EQUINITI FINANCIAL SERVICES LIMITED (dwg-fin.pro)
Sie haben bereits ein Konto eröffnet und Geld investiert: doch plötzlich stehen Ihre Einzahlungen fest und Sie erhalten keine Rückzahlung. Das ist kein Missverständnis, sondern ein klar erkennbarer Betrug.

Achtung
Betrugsverdacht
Sie: der Betroffene
Stellen Sie sich vor, Sie haben gerade einen Freund oder einen Bekannten getroffen, der Ihnen von einer scheinbar lukrativen Anlagemöglichkeit berichtet. Sie sind neugierig, weil die versprochenen Renditen höher zu sein scheinen als bei traditionellen Anlagen. Sie entscheiden sich, ein kleines Startkapital einzuzahlen: und schon bald sehen Sie auf dem Bildschirm steigende Zahlen. Doch dann kommt die Realität: Ihre Auszahlung wird verweigert, Sie erhalten nur vage Ausreden. Sie fühlen sich betrogen, verwirrt und hilflos. Das ist die Realität, mit der viele von Ihnen konfrontiert sind, wenn sie auf Plattformen wie dwg-fin.pro treffen.
Warum dwg-fin.pro unseriös ist
Die Analyse von dwg-fin.pro offenbart mehrere kritische Inkonsistenzen, die eindeutig auf betrügerische Absichten hinweisen. Erstens fehlt jegliche Angabe einer Aufsichtsbehörde oder Lizenznummer. In einer regulierten Branche wie dem Krypto- und Forex-Handel ist die Angabe einer gültigen Lizenz zwingend erforderlich: sonst kann die Plattform keine echten Finanzgeschäfte abwickeln. Zweitens wird die Adresse „Highdown House, Yeoman Way, Worthing“ genannt, obwohl es keine registrierte Firma unter diesem Namen im britischen Handelsregister gibt. Drittens bieten sie Banküberweisung und Kreditkarte als Zahlungsoptionen an, aber die Website enthält keine klaren Informationen zu Sicherheitsstandards, zum Beispiel SSL-Zertifikate oder Datenschutzrichtlinien. Schließlich gibt es keinerlei Hinweise auf ein echtes Handelssystem: keine verifizierten Konten, keine Transaktionshistorie, keine Verbindung zu einer regulierten Börse. Diese Punkte deuten eindeutig darauf hin, dass die Plattform lediglich ein Fass ohne Inhalt ist: ein Mechanismus, um Geld zu sammeln und es anschließend zu verschleppen.
Die behauptete Geschäftsadresse
Die Website nennt die Adresse „Highdown House, Yeoman Way, Worthing, West Sussex, United Kingdom, BN99 3HH“. In den Handelsregisterdaten des Vereinigten Königreichs ist dort keine Firma mit dem Namen EQUINITI FINANCIAL SERVICES LIMITED verzeichnet. Zudem fehlt jede Angabe zu einer Handelsregisternummer oder einer Aufsichtsbehörde. Das lässt stark darauf schließen, dass die Adresse nur als Tarnung dient.
Unter der angegebenen Anschrift im Vereinigten Königreich liegt zwar ein Bürogebäude (yes) ("Highdown House"), doch eine konkrete Geschäftspräsenz dieses Anbieters lässt sich nicht nachweisen.
Auffällig ist insbesondere ein deutlicher Bruch in der Infrastruktur. Der Hosting-Anbieter ist in den USA registriert, der behauptete Sitz liegt dagegen im Vereinigten Königreich. Solche Diskrepanzen sind ein typisches Merkmal betrügerischer Plattformen, die hinter ausländischer Hosting-Infrastruktur eine seriöse Adresse vortäuschen.
