Asset Core Capital (assetcorecapital.com.realimpactfx.org): seriös oder Betrug?

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·4 Min. Lesezeit·
Teilen:

Asset Core Capital (assetcorecapital.com.realimpactfx.org) ist ein betrügerisches Anlageangebot. Die Plattform verspricht unrealistische Renditen und nutzt Krypto-Transaktionen, um die Spuren zu verwischen.

Screenshot der Webseite Realimpactfx (assetcorecapital.com.realimpactfx.org)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite assetcorecapital.com.realimpactfx.org

Warum assetcorecapital.com.realimpactfx.org unseriös ist

Asset Core Capital präsentiert sich als moderne Investment-Plattform mit Fokus auf Krypto-Investment, Forex-Trading, Binary-Optionen und CFD. Doch eine gründliche Analyse der verfügbaren Daten offenbart gravierende Unstimmigkeiten. Erstens fehlt jede Art von Handelsregistrierung oder Aufsichts-Lizenz: weder Handelsregisternummer noch Angaben zu einer Aufsichtsbehörde. Ein seriöser Broker müsste nachweislich bei einer nationalen Finanzaufsicht registriert sein. Zweitens wird eine Rendite von 50 % pro Woche versprochen, ohne die Quelle oder die Berechnungsmethodik offenzulegen. Solch ein Versprechen ist mit einer Rendite von 260 % pro Monat finanziell unrealistisch und deutet auf manipulierte Zahlen hin. Drittens akzeptiert die Plattform ausschließlich Kryptowährungen (Bitcoin, Ethereum, Litecoin, XRP) als Einzahlungsmittel. Diese Wahl dient nicht der Kundensicherheit, sondern erleichtert die Verschleierung von Geldflüssen und erschwert die Rückverfolgung durch Behörden. Schließlich fehlen jegliche Kunden-Testimonials, Zertifizierungen oder Trustpilot-Bewertungen: alles, was bei einer legitimen Plattform vorhanden wäre, um Vertrauen aufzubauen. Diese Kombination aus fehlenden Regulierungsnachweisen, unrealistischen Renditeversprechen und ausschließlich kryptografischen Einzahlungen ist ein starkes Indiz dafür, dass assetcorecapital.com.realimpactfx.org keine seriöse Investment-Plattform ist.

Wie der Betrug bei assetcorecapital.com.realimpactfx.org abläuft

1. Erster Kontakt und Lockangebot

Opfer werden häufig durch gezielte Werbung auf Social-Media-Plattformen, wie Instagram, Facebook oder TikTok, angesprochen. Die Anzeigen zeigen vermeintlich erfolgreiche Investoren, die von „Profit-Gewinnen“ berichten, die ohne Risiko erzielt wurden. In vielen Fällen handelt es sich um gefälschte Profile oder Bots. Sobald ein Interessent auf das Angebot klickt, wird er zu einer Landing-Page weitergeleitet, die einen klaren Aufruf zum Handeln enthält: „Starten Sie noch heute mit einer Einzahlung von 1.000 € und sichern Sie sich 20 % Bonus.“ Diese Einstiegssumme ist bewusst niedrig, um die Hemmschwelle für das erste Risiko zu senken. Gleichzeitig wird betont, dass das Angebot zeitlich begrenzt sei, obwohl keine wirkliche Dringlichkeit besteht. Die Kombination aus niedrigem Einstieg, scheinbarer Dringlichkeit und scheinbaren Erfolgen erzeugt eine psychologische Lockfalle, die den Betroffenen in die Plattform lockt.

2. Vorgetäuschte Gewinne

Nach der ersten Einzahlung zeigt die Web-App des Brokers sofort einen Gewinn von etwa 1.500 €: ein 50 %er Zuwachs innerhalb weniger Tage. Diese Zahlen werden in Echtzeit generiert, ohne dass echte Handelsaufträge an Börsen ausgeführt werden. Es handelt sich lediglich um manipulierte Kontostände, die von einer zentralen Datenbank erzeugt werden. Die Plattform nutzt dabei ein Dashboard, das den Anschein von Transparenz erweckt, während die zugrunde liegende Logik völlig gefälscht ist. Der Betreiber nutzt die Illusion von „Live-Trade-Aktivitäten“, um das Vertrauen zu festigen und die Benutzer zu ermutigen, weiter zu investieren.

