Forthash (forthash.org): Warnung vor dem angeblichen Investment
Forthash (forthash.org) stellt sich als Investmentplattform dar, doch die Daten zeigen eindeutig betrügerische Absichten. Wir haben die Fakten systematisch ausgewertet und den Betrugsmechanismus entschlüsselt.

Achtung
Betrugsverdacht
In meinen fünf Jahren bei der Polizei, zuletzt als Finanzermittler in einer Spezialeinheit, habe ich über 500 Anlagebetrugsfälle verfolgt. Besonders die Verfolgung von Blockchain-Geldern hat mir gezeigt, wie skrupellose Betreiber ihre Opfer täuschen. Diese Erfahrung bildet die Grundlage für die Analyse von Forthash (forthash.org). Ich kenne die Muster, die Betrüger nutzen, um Vertrauen zu gewinnen und anschließend Geld zu entwenden. Meine Ermittlungen haben häufig auf fehlende Regulierungsnachweise, falsche Lizenzangaben und manipulierte Gewinne hingewiesen. Mit diesem Wissen setze ich mich dafür ein, potenzielle Investoren vor solchen Gefahren zu schützen.
Warum forthash.org unseriös ist
Die Plattform liefert keine Registrierungsnummer. Auf der Website ist keine Aufsichtsbehörde angegeben. Das Fehlen eines gültigen Lizenznachweises ist ein klares Signum. Forthash behauptet, 300 % Rendite nach einem Monat zu bieten. Diese Versprechen sind unrealistisch. In der Finanzwelt ist eine Rendite von 300 % innerhalb von 30 Tagen ausgeschlossen. Die Plattform bietet keine Zahlungswege an: weder Banküberweisung, noch Kreditkarte, noch Krypto. Keine Kontaktinformationen existieren. Nur ein leeres Kontaktfeld. Die angeblichen Testimonials: Ron DiCicco, Diane Podmanik, Joe Tantillo: sind nicht verifizierbar. Sie tauchen nicht in öffentlichen Registern oder Medien auf. Die Plattform listet keine Zertifikate, Auszeichnungen oder regulatorische Bestätigungen. Der gesamte Angebotsmix (Forex, Krypto, Pensionsfonds) ist ohne klare Preisstruktur. Das Fehlen von Jahreszahlen, Gründungsdaten oder einer klaren Geschäftsadresse verstärkt die Verdachtsmomente. In Summe weisen die Daten auf ein Muster hin, das typisch für betrügerische Investmentplattformen ist.
Wie der Betrug bei forthash.org abläuft
Erster Kontakt + Lockangebot
Cold-Calls von angeblichen „Anlageberatern“ tauchen häufig auf. Die Telefonate beginnen mit einem freundlichen Pitch. Der Gesprächspartner verspricht hohe Renditen. Anschließend wird ein kurzer Online-Test angefordert. Die Seite fordert einen minimalen Betrag von 50 € an. Dieser Betrag dient als „Probetransaktion“. Die geringe Summe senkt die psychologische Hemmschwelle. Gleichzeitig wird ein Gefühl der Dringlichkeit erzeugt, obwohl keine echte Notwendigkeit besteht. Durch gezielte Social-Media-Anzeigen werden potenzielle Opfer angesprochen. Die Bilder zeigen glückliche Menschen mit vermeintlich hohen Gewinnen. Diese Technik ist klassisch für erste Kontaktpunkte.
Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform eine grafische Oberfläche. Dort werden Gewinne in Echtzeit angezeigt. Die Zahlen steigen, als wären echte Trades ausgeführt worden. Die Software erzeugt simulierte Trades, die keine Verbindung zu realen Börsen haben. Es gibt keine Orderbücher, keine Transaktionshistorien. Die Plattform nutzt ein Dashboard, das zufällige Gewinnwerte generiert. Die Darstellung ist überzeugend. Der Benutzer glaubt, das Geld habe sich vermehrt. Das Vertrauen wird dadurch gefestigt. Gleichzeitig werden keine Belege für die Transaktionen bereitgestellt.
Drängen zu weiteren Einzahlungen