- Adresse
- Vereinigtes Königreich
- Server-Standort
- unbekannt
- Telefon-Vorwahl
- Vereinigtes Königreich
Wie der Betrug bei dwg-fin.pro abläuft
Schritt 1: Der erste Kontakt: Lockangebot
Betrüger nutzen gezielt Social-Media-Kanäle, um potenzielle Opfer zu erreichen. Auf Instagram, TikTok und Facebook finden sich häufig „Trading-Gurus“, die scheinbar hohe Gewinne mit minimalem Risiko versprechen. Oft wird ein vermeintlicher „Anlageberater“ in einem kurzen Video vorgestellt, der von einem „Experten“ aus dem Vereinigten Königreich behauptet, über jahrelange Erfahrung zu verfügen. Diese Videos enthalten häufig keine echten Identifikationsdaten: nur ein generisches Profilbild und eine Telefonnummer, die zu keiner realen Firma führt. Der erste Kontakt erfolgt meist über Direktnachrichten oder einen Link zu einer Landing Page, auf der ein kleines, scheinbar risikoarmes Angebot präsentiert wird, etwa ein Startkapital von 250 Euro, das in kurzer Zeit in 800 Euro wachsen soll. Durch diesen niedrigen Einstiegspunkt senken die Betrüger die psychologische Hemmschwelle: Sie erscheinen vertrauenswürdig, weil die erste Investition so gering ist.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Sobald Sie Ihr Geld eingezahlt haben, sehen Sie auf der Plattform eine ansprechende Dashboard-Übersicht. Dort werden Gewinne aus dem Handel angezeigt, die in Echtzeit steigen. Diese „Gewinne“ entstehen jedoch nicht durch echte Trades an einer regulierten Börse; vielmehr handelt es sich um simulierte Daten, die in einer Web-App vorgegeben sind. Die Plattform nutzt keine echte Orderbuch-API, sondern erzeugt Zufallszahlen, die den Eindruck von Profitabilität erwecken. Dieses Vorgehen ist typisch für Betrugsplattformen: Sie zeigen fiktive Renditen, um das Vertrauen der Anleger zu gewinnen und sie dazu zu bewegen, mehr Geld einzuzahlen.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Nach der ersten Phase bauen die Betrüger eine persönliche Beziehung auf. Ein angeblicher „Account-Manager“ kontaktiert Sie per E-Mail oder Telefon und lobt Ihre ersten Erfolge. Er bietet Ihnen dann „VIP-Konten“ an, die angeblich einen Hebel von 1 : 500, garantierte Profite und exklusive Zugänge zu IPOs ermöglichen. Diese Versprechen sind jedoch reine Fantasie. Durch gezielte psychologische Taktiken: Zeitlimits („nur heute“), künstliche Verknappung („nur noch 50 Plätze“) und Social Proof („hier sind die Erfolge einiger unserer Kunden“): werden Sie dazu bewegt, noch größere Summen von 5.000 bis 50.000 Euro oder sogar mehr einzuzahlen. Die Betrüger nutzen die anfängliche Freude über scheinbare Gewinne, um Ihr Vertrauen zu vertiefen und weitere Betrugsschleifen zu starten.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn Sie schließlich Ihre Gewinne auszahlen lassen möchten, wird die Plattform plötzlich mit einer Reihe von Gebühren betraut. Hier ist die zentrale Falle: Sie werden aufgefordert, verschiedene „Gebühren“ zu bezahlen, bevor die Auszahlung erfolgt. Typische Fake-Gebühren sind:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen „Gewinne“ existieren nicht real; wenn Sie diese Gebühren bezahlen, verlieren Sie zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten werden Sie oft von Dritten kontaktiert, die sich als „Anwälte“, „Behörden-Mitarbeiter“ oder „Krypto-Forensiker“ ausgeben. Sie behaupten, das Geld zurückholen zu können, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Versprechen steckt in der Regel dieselbe Gruppe, die die ursprüngliche Plattform betrieben hat. Diese Nachfolge-Scams verschleiern den Betrug weiter, indem sie sich als professionelle Dienstleister ausgeben und zusätzliches Geld von bereits betrogenen Opfern einsammeln. Echte Anwälte und Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram, daher sollten Sie solche Angebote sofort ignorieren.
Das Netzwerk hinter dwg-fin.pro
EQUINITI FINANCIAL SERVICES LIMITED ist Teil eines Netzwerks von 35 Plattformen, die einander in Marketingkampagnen, Logos und sogar in der technischen Infrastruktur ergänzen. Das bedeutet, dass wenn Sie sich bei einer Plattform registrieren, die Kontaktdaten oder das Design ähnlich wie bei einer anderen Plattform sind, Sie möglicherweise in ein größeres betrügerisches System eingebunden werden. Diese Netzwerke nutzen häufig Re-Branding, um nach Auffliegen einer Seite schnell wieder aufzutauchen: oft unter einem neuen Namen, aber mit denselben Hintermännern. Für Sie als Betroffener bedeutet dies, dass Sie nicht nur bei dwg-fin.pro, sondern bei einer ganzen Gruppe von Websites gefährdet sind. Achten Sie daher bei jedem neuen Angebot auf ähnliche Muster: fehlende Lizenz, unsichere Zahlungswege, unrealistische Renditen und keine transparente Regulierung.
