Warnung vor Vinance (vinance.net): Fakten zur Auszahlungsmasche
Vinance (vinance.net) ist kein seriöser Krypto-Broker. Sie geben Ihnen einen Willkommensbonus, doch sobald Sie ihr Geld einzahlen, verschwindet es. Verpassen Sie nicht, wie Sie sich vor diesem Betrug schützen.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum vinance.net unseriös ist
Vinance präsentiert sich als „crypto exchange“ und bietet Krypto-Trading, Krypto-Investment und Currency Exchange an. Doch die wichtigsten Vertrauensfaktoren fehlen komplett: Es gibt keine Registrierungsnummer, keinen Hinweis auf eine Aufsichtsbehörde und keine Handelsregisternummer. Auf der Website finden sich keine Kontaktdaten: weder E-Mail, noch Telefon, noch Adresse. Nur Zahlungsmethoden wie Kreditkarte, Banküberweisung und PayPal werden angeboten, während ein Willkommensbonus von 50 USDT versprochen wird. Ohne Lizenz, ohne Adressangaben und ohne Erfolgsgarantie ist die Plattform ein klarer Warnhinweis. Die fehlenden Informationen deuten sofort auf eine unseriöse Operation hin, denn seriöse Broker müssen gesetzlich registriert sein und ihre Lizenz öffentlich einsehen lassen.
Wie der Betrug bei vinance.net abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot
Die ersten Kontakte kommen meist über Social-Media-Ads, gefälschte Influencer-Posts oder gezielte Cold-Calls von angeblichen „Anlageberatern“. Diese „Berater“ versprechen schnelle Gewinne, oft mit einem Willkommensbonus von 50 USDT. Die erste Einzahlung wird bewusst niedrig gehalten: meist 100 bis 250 €. Damit wird die psychologische Hemmschwelle gesenkt, sodass Sie sich auf die Plattform einlassen. Das Ziel ist, Sie in einen „Schnellstart“ zu locken und Ihr Vertrauen zu gewinnen.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform auf dem Dashboard fiktive Gewinne an. Sie sehen, wie aus 200 € in wenigen Tagen 800 € werden. Diese Zahlen entstehen lediglich in der Software, keine echten Trades werden an einer Börse ausgeführt. Die Plattform zeigt nur hübsche Grafiken und Zahlen, die Sie glauben lassen, Sie hätten tatsächlich profitabel gehandelt. Dieses Vorgehen baut Vertrauen auf, ohne echte Marktbewegungen.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Ein „Account-Manager“ oder ein „VIP-Berater“ greift zu und bietet Ihnen angeblich Hebelboni von 1:500, garantierte Profite und exklusiven Zugang zu IPOs. Durch Zeitlimits („nur heute“) und gefälschte Mit-Anleger-Stories entsteht ein Gefühl der Dringlichkeit. Sie werden ermutigt, weitere Beträge zu überweisen: häufig zwischen 5.000 € und 50.000 €, manche Opfer über 500.000 €. Diese Phase ist entscheidend, um die Summe zu maximieren, bevor ein Auszahlungswunsch auftaucht.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn Sie nun Ihr Geld auszahlen lassen wollen, erscheint plötzlich eine Liste von Gebühren, die Sie vorab zahlen müssen. Folgende Gebühren werden häufig genannt:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten treten oft Dritte auf den Plan: angebliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“, die behaupten, das Geld zurückzuholen. Sie fordern Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Versprechen sind reine Täuschung. In der Regel handeln dieselben Täter weiter und verkaufen die Opferdaten. Seriöse Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Stoppen Sie jede weitere Einzahlung auf vinance.net.
- Beweise sichern: Speichern Sie alle E-Mails, Chat-Logs, Transaktions-Belege und Screenshots. Diese können später als Beweismaterial dienen.
- Bank/Krypto-Börse kontaktieren: Informieren Sie Ihre Bank oder die Plattform, auf der Sie die Transaktionen getätigt haben, über den Betrug und fordern Sie eine Rückbuchung oder Sperrung der betreffenden Konten.
- Strafanzeige erstatten: Melden Sie den Vorfall bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder der Finanzmarkt-aufsichtsbehörde. Nutzen Sie die Kontaktinformationen von Anton Haverkamp, der seit über 500 Fällen in der Blockchain-Verfolgung tätig ist.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Lehnen Sie alle Angebote von vermeintlichen „Reparatur-Dienstleistungen“ ab. Sie sind Teil der Betrugskette und versuchen, noch mehr Geld zu extrahieren.
Fazit
Vinance (vinance.net) ist ein klarer Betrugsfall. Fehlende Lizenz, fehlende Adressangaben, keine Erfolgsgarantie und gefälschte Gewinne sind die Kennzeichen. Bewahren Sie Ihre Daten, stoppen Sie weitere Zahlungen und melden Sie den Betrug. Sie schützen nicht nur sich selbst, sondern tragen dazu bei, weitere Opfer zu verhindern.
Das Netzwerk hinter vinance.net
Vinance ist Teil eines Netzwerks von 56 Plattformen, die häufig dieselben Betreiber und Server teilen. Diese Verbindungen lassen auf ein gemeinsames betrügerisches Geschäftsmodell schließen, bei dem Gewinne aus mehreren Fronten generiert werden.

24ludo
24ludo.in

Aeroswap
aeroswap.live

Aiacces
aiacces.online

Aibitstamp
aibitstamp.com

Tescos
altaxis.org.tescos.org

Ayabank
ayabank.co.uk
und 77 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei vinance.net gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.