Ominax-Core 7.2 (ominax-core-72.net): im Faktencheck

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·
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Ominax-Core 7.2 (ominax-core-72.net) ist ein betrügerisches Krypto-Broker-Portal, das Anleger durch falsche Versprechen und manipulierte Gewinne ausnutzt. Die Plattform präsentiert sich als seriös, bietet jedoch keine rechtlichen oder regulatorischen Grundlagen und führt zu erheblichen finanziellen Verlusten.

Screenshot der Webseite Ominax Core 72 (ominax-core-72.net)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite ominax-core-72.net

Die Eckdaten zu Ominax-Core 7.2

Folgende Datenpunkte liefern den Kontext zu Ominax-Core 7.2:

Warnstufe
Hoch
Regulierung
Nicht erkennbar
Domain-Alter
2 Tage
IP-Adresse
172.67.198.89
SSL-Zertifikat
E7
Netzwerk
45 verbundene Seiten

Aus der Praxis: Wer schreibt

Mein Name ist Anton Haverkamp. Vor fünf Jahren trat ich der Polizeikräfte bei, wo ich zunächst im allgemeinen Dienst tätig war, bevor ich als Finanzermittler in einer Spezialeinheit an Bord ging. In dieser Einheit verfolgte ich gezielt Anlagebetrugsfälle, die häufig in der Kryptowelt operieren. Während meiner Laufbahn bearbeitete ich mehr als 500 Fälle, in denen ich Geldwäsche, Betrug und die Kommerzialisierung von illegalen Finanzinstrumenten aufdeckte. Diese Erfahrung hat mich gelehrt, dass Betrugsnetzwerke häufig auf scheinbar legitimen Plattformen verbergen. Ich analysiere die Daten von Ominax-Core 7.2 mit dem Ziel, die Hintergründe zu klären und Anleger vor weiteren Verlusten zu warnen.

Was die Webseite von Ominax-Core 7.2 preisgibt

Die Webseite von Ominax-Core 7.2 präsentiert sich in französischer Sprache und bietet Dienstleistungen im Bereich Crypto-Trading sowie automatisierten Handel an. Bereits der erste Blick auf die Seite wirft mehrere Warnsignale auf. Es fehlt eine Handelsregisternummer, keine Angabe zu einer Aufsichtsbehörde oder einer Lizenznummer: wesentliche Angaben, die bei regulierten Broker:innen zwingend vorhanden sein müssen. Das Unternehmen gibt zudem kein Gründungsjahr an, was die Transparenz weiter einschränkt.

Die Kontaktangaben sind unvollständig: Nur die Telefonnummer +33 ist vorhanden, die E-Mail-Adresse fehlt vollständig und die Adresse ist nicht angegeben. Dies erschwert die rechtliche Verfolgung erheblich. Die Plattform akzeptiert Zahlungen per Kreditkarte, sofortiger Virement (Banküberweisung) und PayPal: Zahlungsmethoden, die häufig von Betrügern genutzt werden, weil sie schnelle, teilweise irreversible Transaktionen ermöglichen.

Weiterhin werden auf der Seite keine Mindest- oder Maximaldeposits angegeben, keine realistischen Renditen versprochen und es gibt keine Boni. Dennoch existieren zahlreiche Testimonials: Marc Dubois, Sophie Martin, Michel Laurent, Daniel Petit, Jacques Moreau und Laura Bernard. Diese Namen erscheinen ohne weitere Identifikationsdaten; es lässt sich nicht nachvollziehen, ob es sich um echte Kunden handelt. Die Seite nutzt zudem Sprache, die Garantien für Renditen, Dringlichkeit, unrealistische Geschwindigkeit und emotionale Druckausübung impliziert. Solche Formulierungen sind typische Kennzeichen von betrügerischen Krypto-Plattformen, die Anleger zur schnellen Einzahlung drängen.

Die fehlenden regulatorischen Angaben, die unklare Kontaktdaten, die aggressive Werbesprache und die unvollständigen Zahlungsinformationen deuten auf einen strukturierten Betrug hin. Ohne eine verlässliche Lizenz oder einen Eintrag im Handelsregister ist die Plattform nicht berechtigt, Finanzdienstleistungen anzubieten. Anleger, die sich von der vermeintlichen Professionalität der Seite verführt fühlen, laufen Gefahr, ihr Geld an ein nicht reguliertes, nicht überprüfbares System zu übergeben.

