Warnung vor xendoria-pro (xendoria-pro.de): Erfahrungen zur Auszahlung
xendoria-pro (xendoria-pro.de) ist ein betrügerisches Trading- und Krypto-Portal, das Anleger absichtlich in finanzielle Fallen lockt. Wer hier investiert, riskiert nicht nur sein Geld, sondern auch, dass er in eine ausgedehnte Betrugskette hineingezogen wird, die schwer rückgängig zu machen ist. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt seit dem 10. Oktober 2025 ausdrücklich vor Xendoria Pro unter dem Titel „BaFin warnt vor Plattformreihe – “[Name] Willkommen auf unserer offiziellen Website““. Die vollständige BaFin-Warnung zu Xendoria Pro steht auf der offiziellen Seite der BaFin zur Verfügung.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum xendoria-pro.de unseriös ist
Die ersten Anzeichen, die sofort auf einen Betrug hindeuten, sind die fehlenden gesetzlichen Informationen. Auf der Website findet sich weder eine Handelsregisternummer noch eine Angabe einer Aufsichtsbehörde. Ohne diese Angaben kann keine legitime Lizenzprüfung durchgeführt werden, was ein absolutes Must-have ist, wenn ein Broker seriös sein will. Weiterhin wird keine klare Kontaktnummer oder E-Mail-Adresse angegeben, sodass das Unternehmen nicht erreichbar ist, wenn Fragen aufkommen. Das Fehlen einer realen Adresse und eines überprüfbaren Kundendienstes ist ein klassisches Merkmal von betrügerischen Plattformen.
Ein weiteres Inkonsistenzmerkmal ist die Art der angebotenen Zahlungsmethoden. Obwohl die Plattform Kryptowährungen akzeptiert, gibt es keinerlei Hinweis darauf, dass diese Mittel tatsächlich auf ein reguläres Broker-Konto überführt werden. Stattdessen werden die Mittel in eine eigene Wallet verwiesen, die von den Betrügern kontrolliert wird. Solch ein Vorgehen ist typisch für sogenannte “Crypto-Recovery-Scams”, bei denen die Plattform vorgibt, verlorene Gelder zurückzuholen, um weitere Gebühren zu kassieren.
Die fehlende Transparenz über die angeblichen Ertragsmöglichkeiten ist ebenfalls alarmierend. Auf der Website gibt es keinerlei klare Darstellung von Handelsstrategien, Risikoprofilen oder Renditeberechnungen. Stattdessen werden potenzielle Kunden mit vagen Versprechen wie „höhere Gewinne bei geringem Risiko“ konfrontiert, die in der Realität nur ein Trugbild sind. Solche Aussagen sind ein deutliches Zeichen, dass das Unternehmen keine reale Handelsbasis hat, sondern lediglich fiktive Zahlen generiert, um Vertrauen aufzubauen.
Schließlich weist die Größe des Netzwerks, zu dem xendoria-pro gehört, auf ein systematisches Vorgehen hin. Mit 112 verknüpften Plattformen ist es höchst unwahrscheinlich, dass es sich um unabhängige, legitime Broker handelt. Stattdessen deuten die vielen „Branchenpartner“ darauf hin, dass die Betrüger die gleichen Server, die gleichen Front-End-Templates und sogar die gleichen Marketing-Bots verwenden, um neue Opfer zu akquirieren.
Wie der Betrug bei xendoria-pro.de abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot
Der Einstieg beginnt oft mit einer gezielten Ansprache über soziale Netzwerke oder Krypto-Foren. Cold-Calls von vermeintlichen „Anlageberatern“ oder auffällige Werbeanzeigen auf Instagram und TikTok zeigen vermeintlich erfolgreiche Trades und nutzen gefälschte Promi-Testimonials, die angeblich die Plattform empfehlen. In Telegram-Gruppen wird ein „Trading-Guru“ vorgestellt, der angeblich exklusive Insider-Informationen teilt. In manchen Fällen werden sogar Dating-Apps als Kanal genutzt, um persönliche Kontakte zu knüpfen und Vertrauen aufzubauen: ein Verfahren, das als “Pig-Butchering” bekannt ist.
