codexminer.org (codexminer.org) im Faktencheck
codexminer.org ist ein betrügerisches Krypto-Exchange, das Anleger durch falsche Renditen und gefälschte Lizenzen täuscht.

Achtung
Betrugsverdacht
Über Anton Haverkamp
In meinen Jahren bei der Finanzermittlungs-Spezialeinheit war ich für die Verfolgung von Anlagebetrugsfällen zuständig. Ich habe mehr als 500 Verfahren bearbeitet und war zuletzt als Finanzermittler in einer Spezialeinheit tätig. Dabei habe ich mich auf die Aufdeckung von Geldwäsche in der Blockchain konzentriert. Meine Erfahrung ermöglicht es mir, betrügerische Strukturen rasch zu erkennen und ihre Mechanismen zu erklären.
Warum codexminer.org unseriös ist
Die ersten Anzeichen sprechen eindeutig für einen Betrug. Codexminer.org präsentiert sich als Krypto-Exchange, bietet jedoch keine Lizenznummer von einer anerkannten Aufsichtsbehörde an. Das Unternehmen behauptet, bei der UK Company House registriert zu sein, liefert jedoch keine Handelsregisternummer. Auf der Plattform wird eine Rendite von „20 % Day“ versprochen, was ohne jegliche Basis in der Finanzwelt unrealistisch ist. Das Zahlungsmodell beschränkt sich ausschließlich auf Bitcoin, ein Zahlungsmittel, das typischerweise von betrügerischen Plattformen genutzt wird, um die Nachverfolgung zu erschweren. Darüber hinaus ist die Angabe einer Adresse in Singapur vorhanden, jedoch ist die Eintragung in den singapurischen Handelsregistern nicht ersichtlich. Diese Diskrepanzen sind klare Indikatoren für einen betrügerischen Aufbau.
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Codexminer.org nutzt gezielte Marketingkampagnen auf sozialen Medien, um potenzielle Opfer zu erreichen. Die Plattform schaltet Anzeigen auf Instagram und Facebook, die vermeintliche „Krypto-Gurus“ als Experten darstellen. Oft werden gefälschte Testimonials von angeblichen Investoren verwendet, die hohe Gewinne in kurzer Zeit erzielt haben. Die ersten Einzahlungen werden bewusst niedrig gehalten: häufig 50 EUR: um die Hemmschwelle zu senken. Sobald das Geld eingegangen ist, wird ein persönlicher „Berater“ zugeordnet, der das Konto überwacht und den Anleger mit positiven Nachrichten konfrontiert. Die psychologische Manipulation basiert darauf, Vertrauen aufzubauen, bevor größere Summen gefordert werden.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform im Dashboard von codexminer.org angeblich hohe Gewinne. Die Software erzeugt künstliche Trades, die auf der Oberfläche als „Profit“ erscheinen. Diese Gewinne sind jedoch reine Simulationen; es findet kein echter Handel statt. Die Plattform nutzt keine echten Börsen oder Orderbücher. Stattdessen werden interne Datenbankeinträge manipuliert, um den Eindruck von Profitabilität zu erwecken. Der Anleger wird durch diese gefälschten Zahlen überzeugt, dass das System zuverlässig ist, und wird ermutigt, weiter zu investieren.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Im Verlauf von Wochen oder Monaten baut das angebliche Team ein Verhältnis zum Anleger auf. Der „Account-Manager“ bietet „VIP“-Konten an, die angeblich höhere Hebel und exklusive IPO-Zugänge ermöglichen. Durch gezielte Zeitlimits („Nur heute“) und künstliche Verknappung wird der Druck erhöht. Der Anleger sieht sich mit gefälschten Erfolgsberichten konfrontiert, die von anderen „Investoren“ stammen. Diese Social-Proof-Taktik führt dazu, dass viele Opfer weitere Einzahlungen in Höhe von mehreren Tausend Euro tätigen. In extremen Fällen werden Betrüger Opfer über 500 000 Euro erpressen.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Anleger nun seine Gewinne auszahlen lassen möchte, wird ihm plötzlich eine Reihe von Gebühren vorgelegt. Die Forderungen umfassen:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen häufig Dritte auf, die als „Anwälte“, „Behörden-Mitarbeiter“ oder „Krypto-Forensiker“ auftreten. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. In der Regel handelt es sich um weitere Betrüger, die die gleichen Täter sind, die die Plattform betreiben. Echte Anwälte und Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Diese Nachfolge-Scam-Phase dient dazu, zusätzliches Geld von den bereits geschädigten Opfern zu erlangen.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Jede weitere Überweisung verstärkt die Position der Betrüger.
- Alle E-Mails, SMS und Bildschirmfotos sichern. Diese Dokumente sind Beweismaterial für spätere Ermittlungen.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder den Krypto-Börsenanbieter, falls Sie Geld über diese Kanäle transferiert haben. Erklären Sie den Vorfall und fordern Sie die Sperrung aller Konten bei codexminer.org an.
- Melden Sie den Vorfall bei der örtlichen Polizeidienststelle und bei der Finanzmarktaufsicht. Die Ermittlungsbehörden haben ein Interesse an der Verfolgung von Anlagebetrug.
- Ignorieren Sie alle „Recovery-Scam“-Anfragen. Jede Forderung nach Vorauszahlung ist ein weiteres Zeichen für betrügerische Absicht.
Das Netzwerk hinter codexminer.org
codexminer.org ist Teil eines Netzwerks von 59 Plattformen, die dieselbe Serverinfrastruktur nutzen. Die Gemeinsamkeiten deuten darauf hin, dass die Betreiber dieselben Hintermänner sind. Ein solches Netzwerk ermöglicht es den Tätern, sich schnell neu zu branden und gleichzeitig dieselben betrügerischen Mechanismen zu nutzen.
Codexminer.org ist ein klarer Fall von Anlagebetrug. Die Kombination aus fehlender Lizenz, unrealistischen Renditen, gefälschten Testimonials, gefälschten Kontobewegungen und einer gefälschten Adressangabe lässt keine Zweifel. Jeder, der noch nicht betroffen ist, sollte diese Warnzeichen ernst nehmen und keine weiteren Gelder in dieses System stecken.
Verdächtige Verbindungen zu codexminer.org
codexminer.org ist Teil eines Netzwerks von 59 Plattformen, die dieselbe Serverinfrastruktur nutzen. Diese Verflechtungen deuten auf ein gemeinsames Hintermänner-Netzwerk hin.

Abbeyshirefinance
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Realimpactfx
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und 53 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei codexminer.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.