Ein persönlicher „Account-Manager“ übernimmt. Er nutzt E-Mail oder WhatsApp. Durch regelmäßige Updates werden weitere Investitionsmöglichkeiten präsentiert. Der Manager betont exklusive VIP-Konten, Hebel-Boni von 1:500, garantierte Gewinne und angeblich „Insider-Tipps“. Er setzt Zeitlimits („nur heute“) und schafft künstliche Verknappung. Social-Proof-Elemente werden eingebaut: gefälschte Erfolgsgeschichten von „anderen Anlegern“. Durch diese Methoden wird das Opfer dazu verleitet, zusätzliche Mittel in den 5.000-50.000 €-Bereich zu investieren. Einige Fälle erreichen sogar mehr als 500.000 €. Der Manager nutzt psychologische Taktiken wie das „Foot-in-the-door“-Prinzip.
Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn das Opfer nun seine Gewinne auszahlen will, tauchen sofort Gebühren auf. Die Plattform verlangt folgende Kosten:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen häufig Dritte auf. Anwalts- oder Behörden-Mitarbeiter stellen sich vor, als wären sie offiziell. Sie bieten „Rechtsberatung“ an. Ebenso kommen angebliche „Krypto-Forensiker“, die eine eigene Wallet-Wiederherstellungs-Software besitzen. Sie behaupten, das Geld könne zurückgeholt werden. Dafür verlangen sie Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“, „Server-Zugriffe“. Die Forderungen sind gleich, wie bei der vorherigen Phase. Hinter allem stehen dieselben Täter, die die Opferdaten verkaufen. Ein echter Anwalt oder eine echte Behörde meldet sich nie per WhatsApp oder Telegram unaufgefordert.
Das Netzwerk hinter forthash.org
Forthash (forthash.org) ist Teil eines Netzwerks von 39 weiteren Plattformen. Diese Seiten teilen häufig Domain-Registrierungen, Server-Standorte und Marketingmaterialien. Solche Verbindungen deuten auf ein zentrales Betrugsnetzwerk hin. Die Betreiber nutzen dieselben IPs und Code-Snippets. Durch Re-Branding und schnelle Domain-Änderungen vermeiden sie regulatorische Maßnahmen. Das Muster ist identisch: fehlende Lizenz, falsche Renditeversprechen, manipulierte Gewinne, gefälschte Testimonials, gefällige Gebühren. Opfer sollten daher jede Plattform im Netzwerk prüfen.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Sobald die ersten Gewinne angezeigt werden, prüfen Sie die Transaktionsdetails. Keine weiteren Einzahlungen sollten erfolgen.
- Behalten Sie sämtliche Kommunikation bei. Screenshots, E-Mails und Chat-Protokolle sind Beweismaterial. Bewahren Sie sie sicher auf.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Krypto-Börse. Informieren Sie sie über mögliche betrügerische Transaktionen. Fragen Sie nach Rückbuchung oder Sperrung der Konten.
- Erstatten Sie Strafanzeige bei der lokalen Polizei oder bei der Bundesnetzagentur. Geben Sie alle gesammelten Beweise an. Die Ermittler können weitere Opfer schützen.
- Ignorieren Sie Recovery-Scammer. Seriöse Anwälte oder Behörden melden sich nicht per WhatsApp. Jede Aufforderung zur Vorauszahlung ist ein klarer Betrugstaktik.
Wenn Sie Hilfe benötigen, wenden Sie sich an die Hotline der Bundesnetzagentur oder an die Polizei. Wir stehen bereit, um Sie zu unterstützen und die Täter zu verfolgen.
Das Netzwerk hinter forthash.org
Die Plattform ist Teil eines Netzwerks von 39 weiteren Websites, die häufig gemeinsame Server, Domain-Registrierungsdaten und Marketingmaterialien teilen. Solche Verbindungen deuten stark auf ein koordinierter Betrugsnetzwerk hin.

Apex Holding
apex-holding.org

Aureclimited
aureclimited.org

Autofxearners
autofxearners.live

Autos Finance
autos-finance.net

Blueberryinvtrading
blueberryinvtrading.com

Chainlinkaitrade
chainlinkaitrade.com
und 33 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei forthash.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.