Global Zenith Assets (globalzenithassets.com.quantumsharesprofits.net)

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·5 Min. Lesezeit·
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Sie haben von Global Zenith Assets gehört? Auf den ersten Blick klingt das Angebot verlockend: 5 % Rendite in 24 Stunden, Banküberweisungen und Kreditkarten als Zahlungsmittel. Hinter dieser glänzenden Fassade verbirgt sich jedoch ein klassischer Anlagebetrug, der von der fehlenden Aufsicht bis hin zu gefälschten Testimonials reicht.

Screenshot der Webseite Quantumsharesprofits (globalzenithassets.com.quantumsharesprofits.net)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite globalzenithassets.com.quantumsharesprofits.net

Warum globalzenithassets.com.quantumsharesprofits.net unseriös ist

Die erste Warnung liegt bereits in der fehlenden regulatorischen Transparenz. Global Zenith Assets nennt keine Aufsichtsbehörde und gibt keine Lizenznummer an: ein Muss für jeden seriösen Broker. Ohne diese Angaben kann die Firma nicht nachweisen, dass sie die gesetzlichen Vorschriften für den Handel mit Forex, Krypto, Commodities oder Aktien einhält.

Zweitens verspricht die Plattform unrealistische Renditen: „5 % für 24 Stunden“. Eine solch schnelle Rendite ist bei jedem regulierten Markt schlicht unmöglich und deutet eindeutig auf simulierte Gewinnzahlen hin. Solche Versprechen sind ein klassisches Kennzeichen für Betrugsplattformen, die ihre Nutzer mit kurzen, verlockenden Gewinnzielen anlocken.

Drittens sind die Testimonials auf der Website ohne jegliche Verifizierbarkeit. Die Namen: Anatolie, Anna, Violante Valeria, Cylie Pagao: tauchen nirgendwo sonst im Internet auf, und es gibt keine Links zu echten Erfahrungsberichten oder Bewertungen auf Trustpilot oder anderen unabhängigen Plattformen. Dies ist ein weiteres Zeichen dafür, dass die Erfolgsgeschichten gefälscht sind.

Viertens fehlt jegliche Möglichkeit, das Unternehmen telefonisch zu erreichen. Nur eine E-Mail-Adresse (support@globalzenithassets.com) ist vorhanden, was den direkten Kontakt erschwert und das Risiko erhöht, dass sich Kunden in ein Abhörnetz einbinden lassen.

Schließlich deutet die Zahl von 59 verknüpften Brokerplattformen auf ein großes, organisiertes Netzwerk hin, das vermutlich dieselben Hintermänner nutzt. Solche Netzwerke sind häufig Teil einer umfassenderen Betrugskette, bei der Kunden in mehrere Plattformen getrieben werden, um die Gelder zu maximieren.

Wo Global Zenith Assets angeblich sitzt

Die Plattform gibt die Adresse Wenlock Road 20-22, N1 7GU, London, United Kingdom an. In öffentlichen Handelsregistern ist die Firma unter der Registrierungsnummer 546739937 verzeichnet, jedoch fehlt jegliche Angabe einer Aufsichtsbehörde oder einer gültigen Lizenz. Diese Diskrepanz lässt Zweifel an der tatsächlichen Geschäftstätigkeit aufkommen.

Unter der angegebenen Anschrift im Vereinigten Königreich ist tatsächlich OSM-Kategorie craft:photographer ("London Food Photography") verortet, kein für einen Broker geeignetes Büro oder Firmensitz.

Beim genaueren Hinsehen fällt eine Diskrepanz ins Auge. Der Server steht in Südafrika, die behauptete Firmenadresse aber im Vereinigten Königreich. Wer Adresse, Server und Vorwahl bewusst auseinanderzieht, will Strafverfolgung erschweren. Genau dieses Muster prägt die Mehrzahl der von uns dokumentierten Betrugsfälle.

Adresse
Vereinigtes Königreich
Server-Standort
Südafrika
Hosting-Land
Südafrika

Wie der Betrug bei globalzenithassets.com.quantumsharesprofits.net abläuft

1. Erster Kontakt und Lockangebot

Der Einstieg beginnt meist über soziale Medien, besonders auf Instagram und Facebook, wo scheinbare „Investment-Berater“ kurze, ansprechende Videos posten. Oft wird ein Bild eines scheinbar erfolgreichen Traders gezeigt, der „5 % in 24 Stunden“ erzielt hat. Die Nutzer werden dann zu einer Landingpage geführt, auf der ein einfaches Anmeldeformular steht. Die erste Einzahlung ist bewusst niedrig: 100 EUR: und erfolgt per Banküberweisung oder Kreditkarte, die beiden Zahlungsmethoden, die die Plattform anbietet. Diese geringe Einstiegshürde senkt die psychologische Hemmschwelle und lässt den potenziellen Anleger glauben, es sei ein legitimer Broker.

