claremontfinanceltd.org: Anleger in die Falle gelockt
Wir können nur eindringlich vor claremontfinanceltd.org warnen. Claremontfinanceltd weist alle Merkmale eines unseriösen Brokers auf und sollte unter keinen Umständen für Investitionen genutzt werden.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum claremontfinanceltd.org unseriös ist
Die erste Anzeichen eines Betrugs sind bereits in der öffentlichen Darstellung von Claremont Finance LTD erkennbar. Die Plattform verspricht „5 % Daily“: eine Rendite, die an den ersten Blick verlockend klingt, aber in der Realität mathematisch unmöglich ist. Selbst bei den bestmöglichen Marktbedingungen kann eine konstante tägliche Rendite von 5 % nicht aufrechterhalten werden, ohne dass das Kapital exponentiell wächst. Sobald ein Investor ein paar Wochen investiert, sollte das Kapital theoretisch in die Millionen übergehen: ein Szenario, das in der Praxis nicht vorkommt.
Ein weiteres Problem ist die fehlende Transparenz. Auf der Website fehlt eine Registrierungs- oder Lizenznummer, und es wird keine Aufsichtsbehörde angegeben, die die Geschäftstätigkeit überwacht. In den meisten Ländern: insbesondere im Vereinigten Königreich, wo die Plattform angeblich reguliert sein soll: sind solche Angaben gesetzlich verpflichtend. Das Fehlen dieser Informationen ist ein starkes Warnsignal.
Die Marketingstrategie von Claremont Finance LTD basiert auf unrealistischen Versprechen und garantiertem Gewinn. Die Plattform akzeptiert ausschließlich Kryptowährungen, was den Nachweis von Transaktionen erschwert und die Rückverfolgbarkeit reduziert. Kunden erhalten keine Möglichkeit, ihre Gelder einfach zu überweisen oder zu prüfen, wie ihre Investitionen tatsächlich gehandhabt werden. Stattdessen wird sie auf ein System von „Krypto-Wallets“ verwiesen, die von den Betrügern kontrolliert werden. Diese Kombination aus unrealistischen Renditen, fehlender Regulierung und eingeschränkter Zahlungsmöglichkeit ist ein klassisches Rezept für einen Betrug.
Wie der Betrug bei claremontfinanceltd.org abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Die meisten Opfer werden zunächst über soziale Medien oder E-Mail-Listen kontaktiert. Auf Plattformen wie Instagram, Facebook oder TikTok tauchen scheinbar professionelle Anzeigen auf, die von „Anlageberatern“ stammen. Oft wird ein „Mini-Investitionspaket“ mit einem minimalen Einzahlungsbetrag von 50 € beworben: genau der Betrag, den die Plattform als Mindestanlage verlangt. Dieser geringe Einstiegsschwellenbetrag reduziert die psychologische Hemmschwelle und lässt potenzielle Kunden glauben, sie könnten leicht einsteigen und ihr Geld zurückbekommen, wenn sie nur etwas mehr investieren.
Der erste Kontakt ist meist persönlich. Die Plattform stellt einen „Berater“ zur Verfügung, der dem Kunden telefonisch oder per Videochat einen Überblick über die angeblichen Handelsstrategien gibt. Durch den Einsatz von überzeugenden Fachbegriffen und scheinbar komplexen Grafiken vermittelt der „Berater“ den Eindruck, er handle in Echtzeit auf den Märkten. In Wirklichkeit handelt er jedoch nicht über eine regulierte Börse, sondern über eine selbst erstellte Plattform, die nur das Aussehen einer echten Handelsplattform nachahmt.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigen die Kunden sofort ein starkes „Gewinn-Dashboard“. Das Dashboard gibt an, dass ihr ursprünglicher Betrag von 50 € in zwei Wochen auf 500 € angewachsen sei: ein Gewinn von 900 %. Diese Zahlen werden in einer Datenbank gespeichert, die von den Betrügern manipuliert wird. Es gibt keinerlei Beweise dafür, dass echte Handelsaufträge ausgeführt wurden. Stattdessen wird das Konto lediglich mit fiktiven Buchgewinnen aufgefüllt. Das Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen, indem die Kunden glauben, ihre Investitionen wären sicher und profitabel.
Das Dashboard nutzt ansprechende Grafiken, die an Börsencharts erinnern, und bietet „Live-Updates“, die den Eindruck erwecken, die Trades würden in Echtzeit stattfinden. In Wahrheit gibt es keine Verbindung zu einer Börse oder einem echten Broker. Die Gewinne sind lediglich Datenbankeinträge, die sich von selbst erhöhen, sobald das System auf dem Server läuft.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Sobald der Kunde anfängt, Vertrauen zu entwickeln, beginnt der „Berater“, weitere Einzahlungen zu fordern. Er spricht von „VIP-Konten“, „Hebel-Boni von 1 : 500“ und „exklusiven IPO-Zugängen“. Dabei nutzt er psychologische Taktiken wie zeitlich begrenzte Angebote („Nur heute verfügbar“) und künstliche Verknappung („Nur 100 Plätze verfügbar“). Diese Taktiken erzeugen ein Gefühl der Dringlichkeit, das die Kunden dazu bringt, mehr Geld einzuzahlen, ohne die Möglichkeit zu haben, die Rendite zu verifizieren.
