zenthra-found.de: Auf der Schwarzen Liste
In der Welt der Online-Investitionen hat sich zentra-found.de als scheinbar lukratives Angebot präsentiert: doch die Realität ist eine Masche, die Anleger in finanzielle Abgründe zieht. Diese Plattform ist betrügerisch. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt seit dem 10. Oktober 2025 ausdrücklich vor Zenthra Found unter dem Titel „BaFin warnt vor Plattformreihe – “[Name] Willkommen auf unserer offiziellen Website““. Die vollständige BaFin-Warnung zu Zenthra Found steht auf der offiziellen Seite der BaFin zur Verfügung.

Achtung
Betrugsverdacht
Ein Opfer erzählt
Ich hatte mich in den letzten Monaten immer wieder mit der Idee beschäftigt, mein Geld durch Online-Trading zu vermehren. Als ich schließlich die Seite zentra-found.de besuchte, fühlte ich mich sofort von der versprochenen Einfachheit angezogen. Auf der Homepage prangerten Grafiken von scheinbar stabilen Renditen, während ein Button „Jetzt starten“ darauf wartete, von mir gedrückt zu werden. Nach dem ersten Klick wurde ich an einen „Anlageberater“ weitergeleitet, der mir versprach, mein Geld in nur wenigen Tagen deutlich zu erhöhen. Ich war skeptisch, doch die Worte des „Beraters“ waren verführerisch: „Alles ist legal, wir haben die Lizenzen, die Banken akzeptieren unsere Transaktionen.“ Ich beschloss, 250 Euro einzuzahlen: ein Betrag, der laut dem System als „Starterkapital“ gekennzeichnet war. Kurz darauf erschien ein Dashboard, auf dem mein Kontostand innerhalb weniger Tage in 800 Euro aufstieg. Ich war überwältigt: doch das war erst der Anfang.
Warum zentra-found.de unseriös ist
Die Analyse der öffentlichen Daten von zentra-found.de offenbart mehrere gravierende Inkonsistenzen. Erstens fehlt jeglicher Hinweis auf eine Handelsregisternummer oder eine Aufsichtsbehörde: ein zwingendes Merkmal seriöser Broker. Zweitens werden keine Lizenznummern angegeben, und es gibt keine Transparenz bezüglich der Genehmigungsbehörde. Drittens bietet die Plattform keine realen Handelsmöglichkeiten an: Auf dem Dashboard erscheinen Gewinne, die keine echten Orderbücher oder Börsendaten widerspiegeln. Stattdessen handelt es sich um synthetische Zahlen, die in einer Software generiert werden. Viertens gibt es keinerlei Angaben zu den tatsächlichen Zahlungsmethoden; die Seite listet keine Bankverbindung auf, sondern verweist lediglich auf kryptografische Wallets. Diese Mängel sind nicht nur Unregelmäßigkeiten: sie sind klare Indikatoren dafür, dass zentra-found.de keine echte Finanzdienstleistung anbietet.
Wie der Betrug bei zentra-found.de abläuft
Schritt 1: Der erste Kontakt: Lockangebot
zentra-found.de greift auf verschiedene Kanäle zurück, um potenzielle Opfer anzusprechen. Oft beginnen die Kontakte mit scheinbar unauffälligen Werbeanzeigen auf sozialen Medien wie Instagram, Facebook oder TikTok. Dort werden kurze Clips mit angeblichen „Erfolgsstorys“ gezeigt, in denen „Trading-Gurus“ ihre Gewinne loben. In vielen Fällen werden sogar gefälschte Testimonials von Personen mit prominenter Namensgebung präsentiert: alles, um Vertrauen aufzubauen. Sobald ein Interessent der Seite folgt oder ein Kommentar hinterlässt, wird er direkt an einen virtuellen „Anlageberater“ weitergeleitet. Der Berater nutzt gezielte Fragen, um die Hemmschwelle zu senken, und schlägt eine niedrige Einstiegsinvestition von etwa 250 Euro vor. Diese kleine Summe wirkt verlockend und lässt das Opfer glauben, dass der Verlust minimal ist. Der Berater betont die Sicherheit der Plattform, die angeblich von einer regulierten Institution unterstützt wird, und schafft so die Illusion eines legitimen Handels.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nachdem die erste Einzahlung erfolgt ist, wird dem Nutzer ein Dashboard präsentiert, das sofort hohe Gewinne anzeigt. In der Praxis handelt es sich hierbei um simulierte Daten, die von einer internen Datenbank erzeugt werden. Es gibt keinerlei Verbindung zu echten Börsen oder Orderbüchern. Der Zweck dieser Darstellung ist es, das Vertrauen des Nutzers zu festigen und ihn glauben zu lassen, dass die Plattform tatsächlich funktionierende Handelsstrategien einsetzt. Durch die konsequente Darstellung von steigenden Kontoständen und virtuellen „Profit-Berichten“ wird der Eindruck erweckt, dass das System zuverlässig arbeitet und die Gewinne real sind.