifft er auf die eigentliche Falle. Die Plattform verlangt sofort die Zahlung von Gebühren, die angeblich für „Transaktionsgebühren“, „Steuervorauszahlungen“, „Versicherungsgebühren“, „KYC-Verifizierungsgebühren“, „Konto-Aktivierungsgebühren“ und „Anti-Geldwäsche-Hinterlegungsgebühren“ erforderlich sind.
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen häufig Dritte auf: angebliche Anwälte mit „Vergleichsverfahren“, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“, die versprechen, das Geld zurückzuholen. Sie fordern Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“, „Server-Zugriffe“ und ähnliche Dienstleistungen.
Dahinter stecken in allen Fällen dieselben Täter. Die angeblichen Hilfeangebote sind ein weiterer Schwindel, um noch mehr Geld zu erpressen. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.
Das Netzwerk hinter bigmilkyway.org
BigMilkyWay ist Teil eines Netzwerks von 38 ähnlichen Plattformen. Diese Seiten teilen nicht nur dieselben betrügerischen Modelle, sondern auch die gleiche technische Infrastruktur: gemeinsame Server, ähnliche Webdesigns und oft dieselben Marketing-Kampagnen. Das bedeutet, dass ein erfolgreicher Angriff auf eine Seite sofort auf alle anderen übertragbar ist.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jeder weitere Transfer erhöht das Risiko, dass Sie zusätzliches Geld verlieren.
- Belege sichern: Speichern Sie sämtliche Screenshots, E-Mails, Transaktionsnachweise und Chat-Logs. Diese sind entscheidend, wenn Sie später Strafanzeige erstatten oder mit Ihrer Bank sprechen.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihre Krypto-Börse: Informieren Sie sie über den Betrug. Viele Banken bieten sofortige Kontosperrung oder Rückbuchungen an, wenn der Betrug nachgewiesen werden kann.
- Rechtliche Schritte einleiten: Melden Sie den Vorfall bei der Polizei und lassen Sie sich von einem Anwalt beraten. Sie haben das Recht, Schadensersatz zu fordern, wenn Sie Beweise vorlegen können.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Angebote von „Anwälten“ oder „Forensik-Experten“, die Geld im Voraus verlangen, sind in der Regel Teil des Betrugs. Schließen Sie sich nicht an und melden Sie die Angebote ggf. bei der Polizei.
Fazit
BigMilkyWay (bigmilkyway.org) ist ein klassischer Krypto-Betrug, der auf falschen Versprechen, manipulierten Gewinnanzeigen und einer ausgeklügelten Kundenakquise basiert. Mit dem Wissen um die typischen Muster können Sie sich schützen und verhindern, dass Sie Opfer werden.
Wenn Sie weitere Fragen haben oder Hilfe benötigen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Das Netzwerk hinter bigmilkyway.org
BigMilkyWay ist Teil eines Netzwerks von 38 ähnlichen Plattformen, die dieselben Hintermänner, geteilte Serverinfrastruktur und wiederkehrende Re-Branding-Muster nutzen.

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und 32 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei bigmilkyway.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.