my.adssecurities.net: Unrealistische Gewinnversprechen
Bei my.adssecurities.net handelt es sich nach unserer Analyse um eine fragwürdige Handelsplattform. Adssecurities verspricht hohe Renditen, doch Betroffene berichten, dass das Geld der Anleger nicht zurückgezahlt wird.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum my.adssecurities.net unseriös ist
my.adssecurities.net präsentiert sich als regulärer Broker, bietet jedoch keinerlei rechtlich verbindliche Hinweise. Auf der Website fehlt eine Handelsregisternummer, keine Angabe einer Aufsichtsbehörde und keine Lizenznummer. Solche Angaben sind in Deutschland bei allen seriösen Brokern zwingend erforderlich, da sie die rechtliche Zulässigkeit des Geschäftsmodells bestätigen. Das Fehlen dieser Daten ist ein starkes Indiz dafür, dass die Plattform keine Genehmigung von einer Aufsichtsbehörde besitzt.
Zudem gibt es keinerlei Kontaktinformationen. Keine E-Mail-Adresse, keine Telefonnummer und keine Geschäftsadresse werden bereitgestellt. Der Mangel an erreichbaren Kontaktdaten verhindert, dass Kunden bei Problemen oder Anfragen eine rechtliche oder regulatorische Stelle kontaktieren können. Diese Praxis ist typisch bei Betrugsplattformen, die sich darauf verlassen, dass potenzielle Opfer keine Möglichkeit haben, ihre Rechte durchzusetzen.
Die angebotenen Dienstleistungen: Forex-Trading, Aktien-Handel und Krypto-Handel: sind weit verbreitet, jedoch ohne weitere Details zu den Handelsbedingungen, Spreads oder Hebel. Auf der Plattform gibt es keine transparente Preisstruktur, keine Angaben zu Mindest- oder Maximaldepotgrößen und keine klaren Informationen über die zugrunde liegende Handelsinfrastruktur. Diese fehlenden Angaben sind ein weiteres Warnsignal. In der Regel geben seriöse Broker klare Angaben zu Handelsbedingungen, damit Anleger fundierte Entscheidungen treffen können.
Schließlich ist die Sprache der Website ausschließlich auf Russisch ausgerichtet. In Deutschland sind Broker verpflichtet, Informationen in deutscher Sprache bereitzustellen, um die Verständlichkeit für die Zielgruppe zu gewährleisten. Das Fehlen einer deutschen Version oder zumindest einer mehrsprachigen Option deutet darauf hin, dass die Plattform nicht darauf abzielt, deutsche Anleger zu bedienen, sondern möglicherweise ein internationales, aber rechtlich fragiles Publikum anzusprechen.
Wie der Betrug bei my.adssecurities.net abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
my.adssecurities.net nutzt gezielt soziale Medien und Messaging-Plattformen, um potenzielle Opfer zu erreichen. In vielen Fällen beginnt der Kontakt mit scheinbar professionellen E-Mails, die angeblich von „Investmentberatern“ stammen, oder mit gesponserten Anzeigen auf Plattformen wie Telegram, Facebook und Instagram. Die Nachrichten enthalten oft ansprechende Grafiken und vermeintliche Erfolgsgeschichten von „Anlegern“, die dank der Plattform hohe Renditen erzielt haben. Diese Geschichten sind jedoch vollständig gefälscht und dienen ausschließlich dazu, das Interesse der Zielgruppe zu wecken.
Nach dem ersten Kontakt wird dem potenziellen Anleger ein sehr niedriges Einstiegsangebot unterbreitet. Oft wird eine Einzahlung von lediglich 250 € oder weniger verlangt. Die niedrige Einstiegshürde soll die psychologische Hemmschwelle senken und die Anleger dazu bewegen, schnell ein Konto zu eröffnen. Sobald die Einzahlung erfolgt ist, erhält der Nutzer Zugang zu einer Web-App, die angeblich einen Handel mit Echtzeitdaten ermöglicht.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Sobald das Konto eröffnet ist, zeigt die Plattform dem Anleger sofort große Gewinnzahlen an. In der Regel wird dargestellt, dass aus der anfänglichen Einzahlung von 250 € innerhalb von zwei Wochen 800 € oder mehr geworden sind. Diese Zahlen stammen ausschließlich aus einer internen Datenbank und spiegeln keinen echten Handel wider. Es gibt keine nachweisbaren Aufträge an einer regulierten Börse, keine Transaktionshistorie und keine Bestätigung von einer Aufsichtsbehörde. Stattdessen generiert die Software zufällig positive Gewinnzahlen, um das Vertrauen des Nutzers zu gewinnen.
Die Plattform nutzt häufig animierte Grafiken, die den Eindruck von dynamischem Handel erwecken. Dabei wird der Nutzer glauben lassen, dass die Gewinne aus echten Marktbewegungen resultieren. Der eigentliche Zweck dieser Täuschung ist es, das Vertrauen des Nutzers zu gewinnen und ihn dazu zu bringen, weitere Einzahlungen zu tätigen.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Nach dem ersten „Gewinn“ wird der Anleger von einem angeblichen Account-Manager oder einer virtuellen „Investmentberaterin“ kontaktiert. Diese Person baut langsam Vertrauen auf, indem sie persönliche Nachrichten sendet, auf die Fragen antwortet und „exklusive“ Handelsstrategien anbietet. In der Regel werden dem Nutzer „VIP-Konten“ mit angeblich höheren Hebeln und garantierten Renditen versprochen. Die Plattform nutzt häufig Zeitlimits („nur heute“) und künstliche Verknappung („nur begrenzte Plätze“) um den Druck zu erhöhen.
