Warnung vor Clonariq (clonariq.org): Betrugsmasche und Auszahlungen blockiert
Clonariq ist ein betrügerisches Investmentportal, das Nutzer mit unrealistischen Renditen lockt und anschließend ihre Gelder verschleiert.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum clonariq.org unseriös ist
Die Analyse von Clonariq.org offenbart mehrere kritische Inkonsistenzen. Erstens fehlt jede Form von Registrierung: Auf der Website ist weder eine Handelsregisternummer noch eine Angabe einer Aufsichtsbehörde vorhanden. Ohne eine gültige Lizenz kann ein Broker keine rechtmäßigen Finanzdienstleistungen erbringen.
Zweitens wird ein unrealistisches Renditeversprechen von „2,14 % nach 24 Stunden“ propagiert, ohne eine Quelle oder nachvollziehbare Berechnung. Solche Versprechen sind in der Finanzwelt ein klarer Hinweis auf manipulierte Daten.
Drittens nutzt Clonariq keine gängigen Zahlungsmethoden, weder Banküberweisung noch Kreditkarte. Die fehlenden Zahlungsoptionen verhindern die Kontrolle von Transaktionen und lassen den Betrüger ungestört handeln.
Viertens werden angebliche Auszeichnungen wie „BTC TradeON Summit 2017“ oder „AZTOMARKETS EXPO Dubai 2019“ als Beweis für Seriosität angeführt, obwohl diese Events keine regulatorische Legitimation bieten.
Schließlich gibt es keine Kontaktinformationen: weder E-Mail, noch Telefon, noch Adresse. Ein seriöser Broker stellt solche Angaben offen, damit Kunden im Streitfall Kontakt aufnehmen können. Das Fehlen dieser Daten ist ein starkes Warnsignal.
Wie der Betrug bei clonariq.org abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot
Zuerst erreicht der Betrüger den potenziellen Kunden über gezielte Online-Werbung. In diesem Fall nutzt Clonariq Instagram und TikTok, um „Krypto-Investment“ und „Forex-Trading“ zu bewerben. Die Anzeigen versprechen schnelle Gewinne von 2,14 % innerhalb von 24 Stunden. Sobald das Interesse geweckt ist, wird der Nutzer zu einem kostenlosen Testkonto eingeladen, bei dem eine Mindesteinzahlung von 150 € erforderlich ist. Diese geringe Summe senkt die psychologische Hemmschwelle, sodass die Person schneller bereit ist, ihr Geld zu investieren.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform dem Nutzer ein Dashboard mit scheinbaren Kursgewinnen. Die Zahlen werden in Echtzeit aktualisiert, obwohl keine echten Trades an einer Börse stattfinden. Die Software generiert lediglich zufällige Gewinne, um Vertrauen zu schaffen. Der Nutzer sieht, wie 150 € in wenigen Tagen auf 300 € anwachsen, und wird dadurch ermutigt, mehr zu investieren.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Ein angeblicher „Account-Manager“ tritt in Kontakt und verspricht exklusive Boni, wie z. B. einen 1:500-Hebel oder einen „10 % Referral Bonus“. Durch Social-Proof-Techniken, wie gefälschte Testimonials, und Zeitdruck-Taktiken („Nur heute“) wird der Investor dazu gebracht, zusätzliche Mittel zu transferieren. Oft steigt die Summe von einigen hundert Euro auf mehrere tausend Euro.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Nutzer nun seine Gewinne auszahlen möchte, erscheint ein neues Fenster mit einer Liste von Gebühren.
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Sobald der Nutzer diese Gebühren bezahlt, bleibt sein Geld auf dem Konto, und es kommt keine Auszahlung.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach der ersten Zahlung von Gebühren melden sich häufig Dritte: angebliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“. Sie behaupten, das Geld könne wiederhergestellt werden, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Personen sind in der Regel Teil der gleichen betrügerischen Gruppe und verkaufen die Opferdaten an andere Plattformen. Ein echter Anwalt oder eine offizielle Behörde kontaktiert Sie niemals unaufgefordert via WhatsApp oder Telegram.
Das Netzwerk hinter clonariq.org
Clonariq ist Teil eines Netzwerks von 39 weiteren Plattformen, die dieselben Betreiber und technische Infrastrukturen nutzen. Dieses Vorgehen deutet auf ein systematisches Vorgehen hin, bei dem nach dem Auffliegen einer Plattform schnell ein Re-Branding erfolgt. Die Betreiber wechseln häufig die Domainnamen, doch die Server-IP-Adressen und die Backend-Architektur bleiben identisch. Dadurch lassen sich mehrere Plattformen gleichzeitig betreiben, ohne dass die Behörden den Betreibern sofort folgen können.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede zusätzliche Einzahlung erhöht Ihr Risiko, Ihr Geld zu verlieren.
- Beweise sichern: Speichern Sie sämtliche E-Mails, Screenshots, Kontoauszüge und Nachrichten. Diese Dokumente sind entscheidend, wenn Sie später Strafanzeige erstatten.
- Bank oder Krypto-Börse informieren: Setzen Sie sich umgehend mit Ihrer Bank oder der Krypto-Börse in Verbindung, über die Sie die Einzahlung getätigt haben, und melden Sie den Vorfall.
- Strafanzeige erstatten: Melden Sie den Betrug bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder beim Finanzamt. Geben Sie alle gesammelten Beweise an.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Kontaktieren Sie keine angeblichen Anwälte oder Forensiker, die Sie per Nachricht auffordern, Vorauszahlungen zu leisten. Diese Personen sind Teil der Betrugskette.
Fazit
Clonariq.org ist ein klar identifizierbarer Betrug, der auf manipulierten Daten, fehlenden Lizenzen und gezielter Manipulation basiert. Durch die systematische Nutzung eines Netzwerks von 39 Plattformen gelingt es den Tätern, ihre Opfer mehrfach zu täuschen. Wenn Sie bereits mit Clonariq in Kontakt waren, handeln Sie jetzt und sichern Sie sich Ihre Rechte.
Das Netzwerk hinter Clonariq
Clonariq ist Teil eines Netzwerks von 39 weiteren Plattformen, die dieselben Betreiber und technische Infrastrukturen nutzen. Dieses Vorgehen deutet auf ein systematisches Vorgehen hin, bei dem nach dem Auffliegen einer Plattform schnell ein Re-Branding erfolgt.

Apex Holding
apex-holding.org

Aureclimited
aureclimited.org

Autofxearners
autofxearners.live

Autos Finance
autos-finance.net

Blueberryinvtrading
blueberryinvtrading.com

Chainlinkaitrade
chainlinkaitrade.com
und 33 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei clonariq.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.