Die ersten Einzahlungen sind bewusst niedrig gehalten, oft nur 250 € oder weniger. Dies dient dazu, die Hemmschwelle zu senken und dem Opfer das Gefühl zu geben, bereits einen kleinen, aber erfolgreichen Einstieg zu haben. Gleichzeitig wird das Opfer in die Illusion hineingezogen, dass weitere kleine Einzahlungen zu schnellen Renditen führen können. Der Mechanismus nutzt psychologische Prinzipien wie den „Foot-in-the-Door“-Effekt, bei dem ein kleines Commitment ein größeres Commitment wahrscheinlicher macht.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Sobald die erste Einzahlung erfolgt ist, zeigen die Dashboards von xendoria-pro hohe Buchgewinne an: beispielsweise „Aus 250 € werden in zwei Wochen 800 €“. Diese Zahlen sind reine Software-Simulationen. Es gibt keinerlei echte Orders, die an einer regulären Börse ausgeführt werden. Stattdessen wird die Plattform mit einer Web-App betrieben, die hübsche Zahlen generiert, um den Eindruck von Erfolg zu erwecken. Das Ziel ist klar: Vertrauen aufbauen und das Opfer davon überzeugen, dass weitere Einzahlungen die Gewinne steigern.
Die Darstellung von “Gewinnen” erfolgt oft in ansprechenden Grafiken, die wie echte Trading-Charts wirken. Dabei fehlt die Transparenz über die zugrunde liegenden Transaktionen. Die Plattform liefert keine Belege oder Kontoauszüge, die die Gewinne belegen. Stattdessen werden gefälschte Screenshots von angeblich erfolgreichen Trades gezeigt, die leicht manipuliert werden können.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Nach dem ersten positiven Eindruck entsteht ein persönlicher “Account-Manager”, der über mehrere Wochen oder Monate den Kontakt aufrechterhält. In diesem Stadium werden dem Kunden Angebote für VIP-Konten, Hebel-Boni von bis zu 1 : 500 und angeblich garantierte Profite präsentiert. Der Manager nutzt soziale Beweise, indem er gefälschte Erfolgsgeschichten anderer „Kunden“ zeigt, die angeblich hohe Renditen erzielt haben. Oft wird auch der Eindruck erweckt, dass es sich um einen exklusiven Zugang zu IPO-Zulagen handelt, was das Gefühl von Dringlichkeit und Verheißung verstärkt.
Typische Drucktechniken kommen zum Einsatz: Zeitliche Begrenzungen („Nur noch heute verfügbar“) und künstliche Verknappung („Nur noch 10 Plätze frei“) werden genutzt, um das Opfer zu schnellen Entscheidungen zu bewegen. Durch die Schaffung von Angst vor verpassten Chancen wird das Opfer psychisch in die Falle geführt. In vielen Fällen zahlen Anleger zwischen 5 000 und 50 000 €, manche sogar über 500 000 €. Diese Beträge werden dann auf die zuvor erwähnte, nicht reguläre Wallet überführt.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn das Opfer nun endlich sein Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen lassen möchte, wird plötzlich eine Vielzahl von Gebühren eingefordert. Diese Gebührenliste enthält unter anderem:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine dieser Gebühren zahlt, verliert zusätzlich zu seinem ursprünglichen Kapital ein weiteres Stück Geld, und die Auszahlung bleibt aus. Dies ist die letzte Melkphase des Scams, in der die Betrüger versuchen, noch mehr Geld zu extrahieren, bevor sie den Zugang vollständig sperren.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen häufig weitere „Experten“ auf. Anwalts- oder Behörden-Mitarbeiter, die angeblich eine „Vergleichs-Abwicklung“ anbieten, treten in Kontakt. Ebenso erscheinen „Krypto-Forensiker“, die behaupten, die verlorenen Gelder mithilfe spezieller Software zurückzuholen. Sie fordern Vorauszahlungen für angebliche „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Versprechen steckt in der Regel dieselbe Gruppe von Tätern, die das Geld nicht zurückzahlen können: sie nutzen die neue Forderung, um noch mehr Geld zu erpressen.