Die Methodik der Täter hinter Ominax-Core 7.2

Wie der Kontakt typischerweise entsteht

Die Erstkontaktwege sind sehr unterschiedlich: über gezielte Werbeanzeigen, organische Suchmaschinen-Treffer, persönliche Empfehlungen, kalte Anrufe oder gezielte Online-Recherchen zu angeblichen Anlagechancen. Die Täter hinter Ominax-Core 7.2 nutzen diese Kanäle, um eine scheinbar seriöse Präsenz aufzubauen. Sobald ein potenzieller Anleger Interesse zeigt, wird die Plattform als vertrauenswürdig dargestellt, um das Vertrauen zu gewinnen.

Die erste Einzahlung und das gezeigte Wachstum

In den meisten Fällen fordern die Betrüger eine kleine Investition von etwa 250 €: 300 €. Sobald die Zahlung eingeht, erhält der Anleger Zugang zu einer angeblichen Handelsplattform, auf der in kurzer Zeit hohe Gewinne angezeigt werden. Diese Zahlen sind jedoch nicht real; sie werden von einer Software generiert, die den Eindruck von Profitabilität erweckt, um weitere Investitionen zu erzwingen.

Der persönliche „Berater“

Die Plattform stellt jedem Anleger einen „Berater“ zu, der über E-Mail, Telefon oder WhatsApp in Kontakt bleibt. Dieser Berater präsentiert fortlaufend angeblich steigende Erfolge, fordert zusätzliche Einzahlungen, um die Renditen zu sichern, und betont, dass nur durch weitere Mittel die Gewinne maximiert werden können. Die persönliche Bindung senkt die Hemmschwelle und sorgt dafür, dass die Anleger mehr Geld einzahlen.

Die Gebühren-Falle bei der Auszahlung

Erst beim Versuch, die Gewinne auszuzahlen, wird klar, dass die Plattform Gebühren verlangt: Transaktionsgebühren, Versicherungsgebühren oder Kosten wegen angeblichem Geldwäscheverdacht. Diese Gebühren werden als notwendig dargestellt, um die Auszahlung zu ermöglichen. Nach der Zahlung dieser Gebühren erscheinen weitere Forderungen, die ebenfalls als obligatorisch dargestellt werden. Kein seriöser Anbieter würde solche Gebühren verlangen. Die gefälschten Garantien, Zertifikate und Personalausweise des „Beraters“ sind in Wahrheit Ausweise anderer Geschädigter, die die Täuschung unterstützen.

Der Recovery-Scam im Nachhinein

Nach dem Auszahlungsversuch melden sich Dritte, die sich als BaFin, FCA, Polizei oder als Vertreter von Blockchain.com ausgeben. Diese Personen behaupten, das Geld zurückholen zu können. In Wirklichkeit handelt es sich um dieselben Täter, die weiterhin Geld von den Geschädigten erpressen wollen. Die Handelsplattform ist von Anfang bis Ende von den Tätern selbst betrieben, die Gewinne sind rein fiktiv, das eingezahlte Geld wurde nie investiert, sondern direkt abgezogen.

Erste Schritte für Geschädigte

Wenn Sie bei Ominax Core 72 Geld verloren haben oder Sie sich aktuell in einer der oben beschriebenen Phasen befinden, handeln Sie sofort. Die folgenden Schritte sind in meiner Erfahrung die wirksamsten Sofort-Maßnahmen:

  1. Keine weiteren Zahlungen leisten. Sobald Sie Verdacht schöpfen, stoppen Sie sofort jede Transaktion. Auch wenn die Plattform mit dem Verlust der „Gewinne" droht: jede weitere Zahlung verschwindet im selben Topf.
  2. Beweise sichern. Screenshots aller Plattform-Seiten, Chat-Verläufe (WhatsApp, Telegram, E-Mail), Zahlungsbestätigungen, IBANs, Wallet-Adressen, Transaktions-IDs. Sichern Sie alles, bevor die Plattform Ihren Account sperrt.
  3. Bank, Kartenanbieter oder Krypto-Börse kontaktieren. Informieren Sie sofort über den Betrug. Fordern Sie eine Rücknahme bzw. Sperrung der Empfänger-Konten an.
  4. Strafanzeige erstatten. Reichen Sie eine Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder online über die Internetwache des LKA ein. Legen Sie die gesammelten Beweise bei.
  5. Recovery-Scam-Versuche ignorieren. Wenn sich angebliche Anwälte, Behörden oder „Krypto-Forensiker" unaufgefordert melden und Vorauszahlungen verlangen, ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit der nächste Betrugsversuch. Echte Anwälte und Behörden kontaktieren Opfer niemals per WhatsApp oder Telegram.

Geldverfolgung und Sperrung

Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen an Ominax Core 72

Das Netzwerk hinter Ominax-Core 7.2

Ominax-Core 7.2 ist Teil eines Netzwerks von 45 weiteren Plattformen, was auf gemeinsame Hintermänner und geteilte Infrastruktur hindeutet.

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