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Mit der Zeit beginnt der virtuelle „Berater“, die Beziehung zu vertiefen. Er verspricht exklusive Zugänge zu „VIP-Konten“, Hebelboni von bis zu 1 : 500, garantierte Gewinne und sogar „Insider-Tipps“, die angeblich zu IPOs führen. Durch das Setzen von Zeitlimits („nur heute“) und die Schaffung einer künstlichen Verknappung wird der Druck erhöht. Der Berater nutzt häufig Social-Proof-Taktiken, indem er gefälschte Mit-Anleger-Storys präsentiert und so den Eindruck erweckt, dass bereits viele andere von der Plattform profitieren. In der Regel zahlen Opfer zwischen 5.000 und 50.000 Euro: in seltenen Fällen sogar über 500.000 Euro: um von den vermeintlichen Vorteilen zu profitieren.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn ein Anleger sein Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen lassen will, tritt die wahre Masche in den Vordergrund. Plötzlich wird eine Reihe von Gebühren verlangt. Zu den häufigsten Forderungen gehören:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung an das Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real: sobald die Gebühren bezahlt sind, verschwinden die Mittel, und es kommt zu keiner Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams, in der die Täter das Vertrauen ausnutzen und das Geld endgültig veruntreuen.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen häufig Dritte auf, die als „Anwälte“, „Behördenmitarbeiter“ oder „Krypto-Forensiker“ auftreten. Sie behaupten, das Geld könne wiederhergestellt werden, wenn bestimmte „Gebühren“ bezahlt werden: sei es für Übersetzungen, Server-Zugriffe oder „Rechtshilfe“. Diese Versprechen sind immer von einer Vorabzahlung begleitet, die die Opfer in weitere Geldflut zieht. Hinter diesen Angeboten steckt fast immer dieselbe Tätergruppe, die die Daten der Opfer weiterverkauft. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram und fordern Vorauszahlungen. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ bezahlt, verliert zusätzliches Geld und bekommt keinerlei Rückzahlung.
Das Netzwerk hinter zentra-found.de
zentra-found.de ist Teil eines Netzwerks von 112 Plattformen, die ähnliche Geschäftsmodelle verfolgen und häufig dieselben Betreiber, Server und Domain-Strukturen teilen. Diese Struktur ermöglicht es den Tätern, nach einer Abschaltung einer Seite sofort ein neues Front zu eröffnen, indem sie den Domainnamen wechseln oder die Website umbenennen. Die Wiederverwendung von Code-Snippet, Logos und Marketing-Materialien ist ein weiteres Indiz für ein gemeinsames Netzwerk. Für Anleger bedeutet dies, dass ein Schließen einer Seite nicht die Gefahr des Betrugs beendet: es ist lediglich ein Übergang zu einer neuen Marke.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Keine weiteren Zahlungen leisten: sobald Sie bemerken, dass die Plattform unplausible Forderungen stellt, brechen Sie alle weiteren Transaktionen ab.
- Beweise sichern: speichern Sie sämtliche E-Mails, Chat-Protokolle, Bildschirmfotos und Kontoauszüge. Diese Dokumente sind entscheidend für spätere Ermittlungen.
- Bank und Krypto-Börsen informieren: setzen Sie sich umgehend mit Ihrer Bank oder dem Betreiber der Krypto-Börse in Verbindung, von der Sie die Einzahlung getätigt haben, und melden Sie den Vorfall.
- Strafanzeige erstatten: wenden Sie sich an die örtliche Polizeidienststelle oder das Bundeskriminalamt, um eine Anzeige zu erstatten. Ihre Daten werden dort registriert und Ermittlungen eingeleitet.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Angebote von angeblichen Anwälten oder „Forensik-Experten“, die Rückerstattung versprechen, sind reine Folgeschäden. Ignorieren Sie diese Kontakte und blockieren Sie die Nummern.
Fazit
zentra-found.de ist keine regulierte Handelsplattform, sondern ein hochgradig organisiertes Betrugsnetzwerk, das Menschen in die Falle zieht, indem es unrealistische Gewinne, gefälschte Testimonials und gezielte psychologische Taktiken nutzt. Durch die Kombination aus niedrigem Einstieg, simulierten Gewinnen, gefürchteten Gebühren und anschließenden Recovery-Scams wird das Vertrauen der Opfer systematisch ausgenutzt. Wenn Sie sich jemals auf einer ähnlichen Plattform wiederfinden, handeln Sie sofort: stoppen Sie Zahlungen, sichern Sie Beweise und melden Sie den Betrug. Nur so können Sie verhindern, dass weitere Menschen in diese Falle tappen.
Das Netzwerk hinter zentra-found.de
zentra-found.de ist Teil eines Netzwerks von 112 weiteren Plattformen. Diese Verknüpfungen deuten darauf hin, dass dieselben Betreiber hinter mehreren Marken agieren und Inhalte sowie Infrastruktur teilen, um neue Angebote zu tarnen und wiederholt zu re-Branden, sobald einzelne Seiten geschlossen werden.

Aevenirox Ai
aevenirox-ai.de

Alpex Rich
alpex-rich.de

Astrelwick
astrelwick.de

Aureviatradex
aureviatradex.de

Avexpro20
avexpro20.de

Axi Wert
axi-wert.de
und 106 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei zenthra-found.de gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.