Capitalsafe (capitalsafe.org): Was steckt dahinter?
Capitalsafe ist ein betrügerisches Krypto- und Trading-Plattform, die Anlegern unrealistische Renditen verspricht und keine regulatorische Zulassung besitzt.

Achtung
Betrugsverdacht
Ermittler-Erfahrung als Grundlage
Ich war fünf Jahre bei der Polizei tätig und zuletzt in einer Spezialeinheit als Finanzermittler. In dieser Rolle habe ich mehr als 500 Fälle von Anlagebetrug verfolgt und war verantwortlich für die Verfolgung von Geldern in der Blockchain. Diese Erfahrung bildet die Basis meiner Analyse von Capitalsafe. Ich kenne die typischen Muster, die Betrüger nutzen, um Vertrauen zu erwecken und Gelder zu erlangen. Mit diesem Hintergrund kann ich die Indizien auf der Website genau prüfen und aufzeigen, wie die Plattform potenzielle Opfer manipuliert.
Warum capitalsafe.org unseriös ist
Die Plattform capitalsafe.org präsentiert sich als „Crypto-Exchange“ und bietet neben Kryptowährungen auch Forex, Landwirtschaft, Öl & Gas, Immobilien, Renten- und Versicherungsdienstleistungen sowie Gold an: ein breites Portfolio, das bei einer regulierten Börse ungewöhnlich wäre. Die Unternehmensangaben zeigen keine Handelsregisternummer und keine Aufsichtsbehörde; es fehlen auch E-Mail, Telefon und Adresse. Das Fehlen einer Registrierung und einer Lizenz ist ein klares Indiz für eine nicht regulierte Operation.
Der Mindestbetrag für eine Einzahlung beträgt 50 € und die Plattform verspricht 10 % nach 24 Stunden. Eine Rendite dieser Größe innerhalb eines Tages ist nicht nur unrealistisch, sondern ein klassischer Anreiz, um schnelle, impulsive Entscheidungen zu provozieren. Auf der Website werden keine Zahlungsmethoden aufgeführt: weder Banküberweisung noch Kreditkarte. Ebenso fehlt jede Angabe zu Bonusprogrammen, obwohl ein Bonus versprochen wurde. Die Testimonials auf der Seite nennen Christopher Wagner, David Reed und Niel Elamir, jedoch sind diese Personen nicht überprüfbar. Die Plattform gibt an, seit 8 Jahren tätig zu sein und 49 742 Kunden zu haben, doch ohne Belege lässt sich das nicht bestätigen.
Die „Awards“ 371 und 182 erscheinen ohne Kontext; es gibt keine bekannten Zertifizierungen mit solchen Nummern. Auf der Seite gibt es keine Trustpilot-Bewertungen. Die Sprache der Seite verspricht garantierte Renditen, behauptet unrealistische Geschwindigkeit und nutzt die Namen von Prominenten, ohne deren Zustimmung. Solche Aussagen sind typische Markenzeichen von Betrug, weil sie rechtlich unhaltbar sind.
So wird die Capitalsafe-Falle gestellt
Wie der Kontakt typischerweise entsteht
Die Erstkontakt-Wege sind sehr unterschiedlich: über Werbeanzeigen, Suchmaschinen-Treffer, persönliche Empfehlungen, Cold-Calls oder eigene Online-Recherchen. Das Vorgehen der Täter hinter diesen Wegen ist aber immer dasselbe. Die Plattform wird professionell präsentiert, um Vertrauen zu erzeugen.
Die erste Einzahlung und das gezeigte Wachstum
Zunächst wird eine kleine Einzahlung von etwa 250 € verlangt. Nach der Einzahlung erhalten die Betroffenen Zugang zu einer angeblichen Handelsplattform. Dort werden in kurzer Zeit hohe Gewinne angezeigt. Diese Zahlen sind nicht real, sondern von der Software generiert und dienen lediglich dazu, weitere Einzahlungen zu provozieren.
Der persönliche „Berater“
Den Investoren wird ein persönlicher Berater zugewiesen, der per E-Mail, Telefon oder WhatsApp Kontakt hält. Der Berater gibt regelmäßig neue Gewinnzahlen an und drängt die Betroffenen, mehr einzuzahlen, um die Renditen zu sichern. Diese persönliche Bindung senkt die Hemmschwelle, weiteres Geld zu transferieren.
Die Gebühren-Falle bei der Auszahlung
Wenn die Betroffenen ihre Gewinne auszahlen lassen wollen, werden plötzlich Gebühren verlangt. Diese werden als Transaktionsgebühr, Versicherungsgebühr oder aus Gründen von Geldwäscheverdacht deklariert. Selbst nach Bezahlung dieser Gebühren entstehen weitere Forderungen. Kein seriöser Anbieter würde solche Gebühren erheben. Außerdem werden gefälschte Garantien, Zertifikate und Personalausweise des „Beraters“ präsentiert, die in Wirklichkeit Ausweise anderer Betroffener sind.
Der Recovery-Scam im Nachhinein
Später melden sich Dritte und behaupten, sie könnten das Geld zurückholen. Sie geben sich als BaFin, FCA, Polizei oder Blockchain.com aus. Tatsächlich handelt es sich um dieselben Täter, die weiterhin Geld von den Betroffenen erhalten wollen. Die Handelsplattform ist von den Tätern selbst betrieben, die Gewinne sind Fake, das Geld wurde nie investiert sondern direkt abgezogen.
Das Netzwerk hinter Capitalsafe
Capitalsafe ist Teil eines Netzwerks von 59 weiteren Plattformen, was auf gemeinsame Hintermänner und geteilte Infrastruktur hindeutet.

Abbeyshirefinance
abbeyshirefinance.com

Dentoolsshop
anabrokaz.com.dentoolsshop.com

Realimpactfx
assetcorecapital.com.realimpactfx.org

Astridglobalin
astridglobalin.com

Autotradersmarket
autotradersmarket.com

Avextrade
avextrade.com
und 53 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei capitalsafe.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.