Warnung vor Stonex (stonexhub.org): Betrugsverdacht im Fokus
Stonex, die angeblich als Investmentplattform für Krypto, Immobilien und mehr agiert, hat sich in jüngerer Zeit als betrügerisch entpuppt. Zahlreiche Unstimmigkeiten deuten eindeutig darauf hin, dass die Firma keine seriöse Lizenz besitzt und lediglich Geld von ahnungslosen Anlegern absichert.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum stonexhub.org unseriös ist
Der erste Hinweis auf die Unseriösität von stonexhub.org ist die völlige Abwesenheit von rechtlichen Grundlagen. Auf der Website findet sich keine Handelsregisternummer, kein Kontakttelefon oder keine E-Mail-Adresse. Das einzige, was dort angegeben ist, ist, dass die Plattform von der „Payment Systems Regulation (PSR)“ lizenziert sein soll: allerdings fehlt die dazugehörige Lizenznummer. Ohne diese Angabe können weder die Behörde noch ein unabhängiger Prüfer die Zulassung verifizieren.
Darüber hinaus gibt es keinerlei Vertrauenssignale. Keine Testimonials, keine Kundenbewertungen, keine Aufzeichnungen über Auszeichnungen oder Zertifizierungen. Die Plattform bietet keine klaren Informationen über das Team, die Geschäftsführung oder die Eigentümerstruktur. Diese fehlenden Elemente sind besonders alarmierend, denn seriöse Anbieter legen solche Details öffentlich zugänglich.
Auch die angebotenen Dienstleistungen werfen Fragen auf. Stonex bewirbt „Krypto-Investment“, „Immobilien“, „Landwirtschaft“, „Öl & Gas“ und „Medizinische Cannabis“-Anlagen. Diese Mischung aus hochvolatilen und regulierten Märkten ohne klare Risikohinweise oder transparente Preisstrukturen ist typisch für Plattformen, die Anleger mit vielversprechenden, aber unrealistischen Renditen locken wollen.
Schließlich weist die Analyse der Marketingseite darauf hin, dass weder Mindestdepot, noch Boni oder Zahlungsmethoden genannt werden. Diese Lücken deuten darauf hin, dass die Seite keine klare Geschäftsstrategie verfolgt und stattdessen versucht, Vertrauen durch fehlende Angaben zu erwecken.
Wie der Betrug bei stonexhub.org abläuft
Schritt 1: Der erste Kontakt und das Lockangebot
In der Regel beginnt der Betrugszyklus mit gezielten Werbemaßnahmen auf sozialen Medien. Influencer-Posts, „Trading-Gurus“ in Telegram-Gruppen und sogar gefälschte Testimonials aus bekannten Persönlichkeiten locken potenzielle Opfer. Die Plattform präsentiert sich als „sichere“ und „profitable“ Alternative, wobei die erste Einzahlung bewusst niedrig gehalten wird: typischerweise rund 250 €: um die Hemmschwelle zu senken und die Anleger für weitere Investitionen zu gewinnen.
Die Psychologie dahinter ist simpel: Sobald ein Anleger Geld eingezahlt hat, steigt die Identifikation mit der Plattform. Durch sofortige „Gewinnanzeige“ (z. B. 800 € in zwei Wochen) wird das Vertrauen weiter gefestigt, obwohl diese Gewinne lediglich in der Benutzeroberfläche simuliert werden.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Die Plattform zeigt nach der ersten Einzahlung scheinbar hohe Gewinne an. Diese Zahlen entstehen durch interne Simulationen, keine echten Handelsorders. Das System generiert fiktive Transaktionen, die dem Nutzer ein unrealistisches Bild von Profitabilität vermitteln. Ohne echte Börsenaufträge oder nachvollziehbare Orderbücher gibt es keinerlei Beleg für reale Handelsaktivitäten.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Nach dem Aufbau von Vertrauen wird der Anleger ermutigt, größere Beträge einzuzahlen. Persönliche „Account-Manager“ oder automatisierte Bots versprechen exklusive Zugänge zu IPOs, hohe Hebelwirkungen (z. B. 1:500) oder garantierte Renditen. Dabei wird häufig auf zeitlich begrenzte Angebote oder künstliche Verknappung gesetzt, um den Druck zu erhöhen. Typische Betrugszahlen liegen zwischen 5.000 € und 50.000 €: manche Opfer geben sogar über 500.000 € ab.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Sobald ein Anleger die Auszahlung seiner Gewinne oder seines ursprünglichen Kapitals anstrebt, werden plötzlich Gebühren verlangt. Die Plattform listet mindestens fünf typische Fake-Gebühren auf:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zu seinem ursprünglichen Geld noch mehr, während die Auszahlung niemals erfolgt. Dies ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen häufig Dritte auf: angebliche Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“ mit einer eigenen Wallet-Wiederherstellungs-Software. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Personen sind in der Regel dieselben Täter, die die Daten der Opfer weiterverkaufen. Echte Anwälte und Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.
Das Netzwerk hinter stonexhub.org
Stonex gehört zu einem Netzwerk von 39 ähnlichen Plattformen. Diese Verbindungen bedeuten, dass dieselben Betreiber hinter mehreren Marken agieren, die nach Auffliegen umbenannt und neu gestartet werden. Solche Re-Branding-Zyklen sind ein Kennzeichen von groß angelegten Betrugsnetzwerken, die versuchen, ihre Identität zu verschleiern und neue Opfer zu gewinnen, ohne dass die vorherigen Warnsignale greifen.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen tätigen: Jede weitere Einzahlung erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Verlustes.
- Beweise sichern: Speichern Sie alle E-Mails, Chats, Kontoauszüge und Bildschirmfotos, die mit Stonex in Verbindung stehen. Diese Dokumente sind entscheidend, wenn Sie später Strafanzeige erstatten oder rechtliche Schritte einleiten.
- Bank oder Krypto-Börse kontaktieren: Informieren Sie Ihre Bank oder die Börse, bei der Sie das Geld hinterlegt haben, über mögliche Geldwäsche. Fordern Sie eine Sperrung oder Rückabwicklung an, falls noch möglich.
- Strafanzeige erstatten: Wenden Sie sich an die örtliche Polizeidienststelle oder an das Finanzamt, um eine Strafanzeige zu erstatten. Ihre Ermittlungen können andere potenzielle Opfer schützen.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Jede Forderung um Vorauszahlungen für angebliche „Wiederherstellung“ ist ein weiterer Schachzug des Betrügers. Zeigen Sie keine Kooperationsbereitschaft und geben Sie keine sensiblen Daten weiter.
Schlusswort
Stonex (stonexhub.org) präsentiert sich als lukrative Investmentplattform, doch die fehlenden rechtlichen Grundlagen, die mangelnde Transparenz und die betrügerischen Abläufe machen deutlich, dass es sich um einen klassischen Betrugsfall handelt. Schützen Sie sich und handeln Sie schnell, bevor weitere Opfer anfallen.
Das Netzwerk hinter Stonex
Stonex ist Teil eines Netzwerks von 39 Plattformen, die häufig dieselben Hintermänner, die gleiche Infrastruktur und ähnliche Branding-Strategien teilen. Solche Verbindungen sind ein typisches Kennzeichen von groß angelegten Betrugsnetzwerken, bei denen Plattformen nach Auffliegen umbenannt und neu gestartet werden.

Apexprofund
apexprofund.online

Assetprofx
assetprofx.com

Axostrade
axostrade.com

Bigmilkyway
bigmilkyway.org

Bluecrestassets
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Broadcapitals
broadcapitals.com
und 33 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei stonexhub.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.