Warnung vor PAXONMATRIX (paxonmatrix.org): Ihre Investition ist gefährdet

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·4 Min. Lesezeit·
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PAXONMATRIX (paxonmatrix.org) ist ein klarer Betrugsversuch. Wenn Sie dort investieren, verlieren Sie Ihr Geld ohne Aussicht auf Rückzahlung.

Screenshot der Webseite Paxonmatrix (paxonmatrix.org)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite paxonmatrix.org

Warum paxonmatrix.org unseriös ist

PAXONMATRIX (paxonmatrix.org) präsentiert sich als „crypto-Exchange“, bietet jedoch keine verifizierte Lizenz an. Obwohl die Plattform CFTC, IFSC von Belize und die Cyprus Securities and Exchange Commission als Aufsichtsbehörden nennt, fehlen sowohl eine Registrierungs- als auch eine Lizenznummer. Ohne diese Nachweise lässt sich die rechtliche Existenz nicht prüfen. Die Adresse 273 Hill St, Richmond, TW9 1SX ist nicht im Handelsregister eingetragen und verweist auf ein Wohngebiet. Weiterhin gibt es keine eindeutige Telefonnummer: lediglich ein +1, was ein generischer Vorwahlcode ist. Die Kombination aus fehlender Lizenz, unklarem Sitz und unvollständiger Kontaktinformation ist ein starkes Warnsignal. Darüber hinaus werden unrealistische Renditen ohne Beleg versprochen, was in der Finanzwelt ein klassischer Betrugsindikator ist. Schließlich werden mehrere „Auszeichnungen“ ohne nachvollziehbare Quellen aufgeführt, was auf Marketinghype hindeutet.

Die behauptete Geschäftsadresse

Die Plattform gibt an, sich in Richmond, TW9 1SX zu befinden: 273 Hill St. Im Handelsregister ist jedoch keine Firma unter dieser Adresse gelistet, und die Adresse führt zu einer Wohnanlage. Diese Diskrepanz wirft sofort Fragen auf.

Unter der angegebenen Anschrift im Vereinigten Königreich ist tatsächlich eine öffentliche Einrichtung (dentist) ("The Smile Studios: Richmond") verortet, kein für einen Broker geeignetes Büro oder Firmensitz.

Auffällig sind zwei klare Diskrepanzen. Der Server steht in Deutschland, die behauptete Firmenadresse aber im Vereinigten Königreich. Die Telefon-Vorwahl gehört zu USA, die Adresse aber zu Vereinigtes Königreich. Diese Konstellation ist klassisch für Operationen, die in einem Land ihren Ruf aufbauen und in einem anderen ihre technischen Spuren verwischen.

Adresse
Vereinigtes Königreich
Server-Standort
Deutschland
Telefon-Vorwahl
USA

Wie der Betrug bei paxonmatrix.org abläuft

Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot

PAXONMATRIX nutzt gezielte Social-Media-Ads, die von vermeintlichen „Anlageberatern“ stammen. Die Anzeigen zeigen angebliche Testimonials, die von schnellen Gewinnen berichten. Oft werden TikTok-Influencer oder Instagram-Promis als „Partner“ dargestellt, obwohl sie keine realen Verbindungen haben. Ein kurzer Anruf oder eine Nachricht auf Telegram bietet dem potenziellen Opfer ein lockeres Gespräch, in dem die Plattform als „sicherer“ Krypto-Investitionsort präsentiert wird. Die erste Einzahlung wird bewusst niedrig gehalten: meist rund 250 €: um die psychologische Hemmschwelle zu senken und das Vertrauen zu gewinnen.

Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne

Nach der ersten Einzahlung erscheinen in der Benutzeroberfläche von PAXONMATRIX sofort beeindruckende Gewinne. Ein Screenshot zeigt, dass aus 250 € in zwei Wochen 800 € „gewinnen“ wurden. Diese Zahlen entstehen durch eine interne Datenbank, die fiktive Trades simuliert. Es gibt keine echten Orders auf einer regulären Börse, keine Verbindung zu einem regulierten Broker. Das Ziel ist es, den Anleger zu täuschen und ihn glauben zu lassen, er sei in ein profitables System eingetreten.

Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen

Sobald das Vertrauen aufgebaut ist, kontaktiert der „Account-Manager“ den Anleger regelmäßig. Er verspricht VIP-Status, Hebel von bis zu 1 : 500, exklusive IPO-Zugänge und „Insider-Tipps“. Durch Zeitdruck („Nur heute“) und das Versprechen von exklusiven Boni wird der Anleger dazu verleitet, zusätzliche Mittel einzuzahlen. Viele Opfer zahlen zwischen 5.000 und 50.000 €, manche sogar über 500.000 €, ohne dass echte Transaktionen stattfinden.

Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Wenn ein Anleger nun sein Geld zurückfordern möchte, werden plötzlich mehrere Gebühren verlangt. Transaktionsgebühr, Steuervorauszahlung, Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“, KYC-Verifizierungsgebühr, Konto-Aktivierungsgebühr und Anti-Geldwäsche-Hinterlegung.

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung
  • Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr
  • Anti-Geldwäsche-Hinterlegung

Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Wenn Sie diese Gebühren bezahlen, verlieren Sie zusätzliches Geld und erhalten trotzdem keine Auszahlung: das ist die letzte Melkphase des Scams.

Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge

Nach den ersten Verlusten melden sich oft „Experten“: angebliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“. Sie bieten an, das Geld zurückzuholen, verlangen aber Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Personen sind in der Regel dieselben Täter, die die Opferdaten weiterverkaufen. Ein echter Anwalt oder eine Behörde würde niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram anrufen und ein solches Angebot machen.

Das Netzwerk hinter paxonmatrix.org

PAXONMATRIX ist Teil eines Netzwerks von 50 Plattformen, die dieselbe technische Basis und dieselben Betreiber nutzen. Solche Re-Brandings sind häufig bei Betrugsgruppen; nachdem eine Plattform aus dem Verkehr gezogen wurde, wird sie einfach neu benannt und weiter betrieben. Das Netzwerk erleichtert es den Tätern, schnell neue Plattformen zu starten und gleichzeitig ihre Spuren zu verschleiern.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Jede weitere Einzahlung erhöht Ihr Risiko, komplett zu verlieren.
  2. Bewahren Sie alle Kommunikationsnachrichten, Screenshots und Kontoauszüge auf. Diese Beweise sind entscheidend, wenn Sie später Strafanzeige erstatten oder rechtliche Schritte einleiten.
  3. Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihre Kryptobörse und informieren Sie sie über mögliche betrügerische Transaktionen. Bitten Sie um sofortige Sperrung von Konten, die mit PAXONMATRIX in Verbindung stehen.
  4. Reichen Sie Strafanzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle ein. Geben Sie alle gesammelten Beweise an. Eine frühzeitige Meldung erhöht die Chance, weitere Opfer zu verhindern.
  5. Ignorieren Sie alle angeblichen „Recovery-Scams“. Seriöse Anwälte oder Behörden werden Sie nicht per Telefon oder WhatsApp kontaktieren, um Vorauszahlungen zu fordern. Löschen Sie solche Nachrichten und blockieren Sie die Kontaktpersonen.

Verpassen Sie nicht, Ihre Investitionen zu schützen. Teilen Sie diesen Artikel und warnen Sie Ihre Bekannten vor PAXONMATRIX.

Das Netzwerk hinter PAXONMATRIX

PAXONMATRIX ist Teil eines Netzwerks von 50 Plattformen, die dieselben Betreiber und technische Infrastruktur nutzen. Solche Re-Brandings sind typische Anzeichen für organisierte Betrugsgruppen.

und 44 weitere technisch verbundene Seiten.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei paxonmatrix.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei paxonmatrix.org
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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