Warnung vor my.deep-fin.io: Der Broker my ist ein klarer Betrugsfall
my.deep-fin.io ist kein seriöser Broker: Sie werden hier manipuliert und verlieren Ihr Geld.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum my.deep-fin.io unseriös ist
Die Plattform liefert keinerlei verlässliche Signale einer seriösen Regulierung: Auf der Website gibt es keine Handelsregisternummer, keinen Hinweis auf eine Aufsichtsbehörde und keine Angaben zu einem Lizenzierungsstatus. Die Angaben zu den angebotenen Services sind vage und unpräzise, und es fehlen sämtliche Kontaktinformationen: weder E-Mail noch Telefonnummer. Die fehlende Transparenz in Kombination mit der komplett fehlenden Lizenzierung ist ein klassisches Indiz für einen Betrugsbroker.
Zudem gibt es keine sichtbaren Referenzen zu realen Kunden, keine unabhängigen Bewertungen und keine nachweisbaren Erfolge. Alle Angaben zu angeblichen Renditen und Erfolgen bleiben ohne Quellenangaben. Das Fehlen jeglicher verifizierbarer Daten lässt sich nicht mit einer legitimen Handelsplattform erklären und spricht eindeutig für einen Scam.
Wie der Betrug bei my.deep-fin.io abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Der erste Kontakt erfolgt meist über aggressive Social-Media-Kampagnen, die angebliche „Anlageberater“ und gefälschte Testimonials zeigen. Oft werden Influencer wie „Höhle der Löwen“ oder „Frank Thelen“ simuliert, um Glaubwürdigkeit zu erwecken. Sobald ein potenzielles Opfer Interesse zeigt, wird ihm ein lockendes Startangebot präsentiert: typischerweise eine niedrige Anfangsinvestition von etwa 250 €, die als „Einführung“ verkauft wird. Durch die niedrige Einstiegshürde wird die psychologische Hemmschwelle gesenkt, während gleichzeitig ein Gefühl von Dringlichkeit erzeugt wird, damit das Opfer schnell handelt.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung wird dem Nutzer ein Dashboard angezeigt, das unrealistische Gewinne in kurzer Zeit anzeigt. Die Plattform generiert diese Zahlen intern in einer Web-App, ohne dass echte Aufträge an eine Börse ausgeführt werden. Die vermeintlichen Gewinne dienen ausschließlich dazu, Vertrauen zu schaffen und das Opfer zu ermutigen, mehr Geld einzuzahlen. Ohne echte Handelsaktivität können diese Gewinne jedoch nicht realisiert werden, und der Broker hat keinen Zugang zu realen Mitteln.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Ein sogenannter „Account-Manager“ übernimmt die Betreuung und baut eine Beziehung auf, die häufig mehrere Wochen oder Monate dauert. Der Manager verspricht exklusive Vorteile: hohe Hebel, garantierte Profite, Zugang zu IPOs und „Insider-Tipps“. Durch Zeitlimits („Nur heute verfügbar“) und künstliche Verknappung wird das Opfer in die Falle geführt. Oft werden weitere Einzahlungen von 5.000 bis 50.000 € gefordert, manche Opfer geben sogar über 500.000 € ab: alles nur, um das Vertrauen zu vertiefen und die Abhängigkeit zu erhöhen.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn das Opfer nun sein Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen möchte, wird plötzlich eine Liste von Gebühren aufgestellt.
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Die angeblichen Gewinne existieren nicht. Sobald Sie eine dieser Gebühren zahlen, verlieren Sie zusätzliches Geld, und die Auszahlung kommt trotzdem nicht zustande. Das ist die letzte Melkphase des Scams: die Täter erpressen Ihr Geld und verschleiern dabei die Tatsache, dass die Gewinne nicht real sind.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach dem ersten Verlust melden sich oft Dritte: angebliche Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ und „Server-Zugriffe“. Diese Forderungen sind immer noch Teil der gleichen Masche und dienen dazu, noch mehr Geld von den Opfern zu ergaunern. Die meisten dieser „Experten“ sind in Wahrheit Teil des Betrugssystems und verkaufen die Daten weiter.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Keine weiteren Zahlungen leisten: Sobald Sie bemerken, dass die Plattform keine echte Handelsplattform ist, stoppen Sie alle weiteren Transfers.
- Beweise sichern: Speichern Sie sämtliche E-Mails, Screenshots, Bank- und Krypto-Transaktionsnachweise. Diese sind für spätere Ermittlungen unerlässlich.
- Kontakt zu Ihrer Bank oder Börse aufnehmen: Informieren Sie Ihre Bank über mögliche unautorisierte Transfers und fordern Sie, falls möglich, Rückbuchungen ein.
- Strafanzeige erstatten: Melden Sie den Betrug bei der Polizei, dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder der Bundesnetzagentur. Ihre Erfahrung kann andere schützen und die Täter zur Rechenschaft ziehen.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Wenn Sie von „Anwälten“ oder „Behörden“ kontaktiert werden, die Ihnen helfen wollen, melden Sie sich NICHT per WhatsApp oder Telegram. Seriöse Behörden senden keine unerwarteten Nachrichten und verlangen keine Vorauszahlungen.
Abschließende Warnung
my.deep-fin.io und die Plattform my sind eindeutig betrügerische Broker. Sie sollten sofort alle Konten sperren, weitere Zahlungen vermeiden und die Polizei informieren.
Das Netzwerk hinter my.deep-fin.io
my.deep-fin.io ist Teil eines Netzwerks von 43 ähnlichen Plattformen. Diese Gemeinsamkeiten deuten auf ein gemeinsames Hintermännernetz hin, das wiederholt unter verschiedenen Marken agiert, sobald eine Seite geschlossen wird.

Aeonicsec
aeonicsec.com

Aseeltradeltd
aseeltradeltd.com

Sterlingedge
cfd.sterlingedge.cc

Eight Cap
eight-cap.ltd

Eightcap Ltd
eightcap-ltd.org

Eightcap
eightcap.ltd
und 37 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei my.deep-fin.io gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.