tradeswiss.live Betrug? Warnung und Erfahrungen
Trade Swiss ist ein betrügerisches Trading-Portal. Ihre Versprechen von garantierten Renditen und schnellen Gewinnen sind reine Schwindelmasse. Betroffene sollten sofort handeln.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum tradesuisse.live unseriös ist
Die Fakten sprechen für sich. Trade Swiss präsentiert sich als Forex- und Kryptoplattform, behauptet jedoch, von der CFTC, der IFSC von Belize und der Cyprus Securities and Exchange Commission lizenziert zu sein: ohne dabei eine gültige Lizenznummer anzugeben. In der Regel verlangen seriöse Anbieter die Angabe einer Registrierungsnummer und den Nachweis der Zulassung. Das Fehlen dieser Angaben ist ein klares Warnsignal.
Zudem bietet die Seite garantierte Renditen an, ein Element, das in der Finanzwelt als ungesetzlich gilt. Die Kombination aus fehlender Lizenz, fehlender Registrierung und Versprechen von garantiert hohen Gewinnen ist ein eindeutiger Hinweis auf Betrug. Zusätzlich nutzen die Betreiber Bitcoin als Zahlungsmittel: ein Hinweis darauf, dass sie die Rückzahlung ihres Geldes verhindern möchten, da Kryptowährungen schwer reversibel sind.
Wie der Betrug bei tradesuisse.live abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Die ersten Berührungspunkte mit Trade Swiss geschehen über gezielte Werbeanzeigen auf Instagram, TikTok und Facebook. Die Anzeigen zeigen gefälschte Testimonials von Personen wie „Brown“ oder „Melissa Dorothy“ und versprechen schnelle Gewinne. Oft wird ein persönlicher „Anlageberater“ angeboten, der per Telefon oder WhatsApp kontaktiert wird. Der erste Geldtransfer wird bewusst niedrig gehalten: meist 5 000 EUR: um das Vertrauen zu gewinnen. Die Plattform präsentiert sich als leicht zu navigierender Account-Manager, der sofort einen Einstieg ermöglicht.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigen die Dashboard-Darstellungen von Trade Swiss angeblich hohe Gewinne. Beispiel: „Aus 5 000 EUR werden in 48 Stunden 12 000 EUR“. Diese Zahlen sind jedoch lediglich Software-Simulationen; es gibt keine echten Trades oder Aufträge bei regulären Börsen. Die Plattform nutzt eine Web-App, die zufällig generierte Zahlen anzeigt, um den Eindruck von Profitabilität zu erwecken.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Ein sogenannter „Account-Manager“ baut über Wochen eine persönliche Beziehung auf. Er spricht von VIP-Konten, Hebelboni von 1 : 500 und garantiertem Profit. Oft wird ein Zeitfenster gesetzt, z. B. „Nur heute noch 10 % Bonus“, um die Entscheidung zu beschleunigen. Die Plattform fordert zusätzliche Einzahlungen, die bis zu 50 000 EUR betragen können: manchmal sogar mehr als 500 000 EUR. Dabei wird betont, dass höhere Investitionen mehr Rendite bringen.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn Sie Ihr Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen lassen wollen, wird Ihnen plötzlich ein umfangreiches Gebührenpaket vorgelegt. Die Aufzählung kann wie folgt aussehen:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Wenn Sie in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlen, verlieren Sie zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Dies ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen oft angebliche Anwälte, Krypto-Forensiker oder sogar „Behörden-Mitarbeiter“ auf. Sie versprechen, Ihr Geld zurückzuholen, verlangen aber Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. In Wirklichkeit handeln sie mit den Daten der Opfer weiter und versuchen, weitere Gewinne zu erzielen. Seriöse Anwälte und Behörden kontaktieren Sie niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.
Das Netzwerk hinter tradesuisse.live
Trade Swiss ist Teil eines Netzwerks von 50 Plattformen, die identische Logos, Webdesigns und Zahlungsabwickler nutzen. Dieses Netzwerk teilt meist dieselben Hintermänner und Infrastruktur. Nach dem Aufdecken einer Seite werden oft mehrere Re-Brandings in kurzer Zeit gestartet, um neue Opfer anzuziehen. Wenn Sie eine Plattform besuchen, die ähnliche Merkmale aufweist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich ebenfalls um einen Scam handelt.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Halten Sie inne: Überweisen Sie keine weiteren Gelder. Sobald Sie die ersten Verdachtsmomente bemerken, sollten Sie sofort handeln.
- Sichern Sie Beweise: Machen Sie Screenshots aller Transaktionen, E-Mails und Chats. Bewahren Sie diese in sicherer Umgebung auf.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank: Melden Sie die Transaktion bei Ihrer Bank oder Ihrem Kreditkartenanbieter. Bitten Sie um Rückbuchung oder Stornierung, wenn noch möglich.
- Reichen Sie Strafanzeige ein: Melden Sie den Vorfall bei der örtlichen Polizeidienststelle oder dem Bundeskriminalamt. Nutzen Sie Ihre gesicherten Beweise.
- Ignorieren Sie Recovery-Scammer: Wenn Ihnen jemand anbietet, Ihr Geld zurückzubekommen, lehnen Sie ab. Seriöse Anwälte und Behörden werden Sie nicht per Nachricht kontaktieren.
Schluss
Vertrauen Sie nicht auf leere Versprechen von garantierten Renditen. Seien Sie wachsam und handeln Sie sofort, wenn Sie einen Verdacht haben. Ihre Sicherheit und Ihr Geld stehen an erster Stelle.
Verdächtige Verbindungen zu Trade Swiss
Trade Swiss ist Teil eines Netzwerks von 50 Plattformen, die ähnliche Versprechen von garantiert hohen Renditen aussprechen. Viele dieser Seiten nutzen identische Logos, Webdesigns und Zahlungsabwickler. Solche Re-Brandings sind typische Kennzeichen von Scam-Netzwerken.

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Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei tradeswiss.live gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.