Typischerweise verlangen die Betrüger Einzahlungen von 5 000 bis 50 000 €: und manchmal sogar darüber hinaus. Je höher das eingesetzte Kapital, desto größer wird die Angst, dass der Betrug entdeckt wird, und desto mehr werden die Kunden ermutigt, mehr Geld zu investieren, um das Vertrauen des „Beraters“ zu sichern. In einigen Fällen berichten Betroffene, dass sie bis zu 500 000 € verloren haben, weil sie überzeugt waren, dass ihr Geld sicher sei und weiterhin wachsen würde.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn die Kunden endlich ihre Gewinne auszahlen lassen wollen, treten plötzlich Gebühren in den Vordergrund. Hier sind die typischen Gebühren, die die Plattform verlangt: ohne konkrete Prozentzahlen oder Beträge, aber immer mit einem plausiblen Grund:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich dieses Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung.
Die Plattform nutzt die Angst und die Illusion von Rechtmäßigkeit aus, um die Kunden dazu zu bringen, Geld zu transferieren, das sie nicht mehr zurückbekommen werden. In den meisten Fällen bleibt das Konto auf der Plattform gesperrt, und der Kunde erhält keine Möglichkeit, das Geld zurückzuholen.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen oft angebliche „Experten“ auf. Das können vermeintliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“ sein, die behaupten, sie könnten die verlorenen Gelder zurückholen. Sie verlangen Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Forderungen sind ein klassisches „Recovery-Scam“. Hinter diesen Anbietern steckt in der Regel dieselbe Gruppe, die die ursprüngliche Plattform betrieben hat. Sie verkaufen die Daten der Opfer an andere Betrugsnetzwerke oder nutzen die Konten für weitere Finanzflucht.
Echte Anwälte und Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Sie kontaktieren Sie, wenn Sie selbst einen Fall melden oder ein Gerichtsbewusstsein einfordern. Das sofortige Eintreffen von „Rechtsbeiständen“ ist ein starkes Warnsignal.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede zusätzliche Einzahlung verschärft Ihre finanzielle Lage.
- Belege sichern: Speichern Sie sämtliche E-Mails, Zahlungsnachweise, Screenshots und Chatverläufe. Diese Dokumente sind wichtig für mögliche Strafverfolgung.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihre Kryptowährungsbörse: Informieren Sie sie über die verdächtigen Transaktionen und fordern Sie eine Rückbuchung, falls möglich.
- Erstatten Sie Strafanzeige bei Ihrer örtlichen Polizei oder dem Finanzamt: Beschreiben Sie die Ereignisse detailliert und legen Sie alle Belege vor.
- Ignorieren Sie Recovery-Scammer: Vermeiden Sie jeglichen Kontakt mit Personen, die angeblich Ihre Gelder zurückholen wollen, wenn sie Vorauszahlungen fordern.
- Informieren Sie sich über bekannte Betrugsplattformen: Nutzen Sie Online-Listen und Foren, um herauszufinden, ob Claremont Finance LTD bereits von anderen Opfern gemeldet wurde.
- Suchen Sie rechtliche Beratung: Ein Fachanwalt für Finanzrecht kann Sie darüber informieren, ob und wie Sie Ihre Investition zurückbekommen können.
Fazit
Claremont Finance LTD nutzt ein komplexes System aus unrealistischen Renditen, fehlender Transparenz und emotionaler Manipulation, um Anleger zu täuschen. Sie sollten jetzt handeln, bevor weitere Verluste entstehen.
Zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und Ihre Rechte zu verteidigen.
Verdächtige Verbindungen: Seiten mit Gemeinsamkeiten zu Claremontfinanceltd
Unsere Auswertung zeigt, dass Claremontfinanceltd technische und strukturelle Verbindungen zu weiteren Seiten aufweist. Alle Seiten sind ähnlich aufgebaut und werden offenbar von denselben Verantwortlichen betrieben:

Abbeyshirefinance
abbeyshirefinance.com

Dentoolsshop
anabrokaz.com.dentoolsshop.com

Realimpactfx
assetcorecapital.com.realimpactfx.org

Astridglobalin
astridglobalin.com

Autotradersmarket
autotradersmarket.com

Avextrade
avextrade.com
und 53 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei claremontfinanceltd.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.