Ein weiteres häufiges Muster ist das Versprechen, dass die Gelder auf ein neues, scheinbar „gesichertes“ Konto überwiesen werden. Hierbei handelt es sich jedoch meist um weitere Wallets, die von den Betrügern kontrolliert werden. Das Ziel dieser Recovery-Scam-Phase ist es, das Opfer erneut zu erpressen und die bereits verlorenen Beträge zu erhöhen. Sobald die Forderungen erfüllt sind, verschwindet die Plattform erneut, und der Kunde hat nichts zurück.
Was Betroffene jetzt tun sollten
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Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Sobald Sie den Verdacht haben, dass Sie in einen Betrug verwickelt sind, sollten Sie sofort alle offenen Transaktionen stoppen. Eine weitere Einzahlung verschärft Ihre Situation und bietet den Betrügern mehr Zeit, zusätzliche Gebühren einzufordern.
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Alle Beweise sichern: Speichern Sie sämtliche E-Mails, Screenshots, Kontoauszüge und Nachrichtenverläufe. Diese Unterlagen sind entscheidend, um Ihre Forderungen zu belegen und können später von Behörden oder Anwälten verwendet werden.
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Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihre Krypto-Börse: Informieren Sie die Institution, bei der Sie das Geld hinterlegt haben, über den möglichen Betrug. Bitten Sie um Rückbuchung oder Sperrung der betreffenden Konten. Viele Banken haben spezielle Verfahren für solche Fälle und können Ihnen helfen, den Verlust einzudämmen.
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Erstatten Sie eine Strafanzeige: Melden Sie den Vorfall bei der Polizei oder der zuständigen Finanzaufsichtsbehörde. Die Ermittler können weitere Opfer warnen und die Täter verfolgen. Ihr Fall wird auch dann, wenn Sie nicht sofort ein finanzielles Ergebnis erzielen, später als Beweismittel dienen.
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Ignorieren Sie alle angeblichen Recovery-Scams: Wenn jemand, der sich als Anwalt, Behörden-Mitarbeiter oder Forensiker ausgibt, Ihnen zusätzliche Gebühren fordert, lehnen Sie dies ab. Seriöse Experten bieten keine Vorauszahlungen an und verlangen nicht, dass Sie zuerst etwas bezahlen, bevor sie Ihnen helfen.
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Teilen Sie Ihre Erfahrungen: Erzählen Sie Freunden, Bekannten und in Foren von Ihrem Vorfall. Je mehr Menschen über die Methoden von xendoria-pro informiert sind, desto weniger Opfer werden in der Zukunft gefangen genommen. Online-Plattformen wie Trustpilot, Reddit oder spezialisierte Scam-Foren sind ideale Orte, um Ihre Geschichte zu teilen.
Fazit
xendoria-pro (xendoria-pro.de) ist ein klarer Fall von Betrug, der durch geschickte Täuschung, fehlende Transparenz und eine ausgeklügelte Netzwerkstruktur besticht. Wenn Sie bereits Opfer geworden sind oder den Verdacht haben, in einen solchen Betrug verwickelt zu sein, handeln Sie jetzt: sichern Sie Beweise, kontaktieren Sie Ihre Bank und melden Sie den Vorfall. Nur so können Sie Ihre Chancen erhöhen, zumindest einen Teil Ihres Geldes zurückzufordern, und gleichzeitig andere davor schützen, dass sie in die gleiche Falle tappen.
Das Netzwerk hinter xendoria-pro
xendoria-pro ist Teil eines Netzwerks von 112 Plattformen, die häufig dieselben hintermänner und Server nutzen. Dieses Muster deutet stark auf ein orchestriertes Betrugssystem hin, bei dem die einzelnen Marken lediglich Fronts sind, um neue Opfer zu gewinnen.

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Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei xendoria-pro.de gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.