Stonex (stonexhubs.org): Ist die Investmentplattform seriös oder ein Betrug?
Sie haben von Stonex gehört, aber die Hinweise deuten stark auf einen Betrug hin. Die Plattform nutzt verlockende Versprechen, um Sie finanziell zu erpressen.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum stonexhubs.org unseriös ist
Stonex präsentiert sich als moderne Investmentplattform, die in Krypto, Immobilien, Landwirtschaft, Öl & Gas sowie medizinischem Cannabis tätig sein soll. Doch ein genauer Blick auf die öffentlich zugänglichen Informationen offenbart mehrere schwerwiegende Inkonsistenzen:
- Fehlende Registrierung: Die Plattform gibt keine Handelsregisternummer an. In Deutschland ist jede legitime Investmentfirma verpflichtet, bei den zuständigen Behörden registriert zu sein. Das Fehlen dieser Information ist ein klarer Warnsignal.
- Unklare Lizenzbehörde: Stonex behauptet, von der „Payment Systems Regulation (PSR)“ lizenziert zu sein. Diese Behörde existiert nicht im regulierten Markt, und es gibt keine Dokumentation, die eine solche Lizenz verifiziert.
- Keine Kontaktinformationen: Es gibt weder eine E-Mail-Adresse noch eine Telefonnummer. Für seriöse Unternehmen ist ein direkter Kundenkontakt unerlässlich, um Anfragen und Beschwerden zu bearbeiten.
- Keine Lizenznummer: Selbst wenn die PSR als Lizenzbehörde fungieren sollte, fehlt eine Lizenznummer. Ohne diese kann die Legitimität der Lizenz nicht nachgewiesen werden.
- Unklare Service-Angebote: Die Plattform listet fünf sehr unterschiedliche Anlagebereiche auf. Legitime Investmentfirmen spezialisieren sich in der Regel auf einen oder wenige Felder, um Fachkenntnisse zu gewährleisten. Die breite Palette wirkt eher nach einer Versuchung, verschiedene Märkte abzudecken, um mehr potenzielle Opfer anzusprechen.
All diese Punkte zusammen zeigen, dass Stonex weder die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, noch über die Transparenz verfügt, die man von einem seriösen Finanzdienstleister erwarten würde. Der Mangel an klaren, überprüfbaren Informationen ist ein starkes Indiz dafür, dass die Plattform betrügerisch agiert.
Wie der Betrug bei stonexhubs.org abläuft
Der Ablauf der Täuschung folgt einem klassischen Muster, das sich in vielen Investment-Scams wiederfindet. Jeder Schritt ist darauf ausgelegt, das Vertrauen aufzubauen, die emotionale Bindung zu stärken und schließlich die Gelder zu entwenden. Hier die fünf Phasen im Detail:
1. Erster Kontakt + Lockangebot
Stonex erreicht potenzielle Opfer zunächst über gezielte Social-Media-Kampagnen. Auf Instagram, Facebook oder TikTok finden Sie häufig kurze Videos, in denen angebliche „Anlageberater“ hohe Renditen versprechen. Manchmal werden auch gefälschte Testimonials von „Prominenten“ wie ehemaligen „Höhle der Löwen“-Teilnehmern eingesetzt, um die Glaubwürdigkeit zu erhöhen. In manchen Fällen nutzen die Betrüger auch Dating-Apps, um ein persönliches Gespräch zu initiieren: eine Taktik, die als Pig-Butchering-Scam bekannt ist. Sobald der Kontakt hergestellt ist, wird die erste Einzahlung in der Regel niedrig gehalten, etwa 250 €: ein Betrag, der die Hemmschwelle senkt und den Nutzer psychologisch in die Plattform einbindet. Der Fokus liegt darauf, dass Sie sich sicher fühlen und die Plattform als „sichere“ Option wahrnehmen.
2. Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung präsentiert die Web-App von Stonex sofort hohe „Gewinne“. Man sieht, wie aus 250 € in weniger als zwei Wochen 800 € werden. Diese Zahlen sind jedoch reine Simulationen, die von der internen Software erzeugt werden. Es gibt keine echten Aufträge an Börsen oder Handelsplätze, und keine reale Liquidität wird eingesetzt. Die Plattform nutzt lediglich hübsch gestaltete Charts und dynamische Gewinnzahlen, um den Eindruck von Erfolg zu erwecken. Das Ziel ist, Vertrauen zu schaffen und Sie dazu zu bringen, mehr Geld einzuzahlen.
3. Drängen zu weiteren Einzahlungen
