Certified Global Network (certifiedglobalnetwork.click): ist es ein Scam?
Certified Global Network (certifiedglobalnetwork.click) ist ein betrügerisches Trading- und Krypto-Angebot. Hier erfahren Sie, warum und wie Sie sich schützen.

Achtung
Betrugsverdacht
Anton Haverkamp, ehemaliger Polizist mit fünf Jahren Dienstzeit und zuletzt als Finanzermittler in einer Spezialeinheit tätig, hat über 500 Fälle von Anlagebetrug untersucht. Seine Arbeit umfasste die Verfolgung von Geldströmen in der Blockchain und die Aufdeckung von Komplizen in internationalen Netzwerken. Für ihn ist die Welt der Online-Broker kein abstraktes Konzept, sondern ein Labyrinth aus Täuschung und digitaler Manipulation, das er aus erster Hand kennt.
Warum certifiedglobalnetwork.click unseriös ist
Die ersten Anzeichen von Verdacht zeigen sich bereits in der grundlegenden Dokumentation. Es fehlt jede Form von Handelsregisternummer, es gibt keine Angabe einer Aufsichtsbehörde, und die Plattform präsentiert keine Lizenznummer. Für einen legitimen Broker wäre eine Zulassung durch eine nationale Finanzaufsicht zwingend erforderlich, damit Kunden sich auf die Einhaltung von Kapitalerhaltungs- und Transparenzregeln verlassen können. Darüber hinaus wird auf der Website ein „min. Expected profit: € 3.500“ als Versprechen geschaltet, ohne dass ein nachvollziehbarer, belegbarer Mechanismus genannt wird, wie diese Gewinne erzielt werden könnten. In den angebotenen Dienstleistungen: Forex, Krypto, Aktien und Commodities: fehlt jede klare Erklärung zu den Handelsplattformen, die verwendet werden, und die Zahlungsmethoden reichen von Banküberweisung über Kreditkarte bis hin zu Bitcoin, was bei regulären Brokern unüblich ist, da sie oft klare Kontrollen und Nachweiswege für jede Transaktion verlangen.
Ein weiteres auffälliges Detail ist die Abwesenheit von Kundenbewertungen, Referenzen oder Zertifikaten. Die Plattform listet lediglich vier Testimonials, deren Identität nicht verifizierbar ist. Im Gegensatz dazu zeigen seriöse Broker in der Regel umfangreiche Erfahrungsberichte und transparente Erfolgsstatistiken. Die Kombination aus fehlender regulatorischer Aufsicht, unrealistischen Gewinnversprechen und unsicheren Zahlungsmöglichkeiten bildet eine klare Signalfarbe: Betrug.
Wo Certified Global Network angeblich sitzt
Die Plattform nennt die Adresse Wenlock Road 20-22, N1 7GU, London, United Kingdom. In öffentlichen Handelsregistern ist der Name dort nicht verzeichnet, und die dort angegebene Adresse wird von vielen Lieferanten und Dienstleistern nicht als Geschäftssitz bestätigt. Es besteht also die Gefahr, dass es sich um eine Pseudoadresse handelt, die lediglich zur Tarnung dient.
Unter der angegebenen Anschrift im Vereinigten Königreich ist tatsächlich OSM-Kategorie craft:photographer ("London Food Photography") verortet, kein für einen Broker geeignetes Büro oder Firmensitz.
Bei genauerer Prüfung treten zwei Inkonsistenzen zutage. Der Server steht in Luxemburg, die behauptete Firmenadresse aber im Vereinigten Königreich. Der Hosting-Anbieter ist in den USA registriert, der behauptete Sitz liegt dagegen im Vereinigten Königreich. Wer Adresse, Server und Vorwahl bewusst auseinanderzieht, will Strafverfolgung erschweren. Genau dieses Muster prägt die Mehrzahl der von uns dokumentierten Betrugsfälle.
