Veloxam (h5.veloxam.io) im Faktencheck: Betrugswarnung
Veloxam ist ein betrügerisches Portal, das Anleger mit falschen Versprechen lockt und sie dann ausnutzt. Sofort handeln, um sich vor weiteren Verlusten zu schützen.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum h5.veloxam.io unseriös ist
Die Plattform bietet keinerlei Transparenz. Auf der Website fehlt eine Handelsregisternummer, eine Aufsichtsbehörde oder eine Lizenznummer. Solche Angaben sind gesetzlich vorgeschrieben und ein Mangel ist sofort ein klarer Warnhinweis. Zudem gibt es keine Kontaktdaten: weder E-Mail, Telefon noch Adresse sind vorhanden. Ohne nachvollziehbare Kontaktpunkte kann der Betreiber nicht erreichbar gemacht werden. Auch die angebotenen Dienstleistungen sind nicht definiert; es wird lediglich von „Trading“ gesprochen, ohne Details zu Märkten oder Handelsmechanismen. Die fehlenden Informationen lassen auf eine absichtliche Verschleierung schließen.
Ein weiteres Kennzeichen ist die Abwesenheit von Kundenbewertungen oder Erfahrungsberichten. Reale Broker veröffentlichen häufig Zertifikate, Auszeichnungen oder Links zu Trustpilot. h5.veloxam.io weist diese aus. Wenn ein Anbieter keinerlei Nachweis von Kundenfeedback bietet, kann er sich nicht auf die Zufriedenheit seiner Nutzer berufen. Diese Kombination aus fehlender Registernummer, fehlenden Kontaktdaten, ungeklärten Dienstleistungen und fehlender Reputation ist ein klares Signal für unseriöse Aktivitäten.
Wie der Betrug bei h5.veloxam.io abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Veloxam nutzt gezielte Online-Werbung auf Social-Media-Plattformen, insbesondere TikTok und Instagram. Dort werden angebliche „Anlageberater“ mit glänzenden Profilen und gefälschten Testimonials von bekannten Persönlichkeiten wie Frank Thelen oder Dieter Bohlen gezeigt. Diese Posts locken potenzielle Anleger mit der Aussicht auf hohe Gewinne bei minimalem Risiko. Sobald Interesse besteht, wird der Nutzer zu einer Landing-Page geführt, wo die erste Einzahlung von 250 € empfohlen wird: eine Summe, die psychologisch niedrig genug ist, um die Hemmschwelle zu senken, aber hoch genug, um den Betrüger einen ersten Gewinn zu verschaffen. Die Plattform verspricht schnelle Renditen, doch diese Versprechen basieren lediglich auf simulierten Daten.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung werden dem Nutzer fiktive Gewinne angezeigt, zum Beispiel „Aus 250 € werden in 2 Wochen 800 €“. Diese Zahlen werden durch die Software erzeugt, ohne dass echte Orders an einer Börse ausgeführt werden. Es gibt kein echtes Broker-Konto; die Plattform agiert wie eine Web-App, die hübsche Zahlen anzeigt, um Vertrauen aufzubauen. Der Nutzer glaubt, er würde tatsächlich an den Märkten handeln, während die Gewinne rein fiktiv sind.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Sobald das Vertrauen gestärkt ist, wird dem Nutzer ein „VIP-Account“ angeboten, der angeblich höhere Hebel, Boni von 1:500 und exklusive IPO-Zugänge verspricht. Der Betroffene erhält einen persönlichen „Account-Manager“, der über WhatsApp oder Telegram kontaktiert. Diese Person setzt Zeitlimits („Nur heute“) und schafft künstliche Verknappung, um den Nutzer zum schnellen Handeln zu bewegen. In vielen Fällen werden weitere Einzahlungen zwischen 5.000 € und 50.000 € verlangt, manchmal sogar über 500.000 €. Der Nutzer ist in einen Kreislauf aus Falschinformationen und psychologischer Manipulation geraten.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Sobald der Nutzer sein Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen möchte, erscheint plötzlich ein Lastschritt: mehrere Gebühren. Diese sind:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen oft vermeintliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“ auf, die versprechen, das Geld zurückzuholen. Sie verlangen Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Anfragen sind immer ein weiterer Trick, um weitere Daten und Geld zu erlangen. In der Regel handeln sie für die gleichen Täter, die zuvor die Plattform betrieben haben. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Die Plattform verlangt immer mehr Geld. Jede weitere Zahlung verschärft den Verlust.
- Beweise sichern: Screenshots von Konten, Transaktionsdetails und Kommunikation mit der Plattform sollten sofort archiviert werden. Diese Unterlagen sind entscheidend für spätere Ermittlungen.
- Bank/Krypto-Börse informieren: Setzen Sie sich umgehend mit Ihrem Bankinstitut oder der Krypto-Börse in Verbindung und melden Sie den Vorfall. Fordern Sie eine Sperrung aller offenen Transaktionen.
- Strafanzeige erstatten: Wenden Sie sich an die örtliche Polizeidienststelle oder an die Bundeskriminalamt-Spezialeinheit für Finanzermittlungen. Die Ermittler haben Erfahrung mit solchen Fällen und können bei der Aufklärung helfen.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Jegliche Forderung nach Vorauszahlungen oder zusätzlichen Gebühren ist ein weiterer Betrug. Ignorieren Sie solche Nachrichten und melden Sie sie gegebenenfalls als Phishing.
Halten Sie Ihr Geld sicher: handeln Sie sofort, wenn Sie Verdacht schöpfen. Informieren Sie sich, sichern Sie Beweise und melden Sie den Betrug.
Das Netzwerk hinter h5.veloxam.io
h5.veloxam.io ist Teil eines Netzwerks von 17 Plattformen, die dieselben Hintermänner, Infrastruktur und Re-Branding-Strategien nutzen. Diese Verbindung erhöht die Glaubwürdigkeit künstlich und erschwert es, die betrügerische Quelle zu isolieren.

Bitc Exchange
bitc-exchange.com

Biteth Exchange
biteth-exchange.com

Btcpto
btcpto.vip

Btcus Exchange
btcus-exchange.com

Ccyrpyypweb3
ccyrpyypweb3.com

Coinonenew
coinonenew.com
und 11 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei h5.veloxam.io gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.