Warnung vor Veloxam (veloxam.io): Betrugsmasche entlarvt
Veloxam (veloxam.io) ist ein betrügerisches Trading-Angebot. Stoppen Sie sofort, bevor Sie weitere Verluste erleiden.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum veloxam.io unseriös ist
Die Daten von veloxam.io zeigen sofort mehrere alarmierende Punkte. Zunächst fehlt ein Handelsregisternummer: ein Grundvoraussetzung für jede seriöse Finanzplattform. Auch die Angabe einer Aufsichtsbehörde ist leer; seriöse Broker nennen immer ihre Lizenz und die zuständige Behörde. Die Plattform bietet keine Kontaktdaten: weder E-Mail noch Telefonnummer: was ein klares Signal für fehlende Transparenz ist. Darüber hinaus gibt es keinerlei Hinweise auf eine physische Geschäftsadresse. In der Regel haben betrügerische Plattformen entweder eine falsche Adresse oder gar keine. Bei Veloxam ist das eindeutig unvorhanden.
Ein weiteres Warnsignal ist die fehlende Angabe von Zahlungsmethoden. In der Regel listen seriöse Broker klare Optionen wie SEPA, Kreditkarte oder Krypto an. Veloxam listet keine Zahlungsmethoden auf, was bedeutet, dass potenzielle Kunden nicht wissen, wie sie ihr Geld einzahlen oder abheben sollen. Das Unternehmen behauptet auch keine Lizenznummer, noch gibt es Informationen zu einer regulatorischen Genehmigung. Diese Leere ist ein starkes Indiz dafür, dass die Plattform nicht den gesetzlichen Vorgaben entspricht.
Schließlich sind die Marketingansätze von Veloxam völlig unprofessionell. Die Seite bietet keine klaren Informationen über Dienstleistungen, keine Erfahrungsberichte oder Kundenfeedback. Ohne vertrauenswürdige Referenzen und ohne transparente Geschäftsbedingungen ist die Plattform ein offensichtlicher Betrugsversuch. Alle diese Punkte zusammen zeigen, dass veloxam.io unseriös ist.
Wie der Betrug bei veloxam.io abläuft
Erster Kontakt und Lockangebot
Potenzielle Opfer werden häufig über soziale Medien wie Instagram, TikTok oder Telegram angesprochen. Die Plattform nutzt gefälschte Prominente und „Trading-Gurus“, die angeblich hohe Renditen versprechen. Oft werden kurze, emotionale Videos geteilt, die eine „Schnellgewinne“-Versprechen darstellen. Sobald jemand Interesse zeigt, erhält er einen Link zu einer Landing-Page, die ein niedriges Einstiegsinvestitionsangebot präsentiert: meist etwa 250 €: um die Hemmschwelle zu senken. Die Idee ist, dass der Nutzer glaubt, nur ein kleiner Betrag ist nötig, um in ein „sicheres“ Trading zu starten.
Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Web-App von Veloxam sofort hohe Gewinne an. Auf dem Dashboard werden fiktive Kursbewegungen und Gewinne angezeigt, die in wenigen Tagen von 250 € auf 800 € steigen. In Wirklichkeit gibt es keine echten Handelsaufträge, keine Verbindung zu einer Börse, keine Orderbuch-Transparenz. Die Software generiert lediglich simulierte Zahlen, um das Vertrauen zu erhöhen. Das Ziel ist, den Nutzer davon zu überzeugen, dass er ein profitables System gefunden hat.
Drängen zu weiteren Einzahlungen
Sobald das erste „Gewinn-Signal“ einsetzt, beginnt der Plattformbetreiber, den Nutzer zu ermutigen, weitere Mittel einzuzahlen. Er präsentiert sich als persönlicher „Account-Manager“ oder „Berater“, der dem Anleger exklusive Vorteile verspricht: Höhere Hebel, garantierte Profite, Zugang zu IPOs und so weiter. Zeitlich begrenzte Angebote werden häufig verwendet, um die Entscheidung zu beschleunigen. Der Nutzer wird mit der Idee bombardiert, dass er durch zusätzliche Einzahlungen mehr Gewinn erzielen kann, während die Plattform gleichzeitig die Kontrolle über das Konto behält.
Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Anleger schließlich versucht, seine Gewinne auszahlen zu lassen, trifft er auf ein neues Hindernis. Die Plattform fordert sofort mehrere Gebühren ein, die angeblich notwendig sind, um den Auszahlungsprozess abzuschließen. Die Gebührenliste sieht folgendermaßen aus:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Recovery-Scam-Nachfolge
Nach dem ersten Verlust melden sich häufig angebliche „Anwälte“, „Behörden-Mitarbeiter“ oder „Krypto-Forensiker“. Sie behaupten, das verlorene Geld zurückholen zu können, verlangen dafür jedoch Vorauszahlungen. Diese Personen bieten „Wiederherstellungs-Software“, „Server-Zugriffe“ oder „Übersetzungsdienste“ an. Hinter den Fassaden dieser Versprechen stecken oft dieselben Täter, die die ursprüngliche Plattform betrieben haben. Sie verkaufen die Daten an Dritte oder nutzen die Kontoinformationen für weitere Betrugsversuche. Echte Anwälte oder Behörden kontaktieren Opfer niemals per WhatsApp oder Telegram ohne vorherige Anfrage.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofortige Zahlungsstopp: Unterlassen Sie jegliche weitere Zahlungen an Veloxam. Sobald Sie mehr Geld einzahlen, verschärfen Sie die Situation.
- Beweise sichern: Speichern Sie alle E-Mails, Nachrichten, Kontoauszüge und Bildschirmfotos. Diese Unterlagen sind wichtig, falls Sie später rechtliche Schritte einleiten wollen.
- Bank/Handelsplattform informieren: Setzen Sie sich umgehend mit Ihrer Bank oder dem Krypto-Exchange in Verbindung. Erklären Sie, dass Ihr Konto von einer betrügerischen Plattform erfasst wurde, und fordern Sie ggf. die Sperrung des Kontos.
- Polizeiliche Anzeige: Reichen Sie eine Strafanzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle ein. Ihre Erfahrung zählt zu den mehr als 500 Anlagebetrugs-Fällen, die ich in meiner Tätigkeit bearbeitet habe, und die Behörden können prüfen, ob ein gemeinsames Netzwerk besteht.
- Ignorieren von Recovery-Scam-Anfragen: Antworten Sie nicht auf Nachrichten, die behaupten, Ihr Geld zurückzuholen. Diese Angebote sind Teil des gleichen Netzwerks und zielen darauf ab, weitere Geldsummen zu ergaunern.
Abschließende Warnung
Veloxam (veloxam.io) ist kein seriöser Broker. Die fehlenden regulatorischen Nachweise, das Fehlen von Kontaktdaten und die manipulativen Marketing-Taktiken sind klare Indizien. Wenn Sie bereits Geld bei Veloxam eingezahlt haben, handeln Sie jetzt. Schützen Sie sich vor weiteren Verlusten und melden Sie den Betrug, damit andere nicht in dieselbe Falle tappen.
Das Netzwerk hinter Veloxam
Veloxam ist Teil eines Netzwerks von 17 Plattformen, die dieselben Betreiber und technische Infrastruktur teilen. Diese gemeinsame Basis ist ein starkes Indiz für ein orchestriertes Betrugsnetzwerk.

Bitc Exchange
bitc-exchange.com

Biteth Exchange
biteth-exchange.com

Btcpto
btcpto.vip

Btcus Exchange
btcus-exchange.com

Ccyrpyypweb3
ccyrpyypweb3.com

Coinonenew
coinonenew.com
und 11 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei veloxam.io gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.