Der Account-Manager betont, dass höhere Einzahlungen zu besseren Renditen führen. Oft werden Zahlen wie 5.000 € bis 50.000 € oder sogar mehr genannt. Diese Zahlungen erfolgen in der Regel über Kryptowährungen oder andere nicht regulierte Zahlungsmethoden, die Rückbuchungen praktisch unmöglich machen. Die Plattform gibt keine Möglichkeit zur Rückzahlung vor dem Erreichen des „gewünschten Gewinns“, was die Abhängigkeit der Anleger von der Plattform weiter verstärkt.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Anleger schließlich versucht, seine Gewinne auszuzahlen, wird plötzlich eine Reihe von Gebühren verlangt. Zu diesen fiktiven Kosten gehören:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich dieses Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach dem Auszahlungsversagen tauchen häufig vermeintliche „Rechtsberater“ oder „Krypto-Forensiker“ auf. Sie behaupten, das Geld könne noch zurückgeholt werden, und verlangen im Gegenzug Vorauszahlungen für „Rechtsgebühren“, „Übersetzungen“, „Serverzugriffe“ oder „Anwaltshonorar“. Diese Personen sind meist Teil des gleichen Betrugssystems und nutzen den Frust der Opfer aus, um weitere Betrugszahlungen zu erzwingen. In den meisten Fällen handelt es sich um denselben Täter, der die Plattform lediglich neu markiert, um weitere Opfer zu generieren.
Das Netzwerk hinter my.adssecurities.net
my.adssecurities.net ist Teil eines Netzwerks von 43 ähnlichen Plattformen, die dieselbe technische Infrastruktur teilen. Diese Plattformen tauschen häufig Domainnamen, Logos und Marketingmaterialien aus, um den Eindruck einer großen, etablierten Gruppe zu erwecken. Die gemeinsame Nutzung von Backend-Servern und Datenbanken erleichtert es den Betrügern, schnell neue Angebote zu starten und bestehende Plattformen zu verschieben, sobald sie von den Behörden oder den Nutzern entdeckt werden. Das Netzwerk ermöglicht es den Tätern, ihre betrügerischen Aktivitäten zu skalieren und die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass neue Nutzer auf die Plattformen stoßen.
Was Betroffene jetzt tun sollten
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Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede weitere Einzahlung erhöht die Gefahr, dass Sie mehr Geld verlieren. Der Versuch, zusätzliche Mittel einzuzahlen, öffnet keine Tür zur Rückerstattung.
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Beweise sichern: Speichern Sie sämtliche E-Mails, Screenshots, Transaktionsnachweise und alle Kommunikationen, die Sie mit der Plattform geführt haben. Diese Dokumente sind entscheidend, falls Sie später Strafanzeige erstatten oder rechtliche Schritte einleiten wollen.
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Kontakt zu Ihrer Bank oder Krypto-Börse aufnehmen: Informieren Sie Ihre Bank oder die Plattform, über die Sie die Einzahlung getätigt haben, über das mögliche Betrugsrisiko. Bitten Sie um sofortige Sperrung der Kontobewegungen und um Rat, wie Sie Ihre Mittel schützen können.
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Strafanzeige erstatten: Melden Sie den Vorfall bei der Polizei, insbesondere beim Wirtschaftskriminalamt oder der örtlichen Staatsanwaltschaft. Die Ermittler haben Erfahrung mit solchen Fällen und können weitere Opfer schützen.
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Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Seien Sie skeptisch gegenüber allen Personen, die sich als Anwälte, Behördenvertreter oder Forensiker ausgeben. Seriöse Fachleute kontaktieren Sie nicht per WhatsApp oder Telegram und verlangen keine Vorauszahlungen. Ignorieren Sie solche Angebote und informieren Sie ggf. die Polizei.
Abschließende Empfehlung
Die Plattform my.adssecurities.net ist eindeutig betrügerisch. Wenn Sie bereits Opfer wurden, handeln Sie schnell und systematisch, um weitere Verluste zu vermeiden. Halten Sie alle Beweise fest und informieren Sie die zuständigen Behörden. Nur so können Sie Ihre Chancen erhöhen, zumindest einen Teil des verlorenen Geldes zurückzuerlangen.
Verdächtige Verbindungen: Seiten mit Gemeinsamkeiten zu Adssecurities
Unsere Auswertung zeigt, dass Adssecurities technische und strukturelle Verbindungen zu weiteren Seiten aufweist. Alle Seiten sind ähnlich aufgebaut und werden offenbar von denselben Verantwortlichen betrieben:

Aeonicsec
aeonicsec.com

Aseeltradeltd
aseeltradeltd.com

Sterlingedge
cfd.sterlingedge.cc

Eight Cap
eight-cap.ltd

Eightcap Ltd
eightcap-ltd.org

Eightcap
eightcap.ltd
und 37 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei my.adssecurities.net gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.