Sobald das Vertrauen aufgebaut ist, übernimmt ein sogenannter „Account-Manager“ die Rolle eines persönlichen Beraters. Über Wochen oder Monate hinweg baut dieser „Manager“ eine Beziehung auf, nutzt Social-Proof-Elemente (fiktive Mit-Investoren-Stories) und bietet exklusive Vorteile an: ein VIP-Konto, Hebelboni von bis zu 1:500, garantierte Profite, sogar angeblich Zugang zu IPOs. Durch Zeitlimits („nur heute“) und künstliche Verknappung wird das Gefühl einer schnellen Chance erzeugt. Typische Betrugszahlen liegen zwischen 5.000 € und 50.000 €, aber es gibt Fälle, in denen Opfer über 500.000 € investiert haben. Jede weitere Einzahlung wird als „Sicherheitsmargin“ dargestellt, die notwendig ist, um die angeblichen Renditen zu erzielen.
4. Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Der entscheidende Moment kommt, wenn Sie Ihre Gewinne oder Ihr investiertes Kapital auszahlen lassen möchten. Plötzlich werden Ihnen fünf verschiedene „Gebühren“ in Rechnung gestellt. Diese sind nicht mit konkreten Beträgen oder Prozenten versehen, sondern nur als Bezeichnungen gelistet:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde niemals Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, niemals umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, während die Auszahlung trotzdem nicht erfolgt. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
5. Recovery-Scam-Nachfolge
Nach dem ersten Verlust melden sich häufig Dritte. Das sind angebliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“, die Ihnen versprechen, Ihr Geld zurückzugewinnen. Sie verlangen Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“, „Server-Zugriffe“. In Wirklichkeit handeln Sie mit den gleichen Täuschern, die Ihre Daten weiterverkaufen. Echte Anwälte und Behörden werden Sie niemals per WhatsApp oder Telegram kontaktieren. Ignorieren Sie solche Angebote: sie sind lediglich ein weiterer Schicht der Betrugsmasche.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Sobald Sie den Verdacht haben, handeln Sie nicht weiter. Jede weitere Einzahlung erhöht Ihre Verluste.
- Belege sichern: Speichern Sie sämtliche Screenshots, Transaktionsprotokolle, E-Mails und Chatverläufe. Diese dienen als Beweismaterial für Behörden und Gerichte.
- Bank bzw. Krypto-Börse informieren: Kontaktieren Sie Ihre Bank oder die Plattform, auf der Sie Kryptowährungen erworben haben. Melden Sie verdächtige Transaktionen und fordern Sie eine Rückverfolgung der Gelder an.
- Polizei oder Finanzermittlung melden: Reichen Sie eine Strafanzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle ein. Als Betroffener haben Sie ein Recht auf Aufklärung und Strafverfolgung.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Wenn Ihnen jemand per Telefon, E-Mail oder Chat anbietet, Ihr Geld zurückzuholen, lehnen Sie das Angebot sofort ab. Seriöse Fachleute werden Sie nicht per spontanen Nachricht kontaktieren.
Fazit
Stonex (stonexhubs.org) nutzt gezielte Marketing-Tricks, um Sie finanziell auszunutzen. Die fehlenden Registrierungsdaten, die unklare Lizenzbehörde, die fehlende Kontaktinformation und die Simulation von Gewinnen sind klare Indikatoren für einen Betrug. Wenn Sie bereits in Stonex investiert haben, handeln Sie jetzt: sichern Sie Beweise, melden Sie sich bei Ihrer Bank, informieren Sie die Polizei und lassen Sie sich nicht von angeblichen „Recovery-Scam“-Anbietern täuschen. Ihre Finanzen sind es wert, geschützt zu werden.
Das Netzwerk hinter stonexhubs.org
Stonex ist Teil eines Netzwerks von 39 weiteren Plattformen, die dieselben Hintermänner nutzen. Oft werden die Seiten nach einem Ausbruch neu brandmarkt, um den Verdacht zu verschleiern.

Apexprofund
apexprofund.online

Assetprofx
assetprofx.com

Axostrade
axostrade.com

Bigmilkyway
bigmilkyway.org

Bluecrestassets
bluecrestassets.com

Broadcapitals
broadcapitals.com
und 33 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei stonexhubs.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.