Warnung vor MYFORTUNESHARE (myfortuneshare.org): Erfahrungen zur Auszahlung
MYFORTUNESHARE (myfortuneshare.org) ist ein Betrug. Zahlungen gehen verloren, Gewinne sind nur Illusion.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum myfortuneshare.org unseriös ist
Die Website von MYFORTUNESHARE (myfortuneshare.org) weist mehrere schwerwiegende Mängel auf. Erstens fehlt jegliche Angabe einer Handelsregisternummer oder einer Aufsichtsbehörde. In Deutschland ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass lizenzierte Finanzdienstleister ihre Zulassung offenlegen. Hier gibt es keine Transparenz.
Zweitens bietet die Plattform keine realen Zahlungsmethoden an. Der einzige angebotene Bonus ist ein "$50 Gift Bonus", ohne dass dafür ein echtes Zahlungskonto existiert. Der Mindestbetrag für ein Investment beträgt 3.000 Euro, doch die Zahlungsabwicklung erfolgt über Kryptowährungen, die schwer zurückzuverfolgen sind.
Drittens gibt die Seite unrealistische Renditeversprechen: bis zu 2 Millionen Dollar. Ohne klare Quellenangaben oder nachvollziehbare Handelsstrategien sind solche Zahlen nur leere Floskeln.
Viertens sind keine Kundenbewertungen oder unabhängigen Zertifikate vorhanden. Die Testimonials auf der Seite sind generische Namen ohne Nachweis ihrer Existenz.
Zusammengefasst: Fehlen von Lizenz, fehlende Transparenz, unrealistische Gewinne und unzuverlässige Testimonials: all das macht MYFORTUNESHARE zu einer klaren Betrugsplattform.
Angegebene Adresse von MYFORTUNESHARE
Die Plattform gibt an, in 8704 Sevano Cir Ne, Albuguerque, NM zu ansässig zu sein. Im Handelsregister findet sich jedoch keine Firma unter dieser Adresse. Keine Handelsregisternummer ist auf der Website vorhanden.
An der angegebenen Adresse in den USA befindet sich ein Straßenpunkt ohne adressiertes Gebäude ("Sevano Circle Northeast"). Eine eigenständige Geschäftstätigkeit eines Online-Brokers an diesem Standort ist nicht plausibel.
Eine technische Auffälligkeit verstärkt den Verdacht. Der Hosting-Anbieter ist in Frankreich registriert, der behauptete Sitz liegt dagegen in den USA. Wer Adresse, Server und Vorwahl bewusst auseinanderzieht, will Strafverfolgung erschweren. Genau dieses Muster prägt die Mehrzahl der von uns dokumentierten Betrugsfälle.
- Adresse
- USA
- Server-Standort
- unbekannt
- Hosting-Land
- Frankreich
Wie der Betrug bei myfortuneshare.org abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Die meisten Opfer werden zunächst über Social-Media-Ads oder gefälschte Telegram-Gruppen angesprochen. Dort wird ein vermeintlicher „Anlageberater“ vorgestellt, der Ihnen eine lukrative Gelegenheit verspricht. Oft wird ein niedriger Einstieg von 3.000 Euro angeboten, um die Hemmschwelle zu senken.
Sie erhalten dann einen Link zu einer Landing-Page, die Ihre Kontaktdaten abfragt. Sobald Sie sich registrieren, wird Ihnen ein persönlicher Account-Manager zugewiesen, der Sie mit „exklusiven“ Informationen versorgt.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform sofort hohe Gewinnzahlen an. In 2 Wochen sollen Sie 8 000 Euro sehen: das ist ein rein simuliertes Ergebnis. Die Software erzeugt fiktive Charts, die den Eindruck erwecken, dass Sie tatsächlich in Gold- oder Silber-Shares investiert haben. Es gibt keinerlei echte Orderausführungen oder Börsentransaktionen.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Der Account-Manager baut Vertrauen auf und bietet Ihnen angeblich höhere Hebel und exklusive IPO-Zugänge an. Er nutzt psychologische Tricks: Zeitlimits („Nur heute“) und künstliche Verknappung („Nur noch wenige Plätze“) erzeugen Druck. Er spricht von „VIP-Konto“ und garantiert, dass Ihr Kapital verzehnelt wird.
Viele Betroffene zahlen zusätzlich 5.000 bis 50.000 Euro. In seltenen Fällen erreichen die Beträge 500.000 Euro, wenn der Täter das Vertrauen voll ausnutzt.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Sobald Sie Ihr Geld oder Ihre vermeintlichen Gewinne auszahlen lassen wollen, tauchen plötzlich neue Gebühren auf.
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Die angeblichen Gewinne existieren nicht. Sobald Sie eine Gebühr zahlen, verliert Ihr Guthaben zusätzlich, und trotzdem kommt keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen häufig angebliche Anwälte oder „Krypto-Forensiker“ auf. Sie behaupten, das Geld zurückholen zu können, verlangen aber Vorauszahlungen für „Rechtsberatung“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriff“. Diese Forderungen sind reine Ablenkung; die Täter behalten Ihr Geld und verkaufen Ihre Daten an andere Betrüger.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Jede weitere Überweisung ist ein weiterer Verlust.
- Alle Belege, E-Mails und Nachrichten sichern. Dokumentieren Sie jede Kommunikation, damit Sie diese später als Beweismaterial nutzen können.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder die Krypto-Börse, von der Sie eingezahlt haben. Informieren Sie sie über die Betrugsmasche, damit sie Ihre Konten schützen und ggf. Transaktionen zurückhalten.
- Erstatten Sie Strafanzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle. Die Ermittler können Ihre Daten weiterleiten und den Täter verfolgen.
- Ignorieren Sie alle „Recovery-Scam“-Angebote. Seriöse Anwälte und Behörden melden sich nie unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.
Abschließende Warnung
Wenn Sie auf MYFORTUNESHARE (myfortuneshare.org) investiert haben, handeln Sie jetzt. Schützen Sie Ihr Vermögen, melden Sie den Betrug und unterstützen Sie die Strafverfolgung.
Das Netzwerk hinter MYFORTUNESHARE
MYFORTUNESHARE ist Teil eines Netzwerks von 59 Plattformen. Diese Verbindungen deuten darauf hin, dass dieselben Betreiber hinter mehreren betrügerischen Angeboten stehen, die nach dem Aufdecken eines Systems neu branden.

Abbeyshirefinance
abbeyshirefinance.com

Dentoolsshop
anabrokaz.com.dentoolsshop.com

Realimpactfx
assetcorecapital.com.realimpactfx.org

Astridglobalin
astridglobalin.com

Autotradersmarket
autotradersmarket.com

Avextrade
avextrade.com
und 53 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei myfortuneshare.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.