2. Vorgetäuschte Gewinne

Sobald die erste Einzahlung auf dem Konto eingegangen ist, öffnet sich dem Nutzer ein Dashboard, das sofort beeindruckende Gewinnzahlen anzeigt. Die Plattform simuliert einen Anstieg des Kontostands von 100 EUR auf über 800 EUR innerhalb von zwei Tagen. Diese Zahlen entstehen durch interne Software, die das Konto virtuell handelt, ohne echte Marktaufträge auszuführen. Der Nutzer sieht, wie sein virtuelles Guthaben steigt, und nimmt an, dass sein Geld wirklich an Wert gewinnt.

3. Drängen zu weiteren Einzahlungen

Nach dem ersten Erfolg werden die Anleger mit „VIP-Konten“ und angeblich höheren Hebeln beworben. Die Plattform verspricht exklusive Zugang zu IPO-Zulagen, garantierte Profite und Insider-Tipps. Durch persönliche Nachrichten von vermeintlichen Account-Managern wird eine Beziehung aufgebaut. Diese Manager nutzen oft Zeitlimits („nur heute“) und künstliche Verknappung, um die Angst zu erhöhen, dass man die Chance verpasst. In Folge davon leihen sich viele Anleger 5.000 bis 50.000 EUR und in extremen Fällen sogar über 500.000 EUR, um „mehr Geld zu verdienen“.

4. Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Wenn ein Anleger nun seine Gewinne oder sein Kapital auszahlen lassen möchte, tauchen plötzlich Gebühren auf. Typische Forderungen sind:

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung ans Finanzamt
  • Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr
  • Anti-Geldwäsche-Hinterlegung

Diese Gebühren sind frei erfunden. Sie erscheinen als notwendige Schritte, um die Auszahlung zu ermöglichen. Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zu seinem ursprünglichen Kapital und erhält trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.

5. Recovery-Scam-Nachfolge

Nach den ersten Verlusten tauchen oft angebliche „Anwälte“, „Behördenmitarbeiter“ oder „Krypto-Forensiker“ auf, die versprechen, das Geld zurückzuholen. Sie bieten Dienstleistungen wie „Vertragsprüfung“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriff“ an und fordern dafür Vorauszahlungen. Diese Personen sind meist die gleichen Täter, die die Plattform betrieben haben, und nutzen die Situation, um weitere Zahlungen zu kassieren. In jedem Fall ist die Rückzahlung ausgeschlossen; die Versprechen sind Teil einer weiteren Betrugsmasche.

Das Netzwerk hinter Global Zenith Assets

Global Zenith Assets ist Teil eines Netzwerks von 59 Plattformen, die häufig ähnliche Logos, Farben und Marketingkampagnen verwenden. Diese Plattformen teilen sich oft die gleiche Backend-Infrastruktur, was auf gemeinsame Entwickler und Betreiber hinweist. Wenn eine dieser Plattformen aufgefällt, verschiebt sich der Fokus häufig auf die nächsten, sodass die Betrüger immer einen Schritt voraus sind. Das Netzwerk erschwert die Strafverfolgung, da die Verantwortlichen hinter mehreren Marken verstecken.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede weitere Einzahlung erhöht das Risiko, dass Sie Ihre Mittel komplett verlieren.
  2. Belege und Transaktionsnachweise sichern: Bewahren Sie alle E-Mails, Screenshots und Kontoauszüge sorgfältig auf. Diese dienen als Beweismaterial, falls Sie rechtliche Schritte einleiten.
  3. Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Kreditkartengesellschaft: Informieren Sie sie über die verdächtige Transaktion und fordern Sie ggf. Rückbuchungen oder Sperrungen an.
  4. Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei: Nutzen Sie Ihre Kontaktinformationen, um bei der nächsten Polizeidienststelle eine Anzeige zu erstatten. Ihre Erfahrung kann anderen helfen, Opfer zu vermeiden.
  5. Ignorieren Sie „Recovery-Scam“-Versuche: Offizielle Behörden werden Sie nicht per WhatsApp oder Telegram kontaktieren. Jede Aufforderung, Geld zu leisten, um angeblich Ihr Kapital zurückzubekommen, ist ein weiteres Opferfalle.

Schluss

Die Geschichte von Global Zenith Assets ist kein einmaliges Phänomen. Es handelt sich um ein gut organisiertes, systematisches Vorgehen, das von der ersten Anlockung bis zum endgültigen Ausbleiben der Auszahlung reicht. Seien Sie wachsam, überprüfen Sie die Lizenzinformationen und die Transparenz des Brokers, bevor Sie Geld einzahlen. Nur so können Sie sich vor diesem und ähnlichen Betrugsplattformen schützen.

Das Netzwerk hinter Global Zenith Assets

Global Zenith Assets ist Teil eines Netzwerks von 59 Plattformen, was auf gemeinsame Hintermänner, geteilte Infrastruktur und häufiges Re-Branding nach Auffliegen hindeutet. Solch ein dichtes Netz erschwert es, die Verantwortlichen eindeutig zu identifizieren und die betrügerische Struktur aufzubrechen.

und 53 weitere technisch verbundene Seiten.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei globalzenithassets.com.quantumsharesprofits.net gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei globalzenithassets.com.quantumsharesprofits.net
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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