- Adresse
- Vereinigtes Königreich
- Server-Standort
- Luxemburg
- Hosting-Land
- USA
Wie der Betrug bei certifiedglobalnetwork.click abläuft
Schritt 1: Der lockende Einstieg
Opfer werden häufig über gezielte Social-Media-Kampagnen angesprochen: insbesondere über Instagram, Facebook und TikTok, wo gefälschte „Trading-Gurus“ oder vermeintliche Influencer auftreten. Diese Profile teilen kurze Videos, in denen sie angeblich mit hohen Gewinnen glänzen, und verweisen auf ein angebliches „VIP-Programm“. Der erste Kontakt erfolgt meist per Direktnachricht, in der ein persönlicher „Berater“ das Angebot präsentiert. Das Ziel ist es, die Angst vor verpassten Chancen zu wecken und die Hemmschwelle zu senken, indem ein niedriger Einstiegskapitalbetrag von 250 bis 500 Euro verlangt wird. Dieser Betrag wird als „Erstinvestition“ bezeichnet und dient dazu, das Vertrauen zu gewinnen.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung wird dem Nutzer ein Dashboard angezeigt, das plötzlich hohe Kursgewinne anzeigt: zum Beispiel „Aus 500 Euro werden in 2 Wochen 3.500 Euro“. Diese Zahlen stammen nicht aus echten Handelsaktivitäten, sondern sind künstlich generierte Daten, die von der internen Software erzeugt werden. Es gibt keine Verbindung zu einer regulären Börse oder einem Clearinghaus. Stattdessen wird die Plattform als reine Web-App betrieben, die die Daten manipuliert, um die Illusion von Profitabilität zu erzeugen. Das Ziel ist, den Nutzer zu überzeugen, dass das System zuverlässig ist und weitere Einzahlungen lohnend sein werden.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Wenn das Vertrauen aufgebaut ist, beginnt ein persönlicher „Account-Manager“: oft über mehrere Wochen hinweg: den Nutzer zu ermutigen, das Konto zu vergrößern. Das Angebot umfasst vermeintliche Hebelboni von bis zu 1:500, garantierte Renditen, exklusive IPO-Zugänge und „Insider-Tipps“. Der Manager nutzt häufig Zeitdruck („Nur heute verfügbar“) und soziale Bestätigung durch gefälschte Erfolgsgeschichten. Die psychologische Manipulation ist darauf ausgelegt, den Anleger dazu zu bringen, 5.000 bis 50.000 Euro zu investieren, und in einigen Fällen sogar mehr als 500.000 Euro. Diese Phase ist entscheidend, weil hier die größte Summe in die Hände der Betrüger gelangt.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Sobald der Nutzer sein Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen möchte, tauchen plötzlich mehrere Gebühren auf. Typische Forderungen umfassen:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zu seinem ursprünglichen Einsatz ein weiteres Stück Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten treten häufig Dritte auf: angebliche Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“ bieten an, das Geld zurückzuholen. Sie fordern Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Versprechen stehen meist dieselben Täter, die die Opferdaten weiterverkaufen oder in ein neues Netzwerk verlagern. Ein seriöser Anwalt oder eine Behörde würde niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram Kontakt aufnehmen und eine Zahlung verlangen.
Das Netzwerk hinter certifiedglobalnetwork.click
certifiedglobalnetwork.click ist Teil eines Netzwerks von 59 weiteren Plattformen, die häufig dieselben Server, dieselbe technische Infrastruktur und manchmal sogar denselben Betreiber haben. Wenn eine dieser Plattformen aus dem Weg geräumt wird, übernimmt eine andere mit einer leicht veränderten Domain die gleiche Masche. Dieses Re-Branding verhindert, dass Behörden und Investoren schnell einen Zusammenhang erkennen. Für Opfer bedeutet dies, dass sie immer wieder denselben Betrug mit neuer Verpackung erleben, ohne dass die zugrunde liegende Struktur aufgedeckt wird.
Was Betroffene jetzt tun sollten
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Sofort keine weitere Zahlung leisten: Wenn Sie bereits in
certifiedglobalnetwork.clickinvestiert haben, sollten Sie keine zusätzlichen Mittel an die Plattform senden. Jede weitere Zahlung erhöht die Chance, dass Ihr Geld in den Händen der Betrüger bleibt. -
Belege und Transaktionsdetails sichern: Sammeln Sie sämtliche E-Mails, Kontoauszüge, Screenshots von der Plattform, sowie die Kontoinformationen der angeblichen Bankverbindungen. Diese Unterlagen sind entscheidend, falls Sie die Ermittlungen der Finanzaufsicht oder der Polizei unterstützen müssen.
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Bank oder Kryptowährungsbörse informieren: Kontaktieren Sie Ihre Bank oder die Börse, über die Sie die Einzahlung vorgenommen haben. Erklären Sie die Situation und fordern Sie eine Rückabwicklung der Transaktion an. Viele Banken können die Gelder zurückverfolgen, wenn sie sofort gemeldet werden.
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Strafanzeige erstatten: Melden Sie den Betrug bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder der nationalen Finanzaufsichtsbehörde. Da Anton Haverkamp bereits über 500 Fälle von Anlagebetrug bearbeitet hat, wissen die Ermittler genau, welche Beweise sie benötigen. Ein formeller Bericht kann die Ermittlungen beschleunigen und die Täter schneller zur Rechenschaft ziehen.
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Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Seien Sie misstrauisch gegenüber jedem, der Ihnen eine „Rückgewinnung“ verspricht. Seriöse Anwälte oder Behörden werden niemals unaufgefordert per WhatsApp, Telegram oder E-Mail Kontakt aufnehmen und Vorauszahlungen verlangen. Ignorieren Sie solche Angebote und wenden Sie sich stattdessen an die offiziellen Stellen.
Abschließend
Der Betrug bei certifiedglobalnetwork.click folgt einer klaren, systematischen Logik, die darauf abzielt, Vertrauen aufzubauen, Gewinne zu simulieren, weitere Einzahlungen zu erzwingen, dann Auszahlungsgebühren zu erheben und schließlich Recovery-Scams zu betreiben. Durch die Kombination aus fehlender regulatorischer Aufsicht, unrealistischen Gewinnversprechen, unsicheren Zahlungsmethoden und einem großen Netzwerk von verwandten Plattformen wird die Gefahr für Anleger erheblich erhöht. Bleiben Sie wachsam, prüfen Sie jede Information kritisch und handeln Sie sofort, wenn Sie den Verdacht haben, in einen Betrug verwickelt zu sein.
Das Netzwerk hinter Certified Global Network
certifiedglobalnetwork.click ist Teil eines Netzwerks von 59 weiteren Plattformen, die oft denselben Betreiber oder dieselben Technologielösungen teilen. Dieses Muster ist typisch für Betrugsnetzwerke, die ihre Plattformen nach einem Ausfall neu branden oder verlagern, um den Verdacht zu vermeiden.

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und 53 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei certifiedglobalnetwork.click gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.