Was Betroffene jetzt tun sollten
-
Sofort keine weiteren Zahlungen leisten
Sobald Sie den Verdacht haben, dass es sich um einen Betrug handelt, stoppen Sie alle Transaktionen sofort. Jede weitere Einzahlung verschlechtert Ihre Lage und verschafft den Tätern mehr Geld, um weitere Opfer zu rekrutieren. -
Beweise sichern
Speichern Sie sämtliche E-Mails, Nachrichten, Bildschirmfotos und Bank- oder Kreditkartenabrechnungen. Dokumentieren Sie alle Kommunikationswege und Transaktionsdetails, denn sie sind entscheidend, wenn Sie später Strafanzeige erstatten oder rechtliche Schritte einleiten. -
Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Kreditkartenfirma
Informieren Sie Ihre Bank oder Kreditkartenanbieter sofort über den Vorfall. Fordern Sie eine Sperrung der Konten und prüfen Sie, ob eine Rückbuchung möglich ist. Auch wenn die Betrüger keine echten Transaktionen durchführen, kann Ihre Bank helfen, weitere Schäden zu verhindern. -
Rechtliche Schritte einleiten
Erstatten Sie eine Strafanzeige bei der örtlichen Polizei oder der Staatsanwaltschaft. Geben Sie dabei alle gesammelten Beweise an. In vielen Ländern können Sie auch beim Finanzmarktaufsichtsbehörde oder der entsprechenden Regulierungsbehörde eine Beschwerde einreichen. -
Ignorieren Sie Recovery-Scams
Seien Sie äußerst vorsichtig bei Anbietern, die behaupten, Ihr Geld zurückzuholen. Echte Anwälte und Behörden werden Sie niemals unaufgefordert kontaktieren und fordern keine Vorauszahlungen. Jede Forderung nach zusätzlichen Gebühren oder Zahlungen ist ein Hinweis darauf, dass es sich um einen weiteren Betrug handelt. -
Weiterführende Ressourcen nutzen
Besuchen Sie seriöse Informationsportale zum Thema Finanzbetrug, wie die Seiten von Aufsichtsbehörden oder Verbraucherzentralen. Dort finden Sie Leitfäden, Checklisten und Kontakte zu Anwälten, die sich auf Betrugsfälle spezialisiert haben. Nutzen Sie diese Ressourcen, um Ihre Rechte besser zu verstehen und sich gegen zukünftige Betrugsversuche zu schützen.
Ihr Schutzplan
- Prüfen Sie die Lizenz: Bevor Sie Geld einzahlen, kontrollieren Sie, ob die Plattform bei einer anerkannten Finanzaufsichtsbehörde registriert ist. Ohne Lizenz können keine regulierten Finanzgeschäfte abgewickelt werden.
- Vermeiden Sie persönliche Kontakte: Nutzen Sie keine persönlichen Kontakte oder „Account-Manager“, die Ihnen individuelle Renditen versprechen. Seriöse Broker arbeiten über standardisierte Plattformen und keine direkten persönlichen Beziehungen.
- Verfolgen Sie Ihre Transaktionen: Behalten Sie Ihre Einzahlungen und Auszahlungen im Blick. Nutzen Sie ein separates Bankkonto oder eine Kryptowallet, um die Herkunft und Verwendung Ihrer Gelder nachzuvollziehen.
- Kritische Analyse von Marketing: Achten Sie auf übertriebene Versprechen, fehlende Quellen und unrealistische Renditen. Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es es wahrscheinlich auch.
Fazit
Sie haben Ihr Vertrauen und Ihr Geld in dwg-fin.pro gesetzt, und nun stehen Ihre Investitionen fest. Doch Sie müssen nicht allein damit fertig werden. Mit den hier beschriebenen Schritten können Sie Ihre Rechte wahren, weitere Schäden verhindern und vielleicht sogar Ihre Verluste begrenzen. Nutzen Sie die gesammelten Beweise, suchen Sie rechtliche Unterstützung und handeln Sie jetzt: bevor das Geld endgültig verschwindet.
Das Netzwerk hinter dwg-fin.pro
EQUINITI FINANCIAL SERVICES LIMITED ist Teil eines Netzwerks von 35 Plattformen, die ähnliche Geschäftsmodelle, Logos und Marketingkampagnen teilen. Solche Netzwerke sind typisch für Betrugsgruppen, die sich gegenseitig tarnen und ihre Kunden in einer kontinuierlichen Schleife von „neuen“ Plattformen halten.

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Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei dwg-fin.pro gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.