3. Drängen zu weiteren Einzahlungen

Sobald ein Kunde positive Rückmeldungen auf die ersten „Gewinne“ erhält, wird ihm ein persönlicher „Account-Manager“ zugewiesen. Durch regelmäßige Nachrichten, oft über WhatsApp oder Telegram, wird die Beziehung vertieft. Der Manager verspricht exklusive Vorteile: höheres Hebel-Verhältnis, garantierte Renditen von 30 % monatlich, Zugang zu vermeintlichen IPO-Chancen. Diese Versprechen werden mit gefälschten „Mit-Anleger-Stories“ untermauert. Der Kunde wird zudem mit Zeitdruck konfrontiert: beispielsweise „Nur noch heute können Sie 5.000 € investieren und erhalten 500 € Bonus“. Der Drang, mehr Geld zu investieren, um von den angeblichen Boni zu profitieren, führt oft zu Summe­n von 10.000 € bis zu 500.000 €. Diese Phase des Scams ist darauf ausgelegt, die emotionalen und finanziellen Bindungen zu verstärken.

4. Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Wenn der Betrugsversucher schließlich versucht, Gewinne auszuzahlen, wird er mit einer Reihe von „Verwaltungsgebühren“ konfrontiert. Typische Forderungen lauten:

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung ans Finanzamt
  • Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr

Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Diese Gebühren-Falle ist die letzte Melkphase des Scams: Sobald Sie die Gebühren bezahlen, verschwindet das angebliche Guthaben, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Sie verlieren zusätzlich das Geld, das Sie für die Gebühren ausgegeben haben, und Ihre ursprüngliche Einzahlung ist ebenfalls verschwunden.

5. Recovery-Scam-Nachfolge

Nach ersten Verlusten tauchen häufig Dritte auf, die sich als „Anwälte“, „Behörden-Mitarbeiter“ oder „Krypto-Forensiker“ ausgeben. Sie versprechen, das verlorene Geld zurückzuholen, und fordern dafür Vorauszahlungen für „Rechtsberatung“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriff“. Diese „Recovery-Scams“ sind in der Regel dieselben Täter, die die ursprüngliche Plattform betrieben haben, und dienen dazu, die Opfer noch mehr Geld zu kosten. Seriöse Anwälte oder Behörden werden NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram Kontakt aufnehmen. Jede Bitte um Vorauszahlung ist ein klares Warnsignal.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede zusätzliche Einzahlung ist ein weiteres Opfer von Betrug.
  2. Beweise sichern: Speichern Sie alle E-Mails, Chat-Logs, Zahlungsbestätigungen und Bildschirmfotos. Diese können später als Grundlage für Ermittlungen dienen.
  3. Bank oder Krypto-Börse informieren: Melden Sie die Transaktionen Ihrer Bank bzw. der Plattform, über die Sie die Kryptowährungen getauscht haben. Fordern Sie Rückbuchungen an, wenn möglich.
  4. Strafanzeige erstatten: Reichen Sie bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder bei der Bundeskriminalamt-Einheit für Finanzkriminalität eine Anzeige ein. Ihre Erfahrung trägt zur Aufdeckung des Netzwerks bei.
  5. Recovery-Scams ignorieren: Jede Aufforderung, Geld zu überweisen, um das verlorene Geld zurückzuerhalten, ist ein weiterer Betrugsschritt. Setzen Sie sich nicht mit den angeblichen „Experten“ in Verbindung.

Fazit

Asset Core Capital (assetcorecapital.com.realimpactfx.org) ist ein klar erkennbarer Betrugsversuch. Die Kombination aus fehlenden Regulierungsnachweisen, unrealistischen Renditeversprechen, ausschließlich kryptografischen Einzahlungen und einer ausgeklügelten Manipulationsstrategie macht das Angebot eindeutig unseriös. Indem Sie die beschriebenen Schritte beachten und sofort handeln, können Sie weitere Verluste verhindern und Ihre Chance erhöhen, rechtliche Schritte einzuleiten.

Das Netzwerk hinter Asset Core Capital

Asset Core Capital ist Teil eines Netzwerks von 59 ähnlichen Plattformen, was auf ein gemeinsames Management und geteilte Infrastrukturen hindeutet.

und 53 weitere technisch verbundene Seiten.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei assetcorecapital.com.realimpactfx.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei assetcorecapital.com.realimpactfx.org
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

Kontakt

Anfrage stellen

Schildern Sie kurz, was passiert ist. Sie bekommen eine Rückmeldung mit erster Einschätzung und Empfehlung, wie es weitergeht.

Vertraulich · Berufliche Verschwiegenheit · Unverbindlich

Kurz schildern

Ein paar Angaben genügen. Danach melden wir uns mit einer ersten Einschätzung.

Vertraulich · Unverbindlich

Bei Realimpactfx Geld verloren?

Kostenlose Fall-Prüfung in 24h

Prüfen